wilhelm.tel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
wilhelm.tel GmbH
Wilhelm.tel-Logo.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 1999
Sitz Norderstedt
Leitung Jens Seedorff, Theo Weirich
Umsatz 35,3 Mio. € (2011)
Bilanzsumme 99,3 Mio. € (2011)Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Bilanzsumme
Branche Telekommunikation
Produkte Kabel-TV, Internet, Telefonie, weitere Web-DiensteVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.wilhelm-tel.de

Die wilhelm.tel GmbH ist ein regionaler Anbieter von Telekommunikationsleistungen mit Sitz in Norderstedt. Das Unternehmen ist über die Stadtwerke Norderstedt zu 100 % im Besitz der Stadt Norderstedt.

Wilhelm.tel betreibt als Besonderheit ein eigenes Glasfasernetz, das bis zu den einzelnen Haushalten verlegt ist, also auf der „Letzten Meile“ nicht auf die Anmietung von Leitungen der Deutschen Telekom AG angewiesen ist. Über das Netz wird sowohl Kabelfernsehen als auch ein Telefonanschluss mit Internetzugang mit Datenraten bis zu 100 MBit/s Downstream bzw. 20 MBit/s Upstream (Privatkundenangebote) angeboten.[1] Die Abnahme des Kabelfernsehsignals ist dabei Voraussetzung für die Nutzung des Telefon- und Internetangebots.

Im Stadtgebiet Norderstedt sind derzeit 95 %[1] der Haushalte über eigene Leitungen direkt an das Netz angeschlossen. Hier sind 28.000 von insgesamt 33.000 Haushalten Kunden bei dem Unternehmen. Nach dem Start dort wurden 2004 einige Gebiete in Hamburg und Henstedt-Ulzburg ausgebaut. Die Erschließung weiterer Gebiete in der Norderstedter Umgebung ist derzeit in Planung, vorgesehen ist unter anderem ein weitgehender Vollausbau Henstedt-Ulzburgs, Kaltenkirchens und Rellingens.[2][3] Durchweg soll dabei das bisherige Konzept einer direkten Erschließung mit Glasfaserleitungen bis in den Keller der Kunden ohne Anmietung einer Kupferader von der DTAG beibehalten werden. Insgesamt hatte wilhelm.tel im Jahr 2006 75.000 Kunden und erzielte bei einem Umsatz von 17,5 Mio. einen Gewinn von 2,8 Mio. Euro.

Demgegenüber liefen in der Anfangsphase beträchtliche Verluste auf, so zum Beispiel 2002 in Höhe von 3,5 Mio. Euro. Insgesamt fielen zwischen 1999 und 2002 Verluste in Höhe von 10 Mio. Euro an. Die Verluste sowie die Kosten für den Aufbau des Glasfasernetzes in Höhe von 43 Mio. Euro[4] wurden von den Stadtwerken getragen.

Wilhelm.tel war deutschlandweit das erste Unternehmen, das ein komplettes Multimediapaket (Triple-Play) angeboten hat. Dazu zählte die Telefonie, die schnelle Internetanbindung und Kabelfernsehen (inklusive den Empfang eines Lokalfernsehsenders).

Das digitale Kabelfernsehen wird mit Ausnahme der Pay-TV-Programme nicht grundverschlüsselt, so dass der Empfang mit jedem DVB-C-fähigen Gerät möglich ist.

Wilhelm.tel ist Kooperationspartner anderer regionaler Kabelnetzbetreiber im südlichen Schleswig-Holstein, z.B. Ell-tel (Ellerau), GWHtel (Halstenbek), pinnau.com (Pinneberg), SWN (Neumünster), tel.quick (Quickborn), und willy.tel in Hamburg. Auch der Anbieter VSE NET im Saarland wird mit dem digitalen TV-Signal beliefert.[5]

Seit Oktober 2008 ist wilhelm.tel offizieller Partner des Wohnungsunternehmens SAGA GWG in Sachen Telefonie/Internet/Kabelfernsehen. Seit Sommer 2009 sind nahezu alle Wohnungen an das Glasfasernetz angeschlossen.[6] Damit konnte wilhelm.tel sein Verfügbarkeitsbereich enorm ausbauen, da die SAGA-GWG die größte Wohnungsgesellschaft Hamburgs ist.

Das Unternehmen ist Mitglied im Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e. V. (Anga), im Bundesverband Glasfaseranschluss (BUGLAS), sowie in der Deutschen Netzmarketing GmbH (DNMG) organisiert [7].

Seit Juni 2013 bietet wilhelm.tel seine Angebote auch in Wedel, Wacken, Tangstedt (Kreis Stormarn), Tangstedt (Kreis Pinneberg), Alveslohe, Kayhude und Itzehoe an.[8] Seit Herbst 2013 wurde im Hauptverteilungsgebiet Norderstedt und Kundenzentren in Hamburg, ein Wi-Fi-Netzwerk installiert und kostenlos ohne Zeit- und Datenlimitierung zur Verfügung gestellt. Dieses Netzwerk soll bald flächendeckend ausgebaut werden. Der Zugang kann temporär oder dauerhaft ermöglicht werden.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLokaler Carrier wilhelm.tel bietet Anschlüsse mit 100 MBit/s. Heise.de, 1. August 2006, abgerufen am 26. Mai 2013.
  2. http://www.rellingen.de/index.phtml?mNavID=1859.1&sNavID=14.550&La=1
  3. Glasfasernetz: Rellingen bekommt dank wilhelm.tel schnelles Internet. In: Hamburger Abendblatt, abgerufen am 24. März 2014.
  4. Andreas Burgmayer: Falsche Bilanzen: Hallwachs wehrt sich. Norderstedter Zeitung, 13. November 2003, archiviert vom Original am 28. September 2007, abgerufen am 26. Mai 2013.
  5.  wilhelm.tel installiert IP-Headend von Astro. In: Cable!vision Europe. Nr. 1, 2013, ISSN 1867-6650, S. 18 (astro-kom.de, abgerufen am 2. März 2014).
  6. Fragen und Antworten. SAGA GWG, abgerufen am 2. März 2014.
  7. http://www.deutschenetzmarketing.de/Allgemeines.54.0.html
  8. Neues bei wilhelm.tel. wilhelm.tel, abgerufen am 26. Mai 2013 (Abschnitt „wilhelm.tel wächst weiter - bald auch in Wedel!“).
  9. Freies Netz ohne Einschränkungen. MobyKlick, abgerufen am 9. November 2013.

Weblinks[Bearbeiten]