Wacken

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Wacken (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wacken
Wacken
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wacken hervorgehoben
54.0198999.377626Koordinaten: 54° 1′ N, 9° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Steinburg
Amt: Schenefeld
Höhe: 26 m ü. NHN
Fläche: 7,1 km²
Einwohner: 1819 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 256 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25596
Vorwahl: 04827
Kfz-Kennzeichen: IZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 61 107
Adresse der Amtsverwaltung: Mühlenstraße 2
25560 Schenefeld
Webpräsenz: www.wacken.de
Bürgermeister: Axel Kunkel (CDU)
Lage der Gemeinde Wacken im Kreis Steinburg
Karte

Wacken ist eine Gemeinde im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein.

Bekannt ist das Dorf durch das Musikfestival Wacken Open Air, das jährlich Anfang August stattfindet und mit mehr als 70.000 Besuchern das weltgrößte Metal-Festival ist.[2]

Geografie[Bearbeiten]

Wacken liegt etwa 12 km nordwestlich von Itzehoe und 6 km östlich des Nord-Ostsee-Kanals. Östlich des Ortes befinden sich die Tagebaurestlöcher Alsens Tongrube.

Geschichte[Bearbeiten]

Wacken wurde 1148 erstmals nachweislich erwähnt. Relikte aus germanischer Vorzeit, wie ein Hünengrab, deuten auf eine ältere Besiedlung hin. Der bedeutendste Fund sind drei Gürtelschnallen aus der Bronzezeit, die heute im Landesmuseum Schloss Gottorf in Schleswig ausgestellt sind.

Ein Grabhügel liegt direkt auf dem „Twischelberg“ in der Nähe der Grund- und Hauptschule und ist nicht näher ausgeschildert.

Politik[Bearbeiten]

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2013 acht Sitze, die SPD drei und die Wählergemeinschaft ABW hat zwei.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber mit rotem Schildbord eine grüne metallene Schale mit flachgewölbtem Boden, eingezogenem, hohem Rand und zwei senkrecht gestellten Griffen.“[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wacken Open Air[Bearbeiten]

Hauptartikel: Wacken Open Air

Durch die alljährlich auftretenden Menschenmassen aufgrund des Wacken Open Air steigern sich die Einnahmen der ortsansässigen Betriebe, allen voran Lebensmittel- und Einzelhandelsgeschäfte sowie Gastronomie, deutlich. Während dieser Zeit wird in örtlichen Supermärkten ein Vielfaches mehr an Waren verkauft als gewöhnlich.[4] Auch der Wirt der örtlichen Gastwirtschaft Zur Post richtet an diesen Tagen auf dem Festivalgelände einen groß dimensionierten Biergarten mit 3500 Plätzen ein und kann auch die Einnahmen seines Lokals drastisch erhöhen.

Die Sparkasse Westholstein (ehemals Landsparkasse Schenefeld) gibt seit 2008 eine co-gebrandete Prepaid-Kreditkarte namens „Wacken Card“ heraus und konnte so im Jahr 2008 die Zahl ihrer Kreditkartenkunden um 50 % steigern.[5] Für die Zeit des Festivals stellt die Sparkasse darüber hinaus zur Bargeldversorgung der Besucher mehrere Geldautomaten auf dem Festivalgelände zur Verfügung; 2008 wurde darüber und über die Geldautomaten der ortsansässigen Filiale bei 13.800 Transaktionen eine Summe von rund 1,4 Millionen € ausgezahlt.[6]

Auch darüber hinaus profitieren die Bewohner Wackens von der Veranstaltung, vor allem Kinder und Jugendliche können durch kleine Kurierdienste ihr Taschengeld aufbessern.[7]

Die Wackener Geschäfte und Gastronomiebetriebe haben 2007 durch das Festival Einnahmen von rund 4350 € pro Einwohner der Gemeinde Wacken erzielt.[8]

Verkehr[Bearbeiten]

Ca. 3 km nördlich verläuft die Autobahn A 23 von Hamburg nach Heide mit den Anschlussstellen Hanerau-Hademarschen (AS 6) und Schenefeld (AS 7). Die Landesstraßen L 130 und L 131 verbinden den Ort mit der Autobahn und den umliegenden Gemeinden. Südlich liegt die Landesstraße L 327 (ehemalige Bundesstraße 431).

Siehe auch[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Legband: Arche Noah Wacken. Ein Paradies in Schleswig-Holstein. Hamburg 2006
  • Peter Martens, Gemeinde Wacken (Hrsg.): Chronik von Wacken im Westerkrug, Bd. I, Wacken 1997
  • Johannes Wittmaack: Kirchspiel Wacken. In: Jürgen Kleen, Georg Reimer, Paul von Hedemann-Heespen (Hrsg.): Heimatbuch des Kreises Rendsburg. Möller, Rendsburg 1922, S. 618–625

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wacken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Metal Festival Landkarte - Disctopia Metal Webzine, zuletzt abgerufen am 16. Januar 2014
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein, zuletzt abgerufen am 3. August 2010
  4. Steffen Gerth: Wir lieben Heavy Metal, in: Der Handel Nr. 09/2008, S. 34-36
  5. o. V.: „Nur die Harten bekomm' die Karten“, in Die SparkassenZeitung Nr. 34/2008, S. 9
  6. o. V.: Millionen für die Fans, in: Die SparkassenZeitung Nr. 34/2008, S. 9
  7. Wacken Roll, hrsg. von Andreas Schöwe, St. Andrä-Wördern 2009, S. 119-121
  8. Vivien Pieper: Die Welt in Zahlen, in: brand eins, Heft 08/2007, S. 12
  9. Turm in Wacken glänzt mit Metal-Anstrich