Ellerau
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Segeberg | |
| Höhe: | 24 m ü. NN | |
| Fläche: | 7,09 km² | |
| Einwohner: |
5884 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 830 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 25479 | |
| Vorwahl: | 04106 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SE | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 60 019 | |
| LOCODE: | DE ELU | |
| NUTS: | DEF0D | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Berliner Damm 2 25479 Ellerau |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Eckart Urban (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Ellerau im Kreis Segeberg | ||
Ellerau ['ɛləˌraʊ] ist eine Gemeinde im Süden Schleswig-Holsteins. Sie liegt nahe bei Quickborn nördlich von Hamburg und gehört zum Kreis Segeberg.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Ellerau liegt an der Krumbek, einem kleinen Bach. Die südwestliche Grenze der Gemeinde wird durch die Gronau gebildet, die westliche durch die Pinnau. Im Norden der Gemarkung fließt der Ebach.
Im Ortszentrum von Ellerau wird die Krumbek zu einigen Teichen aufgestaut, die in einem kleinen Park liegen.
Benachbarte Gemeinden und Städte sind:
- Alveslohe im Norden
- Bilsen im Westen
- Quickborn im Süden
- Quickborn-Heide im Südosten und Osten
- Norderstedt im Südosten
Geschichte [Bearbeiten]
Ellerau wurde im Jahr 1449 erstmals urkundlich erwähnt. Es gehörte zum Gut Kaden und wurde hauptsächlich von Leibeigenen bewohnt. Die Leibeigenschaft wurde im Herzogtum Holstein zum 1. Januar 1805 durch Christian VII. aufgehoben. Danach wurden die Leibeigenen zu Pächtern oder Hörigen, die immer noch vom Gut abhängig waren. Der Gutverband wurde 1873 aufgelöst und die Ellerauer Bauern konnten ihr Land erwerben.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wuchs Ellerau vor allem durch Zuzug von Flüchtlingen und später Pendlern von 550 Einwohnern auf die heutige Größe.
Bis 1998 gehörte Ellerau dem Amt Kaltenkirchen-Land an. Nach dem Austritt aus dem Amt besaß die Gemeinde eine eigene Verwaltung mit einem hauptamtlichen Bürgermeister. Im Zuge der Verwaltungsstrukturreform bildet Ellerau seit dem 1. Januar 2007 eine Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Norderstedt.
Politik [Bearbeiten]
Seit der Kommunalwahl 2008 besteht die Gemeindevertretung durch Überhangmandate aus 24 Mitgliedern. Die SPD hat vier und die CDU zwei Sitze. Die FDP und die Wählergemeinschaften BVE und BürgerForum haben je drei Sitze. Die Wählergemeinschaft AE hatte zunächst neun Sitze. Nach Rücktritten innerhalb der AE-Fraktion hat diese nur noch fünf Sitze. Da nur ein Nachrücker benannt werden konnten, hat die Gemeindevertretung heute nur noch 20 Mitglieder.
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung: „In Gold ein schräglinker blauer Wellenbalken, begleitet von zwei schwarzen Erlenzweigen mit grünen Blättern und schwarzen Kätzchen (oberer Zweig) bzw. schwarzen Zapfen (unterer Zweig), der obere Zweig nach links, der untere nach rechts gewandt.“[2]
Historische Begründung: Der Ortsname Ellerau bedeutet „Fluss bei den Erlen“. Diese Wortdeutung bestimmt den Bildinhalt des Wappens, der den Ortsnamen also „sprechend“ zum Ausdruck bringen will. Darüber hinaus symbolisieren die Zweige die zahlreichen Erlengehölze auf dem Gemeindegebiet und der Wellenbalken die kleine in diesem vorhandene, in die Pinnau mündende Au, die beide schon den Ortsnamen bestimmt haben. Vermutlich in älterer Zeit Bestandteil eines gleichnamigen Meierhofes, gehörte Ellerau bis 1867 zum Gut Kaden. Danach wurde es selbstständige Gemeinde. 1928 wurde der aufgelöste Gutsbezirk Kaden nicht dieser Gemeinde, sondern dem benachbarten Alveslohe eingegliedert.
Flagge [Bearbeiten]
Auf gelbem, oben und unten von einem blauen Streifen begrenztem Flaggentuch der obere Erlenzweig des Gemeindewappens, jedoch mit grünen Holzteilen und Blütenständen, nach vorn, in die Mitte des Lieks, verschoben.
Partnerschaften [Bearbeiten]
Seit 1979 gibt es eine Partnerschaft zwischen der Gemeinde Ellerau und Højer (dt. Hoyer) in Dänemark. Nach einer Kommunalreform im Jahr 2007 ist Højer in der Großkommune Tondern aufgegangen. Um die Lebendigkeit der Partnerschaft zu erhalten, wurde 2010 der Freundeskreis Ellerau-Højer gegründet.
Wirtschaft [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Ellerau verfügt über einen Bahnhof und einen Haltepunkt der AKN auf der Linie A1, von denen aus man in 39 bis 47 Minuten zum Hamburger Hauptbahnhof fahren kann. Der Autobahnanschluss Nr. 21 liegt nur fünf Minuten entfernt (A 7). Ebenfalls gibt es eine Busverbindung nach Norderstedt und eine nach Quickborn.
Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]
Es gibt in mehreren Gewerbegebieten zahlreiche Handels- und Gewerbebetriebe. Die großen Fabriken sind mittlerweile nicht mehr präsent in Ellerau. Darunter auch die Kunststofffabrik „Devalit“, die bis 1994 für die Automobilindustrie fertigte. Von 1946 bis 1989 war die Damenmodefabrik „Arthur Erlhoff“, welche unter dem Label „erle zf“ europaweit bekannt war, das wirtschaftliche Herzstück Elleraus. Nach der Pleite 1989 wurde die Fabrik am Ortseingang von der Modefirma Jil Sander AG aufgekauft. Anfang 2006 wurde auch diese letzte große Fabrik geschlossen, weil der neue Eigner Prada die Textilfertigung nach Italien verlegte. Im Juli 2007 erfolgte ein Teilabriss der Textilfabrik. Auf dem Gelände wurde im Mai und August 2008 ein Nahversorgungszentrum eröffnet.
Im Ende der 1990er Jahre neu geschaffenen Gewerbegebiet Ellerau-Ost hat sich ein Branchenmix aus dem Handwerk und der Industrie angesiedelt. Durch seine Nähe zur Autobahn 7 und den günstigen Preis für Gewerbeflächen, hat sich das Gewerbegebiet Ellerau-Ost zu einem Wirtschaftsstandort besonders für Firmengründer entwickelt.
Größtes Unternehmen ist zurzeit die Unternehmensberatung „agens consulting“ mit zirka 120 Mitarbeitern.
Literatur [Bearbeiten]
- Heinrich, Olga und Heinrich, Hans: Chronik von Ellerau, Ellerau 1977
Quellen [Bearbeiten]
- ↑ Statistikamt Nord: Bevölkerung in Schleswig-Holstein am 31. Dezember 2011 nach Kreisen, Ämtern, amtsfreien Gemeinden und Städten (PDF-Datei; 205 kB) (Hilfe dazu)
- ↑ Landesarchiv Schleswig-Holstein, Wappenrolle
Weblinks [Bearbeiten]
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