Wedel

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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Wedel in Schleswig-Holstein. Für weitere Bedeutungen siehe Wedel (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Wedel
Wedel
Deutschlandkarte, Position der Stadt Wedel hervorgehoben
53.5772222222229.70527777777788Koordinaten: 53° 35′ N, 9° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Pinneberg
Höhe: 8 m ü. NHN
Fläche: 33,82 km²
Einwohner: 31.725 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 938 Einwohner je km²
Postleitzahl: 22880
Vorwahl: 04103
Kfz-Kennzeichen: PI
Gemeindeschlüssel: 01 0 56 050
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 3–5
22880 Wedel
Webpräsenz: www.wedel.de
Bürgermeister: Niels Schmidt (parteilos)
Lage der Stadt Wedel im Kreis Pinneberg
Appen Barmstedt Bevern Bilsen Bokel Bokholt-Hanredder Bönningstedt Borstel-Hohenraden Brande-Hörnerkirchen Bullenkuhlen Ellerbek Ellerhoop Elmshorn Groß Nordende Groß Offenseth-Aspern Halstenbek Haselau Hasloh Heede Heidgraben Heist Helgoland Hemdingen Hetlingen Holm Klein Nordende Klein Offenseth-Sparrieshoop Kölln-Reisiek Kummerfeld Langeln Lutzhorn Moorrege Neuendeich Osterhorn Pinneberg Prisdorf Quickborn Raa-Besenbek Rellingen Schenefeld Seester Seestermühe Seeth-Ekholt Tangstedt Tornesch Uetersen Wedel Westerhorn Haseldorf Schleswig-Holstein Hamburg Niedersachsen Kreis Segeberg Kreis Steinburg ElbeKarte
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Die Stadt Wedel gehört zum Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein und hat etwa 32.000 Einwohner. Sie liegt in der westlichen Agglomeration Hamburgs an der Unterelbe und gehört zur Metropolregion Hamburg. Seit 1993 lautet der offizielle Stadtname wieder Wedel, nachdem 30 Jahre der Zusatz Holstein geführt wurde.

Allgemeines[Bearbeiten]

Wedel bietet zahlreiche touristische Anziehungspunkte, wie die Schiffsbegrüßungsanlage Willkomm-Höft (für den Hamburger Hafen anlaufende Schiffe), den Hamburger Yachthafen, Norddeutschlands größten Yachthafen, der derzeit 1.950 Liegeplätze umfasst und im Sommer einer der touristischen Dreh- und Angelpunkte an Wedels Ufern ist, den Roland (Wahrzeichen Wedels) und die Wedeler Marsch, ein Naturschutz- und Feuchtgebiet. Die Stadt wird in ost-westlicher Richtung von der Wedeler Au durchquert, die teilweise zu einem Mühlenteich aufgestaut ist.

Einwohner[Bearbeiten]

Jahr 1910 1925 1933 1939 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007
Anzahl (am 31.12.) 5.938 6.168 7.661 8.308 31.850 31.783 32.060 32.221 32.354 32.164 32.014 32.177 32.513 32.601

1947 betrug die Einwohnerzahl 14.388, davon waren 7.190 Einheimische und 7.198 Flüchtlinge. 1955 hatte Wedel 17.381 Einwohner; davon waren 50,8 % Einheimische, Vertriebene 41,6 % und 7,7 % Bürger der ehemaligen DDR.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Marktplatz von Wedel mit der Rolandstatue um 1895
Rathaus Wedel
Das Wahrzeichen der Stadt Wedel – der Roland
Das Reepschlägerhaus von 1758 an der Schauenburger Straße

Im Jahre 1212 wurde Wedel erstmals erwähnt. Durch die Lage am Ochsenweg, einem Viehhandelsweg von Niedersachsen bis nach Dänemark, hatte Wedel in früheren Zeiten einen bedeutenden Viehmarkt, der als Ochsenmarkt auch heute noch stattfindet.

In der Wedeler Marsch lag die Hatzburg, erbaut um 1311 durch die Grafen von Schauenburg. Um 1400 wurde die Burg als Herrschaftssitz aufgegeben – dieser wurde nach Pinneberg verlegt –, jedoch bis 1710 als Verwaltungssitz weiterbenutzt, ehe sie dem Verfall anheimfiel. Luftbilder lassen die Motte (Burg) noch heute als ovale Linie erkennen. Ein Modell nach den Erkenntnissen von Ausgrabungen ist in der Nähe des ehemaligen Standorts an der Hatzburgtwiete aufgestellt.

Um das Jahr 1450 wurde der Roland als Zeichen des hoheitlichen Schutzes der Marktgerechtigkeit errichtet. Die heutige Figur ersetzte im 17. Jahrhundert die ursprüngliche, die verfallen war. 1786 erhielt Wedel vom dänischen König die Fleckensgerechtigkeit verliehen, was insbesondere die Ausfuhr von Bier und Branntwein erleichterte.

Am 16. März 1731 haben schwere Feuersbrünste 167 Häuser zerstört, am 13. September 1837 fielen die Kirche und 20 Häuser Flammen zum Opfer. Im Mai 1878 explodierte die Pulverfabrik unweit Schulau, wobei zehn Menschen starben.

Am 3. Dezember 1875 erlangte Wedel das Stadtrecht. 1909 wurde das Dorf Schulau zur Kosteneinsparung auf Anregung der Kommunalverwaltung eingemeindet. Bereits 1892 war es zum Zusammenschluss Schulaus mit dem bevölkerungsreicheren Spitzerdorf gekommen.

Im Zuge der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde am 11. März 1933 die Hakenkreuzfahne und die schwarz-weiß-rote Fahne auf dem Rathaus in feierlicher Form gesetzt. Am 12. April 1933 wurden vier SA-Männer als Hilfspolizeibeamte eingestellt. Am 23. Juli 1933 schieden die Sozialdemokraten zwangsweise aus der Stadtverordnetenversammlung aus. Das Gemeindeverfassungsgesetz vom 15. Dezember 1933 trat am 1. Januar 1934 in Kraft. Die ausschließliche Verantwortung für die Verwaltung der Stadt hatte nun der Bürgermeister Harald Ladwig, der bereits am 21. April 1932 gewählt worden war und nach der „Machtergreifung“ der NSDAP beitrat.

Während der Zeit des Nationalsozialismus befand sich in Wedel eine Außenstelle des Konzentrationslagers Neuengamme. Hieran erinnert eine Stele an der Bundesstraße 431, ungefähr 700 m vor der Grenze zu Hamburg.

Am 3. März 1943 zerstörte ein britischer Bombenangriff erhebliche Teile des Stadtgebiets.

Zur Zeit des Kalten Krieges wurde in Wedel das größte deutsche Hilfskrankenhaus unterhalb des örtlichen Gymnasiums gebaut und für den Einsatz bereitgehalten. Diese Einrichtung wurde in den 1990er-Jahren auf Grund der sich verändernden Weltlage aufgelöst.

Politik[Bearbeiten]

Ratsfraktionen[Bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl am 26. Mai 2013 sind im Rat der Stadt Wedel fünf Parteien vertreten:

Partei 2003 2008 2013 Sitze
CDU 44,0 % 34,2 % 33,1 % 11
SPD 30,4 % 28,2 % 35,3 % 11
Grüne 14,3 % 16,6 % 17,1 % 05
FDP 11,0 % 12,2 % 07,6 % 02
Die Linke
-
08.8 % 06,9 % 02

Mitte November 2013 haben sich sechs Ratsmitglieder von der SPD-Fraktion getrennt und unter dem Namen Wedeler Soziale Initiative, kurz WSI, eine neue Fraktion gebildet.[2]

Bürgermeister[Bearbeiten]

(a) ab 1870 Bürgermeister des Fleckens, ab Dezember 1875 der Stadt Wedel

Wappen[Bearbeiten]

„Im Rot das silberne holsteinische Nesselblatt, darin die goldengerüstete, rotgegürtete, schwarzbärtige Gestalt eines Rolands in Vorderansicht mit rotem, blaugefüttertem, zurückgeschlagenem Mantel, auf dem Kopf die goldene mittelalterliche Kaiserkrone, in der rechten Hand ein bloßes silbernes Schwert mit goldenem Knauf an die rechte Schulter gelehnt, in der linken der goldene Reichsapfel.“

– Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein, Landesarchiv Schleswig-Holstein[5]

Flagge[Bearbeiten]

„Im blauen Tuch, das oben und unten von je zwei schmalen Streifen, einem roten und einem halb so breiten weißen, begrenzt wird, das weiße holsteinische Nesselblatt, etwas zur Stange hin verschoben, darin der Roland des Wappens.“

– Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein, Landesarchiv Schleswig-Holstein[5]
Siehe auch: Blasonierung

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Stadt Wedel unterhält seit 1985 eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Caudry in Frankreich und seit 1982 eine Partnerschaft mit Makete, einem Distrikt in Tansania. Des Weiteren besteht eine Städtepartnerschaft mit dem mecklenburg-vorpommerischen Wolgast.

Bis 2010 bestand eine Partnerschaft mit dem dänischen Vejen, die aber am 12. Oktober 2010 vom Kommunalvertreter aus Vejen beendet wurde.

Verkehr[Bearbeiten]

Mittelbahnsteig des S-Bahnhofs Wedel
S-Bahnhof Wedel, Eingang mit Ladenpassage

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten]

Wedel liegt vollständig im Bereich des Hamburger Verkehrsverbundes HVV. Die S-Bahn-Linie S 1 aus Richtung Poppenbüttel bzw. Flughafen und Hamburg-Altona endet in Wedel. Sie entstand aus der Altona-Blankeneser Eisenbahn. Die früher recht umfangreichen Gleisanlagen für den Güterverkehr sind inzwischen abgebaut, nachdem der Bedarf entfallen ist. Die Industriebetriebe, die eigene Gleisanschlüsse hatten, sind stillgelegt (Mineralölwerk), abgerissen (Pulverfabrik, Zuckerraffinerie) oder haben keine Verwendung mehr dafür (Kohlekraftwerk). Diese Gleisanlagen wurden mittlerweile im Zug von Straßenerneuerungsarbeiten und anderen Baumaßnahmen (wie der Baumarkt-Erweiterung) größtenteils entfernt.

Der Stadtbusverkehr wird durch die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) innerhalb des HVV betrieben. Daneben gibt es auch Regionalbuslinien nach Haseldorf, Uetersen, Elmshorn, Pinneberg und Norderstedt. Zudem führt die Linie 189 vom S-Bahnhof Wedel über Schulau und Hamburg-Rissen bis zum S-Bahnhof Blankenese, wo Fahrgäste Anschluss an die S-Bahn und weitere Buslinien haben. Die Busse dieser Linie verkehren werktags im 10-Minuten-Takt und benötigen eine Fahrzeit von etwa 30 Minuten zwischen Wedel und Blankenese. Eine Busanbindung nach Hamburg wird auch nachts angeboten:

  • Nachtbuslinie 601 über Bahrenfeld, Othmarschen und Altona bis in die Hamburger Innenstadt in den Nächten Sonntag/Montag bis Donnerstag/Freitag
  • Nachtbuslinie 621 über Blankenese (S-Bahn-Anschluss) bis Altona in den Nächten Freitag/Samstag und Samstag/Sonntag

Bundesstraße 431[Bearbeiten]

Die Bundesstraße 431 verläuft von Hamburg-Altona kommend durch Wedel und dann weiter über Uetersen, Elmshorn und Glückstadt nach Meldorf.

Ein „Dauerthema“ in Wedel ist die Verlegung des Verlaufs der Bundesstraße. 1938 wies Bürgermeister Ladwig auf den Plan einer Umgehungsstraße hin. 1982 wurde der Städtebauliche Rahmenplan 1982 für die Altstadt vorgelegt, der unter anderem die Mühlenstraße (im heutigen Verlauf B 431) als eine teilweise „verkehrsberuhigte Straße“ vorsah. Die Verlegung der B 431 in Wedel ist im Bundesverkehrswegeplan als „vordringlicher Bedarf“ ausgewiesen.[6] Nachdem lange eine Südumgehung der Altstadt geplant war, sieht der aktuelle Flächennutzungsplan eine Nordumfahrung vor.[7] Seit den 1980er Jahren existiert eine Planung, den Abschnitt zwischen Rissen und Wedel auf eine südlichere Trasse zu verlegen. Das Vorhaben ist zwar im „weiteren Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans angemeldet[6]; allerdings bestehen beiderseits der Wedeler Stadtgrenze Bedenken bei Bürgern und Kommunalpolitikern gegen eine solche Trasse, weil diese eine Beeinträchtigung schützenswerter Landschaften (vor allem der Brünschenwiesen) darstelle. Bürgerinitiativen setzen sich seit vielen Jahren für eine Verlegung der B 431 ein und befürworten auch eine Nordumfahrung.[8]

Fährverbindungen[Bearbeiten]

Eine regelmäßige Personenfährverbindung über die Elbe wird von der Lühe-Schulau-Fähre GmbH betrieben.

Vom Frühjahr bis zum Herbst ist Wedel Haltepunkt einer Expressfähre von und nach Helgoland, die am Willkomm-Höft anlegt. Während der Sommersaison bestehen über die Niederelbefahrten der HADAG Verbindungen zu den Hamburger St.-Pauli-Landungsbrücken sowie nach Stadersand.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

In Wedel finden alljährlich viele Veranstaltungen aus dem Bereich Kultur, Sport und Freizeit statt. Unter anderem die „Wedeler Kulturnacht“ und das traditionelle „Bikefest“ am Rolandplatz.

Industrie[Bearbeiten]

Möller-Betriebsgebäude mit Wasserturm

In Wedel befindet sich der Deutschlandsitz des fünftgrößten Pharmakonzerns der Welt, der AstraZeneca PLC, außerdem ein Steinkohle-Heizkraftwerk der Vattenfall Europe AG. Bis vor ein paar Jahren existierte neben dem Heizkraftwerk auch noch die erste, 1906 gegründete Raffinerie der Mobil Oil AG, welche inzwischen allerdings aufgegeben wurde.

Siehe auch: Heizkraftwerk Wedel

Die J. D. Möller Optische Werke Wedel sind weltweit bekannter Hersteller optischer Präzisionsgeräte mit einer Tradition, die bis 1864 zurückreicht. Das firmeneigene Wasserwerk mit dem angeschlossenen Wasserturm versorgt zudem ein Drittel des Stadtgebietes mit Trinkwasser.

Hauptartikel Wasserturm Möller-Wedel

Wedel ist außerdem Sitz vieler weiterer, weltweit agierender Unternehmen. So ist die Stadt Hauptsitz der Medac GmbH, die vor allem als Spezialpräparatehersteller im Bereich der Onkologie bekannt ist. Des Weiteren sind Firmen wie die EVAC GmbH und die Trioptics GmbH in Wedel ansässig. Erstere ist weltweiter Marktführer bei der Herstellung von Vakuumtoiletten für den Eisenbahn-, Schiff- und Luftfahrzeugbau. Die Firma Solarnova produziert und vermarktet hier als Ausgründung der AEG-Solartechnik Photovoltaik-Module für Solarfassaden und Lichtdächer. Außerdem ist man offen für die Bestückung von Sonderprojekten, wie Signaltürmen oder Parkscheinautomaten.

Das weltweit agierende, mittelständische Unternehmen m-u-t AG Messgeräte für Medizin- und Umwelttechnik ist Hersteller von Produkten in den Bereichen Spektroskopie, Laborautomation, Medizintechnik, Brandfrüherkennung und Luftfahrtsicherheit seit 1995 in Wedel.

Bildung[Bearbeiten]

Grundschulen[Bearbeiten]

Die Stadt Wedel ist Träger der Grundschulen:

  • Moorwegschule
  • Altstadtschule
  • Albert-Schweitzer-Schule

Weiterführende Schulen[Bearbeiten]

Als weiterführende Schulen stehen zur Verfügung:

  • Johann-Rist-Gymnasium
  • Regionalschule Wedel (die Regionalschule ist zum Schuljahr 2009/2010 hervorgegangen aus der Ernst-Barlach-Schule (Realschule) und der Theodor-Storm-Schule (Hauptschule))
  • Pestalozzi-Schule (Förderschule)
  • Gebrüder-Humboldt-Schule (Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe, vorher IGS Wedel)

Hochschulen[Bearbeiten]

Im Hochschulbildungsbereich bieten die Fachhochschule Wedel und die Private Berufsfachschule PTL Wedel Studiengänge und Ausbildungen im Bereich der Ingenieur- und Informationswissenschaften an.

Weitere Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Die Volkshochschule Wedel bietet ein breites Weiterbildungsprogramm für die Bürgerinnen und Bürger an. Seit 1904 wurde die städtische Volksbücherei mit dem gesamten Bücherbestand des damaligen Bürgervereins gegründet. Sie befand sich in den ersten Jahren im Flur des damaligen Leiters Rektor Otto Schulz. Nachfolger ist die Stadtbücherei Wedel, Rosengarten 6–8.[9]

Kultur[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Wedel stehen die in der Denkmalliste des Kreises Pinneberg eingetragenen Kulturdenkmale in Wedel.

Theaterschiff Batavia in der Wedeler Au

Das Theater Wedel ist ein Amateurtheater. 1965 gründete der Krimiautor Hansjörg Martin einen Arbeitskreis Laienspiel an der Wedeler Volkshochschule, aus der 1977 der Theater Wedel e. V. hervorging.

Das Theaterschiff Batavia von Hannes Grabau ist ein Schiff mit Gaststätte und einem Theater mit 70 Plätzen. Es ist ein Ort unterschiedlicher kultureller Veranstaltungen.

Im Stadtarchiv Wedel kann in rund 600 lfd. Meter Akten, Sammlungen und Abbildungen zur Geschichte der Stadt Wedel recherchiert werden. Das Stadtarchiv gibt die Beitragsreihe "Beiträge zur Wedeler Stadtgeschichte" heraus und hat eigene Zeitungskolumnen. Es befindet sich im Untergeschoss des Rathauses.

Das Stadtmuseum Wedel wurde auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung als Heimatmuseum 1912 eingerichtet. Es ist seitdem im alten Schulgebäude in der Küsterstraße 5 beheimatet.

Im August 1987 wurde das Ernst-Barlach-Museum Wedel eingerichtet. Es verfügt über eine repräsentative Sammlung von Skulpturen, Zeichnungen, Holzschnitten, Lithographien, Briefen und Manuskripten Ernst Barlachs. Außerdem finden hier in regelmäßigen Abständen auch Ausstellungen und Veranstaltungen zu Kunst und Literatur der klassischen Moderne und zu zeitgenössischen und populären Themen statt.[10]

Siehe auch: Ernst Barlach Gesellschaft Hamburg

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Die erste Zahl gibt das Jahr der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Carsten Dürkob: Wedel. Eine Stadtgeschichte. Beig, Pinneberg 2000, ISBN 3-923457-52-9.
  • Gunther Gerhardt: Wedel. Stadt im Wandel. Sutton, Erfurt 2012, ISBN 978-3-86680-982-6.
  • Stadtverwaltung Wedel (Hrsg.): Wedel. Werden und Wachsen einer Stadt. Ein Heimatbuch. Alster-Verlag, Hamburg 1939.
  • Stadt Wedel (Holstein), der Magistrat (Hrsg.), Planverfasser: Planungsgruppe Holstein Mitte: Der Städtebauliche Rahmenplan 1982 für die Altstadt. oO, 1985.
  • Stadtverwaltung Wedel: Stadt Wedel. Reken 1993.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. SPD-Rebellen gründen eigene Fraktion In: Wedel-Schulauer Tageblatt vom 18. November 2013. Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag GmbH & Co. KG, Flensburg 2013 (online).
  3. Dürkob, S. 259ff.
  4. Thies Bitterling in Verehrt – verkannt – verleumdet: Die Bürgermeister Wedels von 1902–1971, Band 7 der Beiträge zur Wedeler Stadtgeschichte
  5. a b Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein, Landesarchiv Schleswig-Holstein
  6. a b Bundesverkehrswegeplan, Anlage, Schleswig-Holstein
  7. Flächennutzungsplan Wedel.
  8. Für den Erhalt der Altstadt. Internetseite Bürgerinitiativen alt-wedel.de. Abgerufen am 18. Januar 2012
  9. Internet-Archiv der Stadtbücherei Wedel
  10. Ernst Barlach Museum Wedel, Ernst Barlach Gesellschaft Hamburg