Wilhelm Wieben

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Sprecher der ARD-Tagesschau; zum SS-Offizier und Einsatzgruppen-Kommandeur siehe Wilhelm Wiebens.

Wilhelm Wieben (* 2. Juni 1935 in Hennstedt, Kreis Dithmarschen) ist ein deutscher Fernsehmoderator, Schauspieler und Autor. Von 1973 bis 1998 war er Sprecher der ARD-Tagesschau.

Wilhelm Wieben Hamburg 2010

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Biografie

Nach erster Berufstätigkeit in der Kommunalverwaltung absolvierte Wieben eine Schauspielausbildung an der Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel in Berlin mit kleineren Rollen am Theater. Danach arbeitete er als Rundfunksprecher beim Sender Freies Berlin, ehe er zu Radio Bremen wechselte, wo er häufiger eingesetzt wurde. Im Fernsehen debütierte er als Ansager 1963.[1] Unter anderem sagte er die erste Sendung des Beat-Clubs an. Er arbeitete seit 1966 in der Tagesschau-Redaktion in Hamburg. 1973 gab er seinen Einstand als On-Sprecher der Tagesschau. 1974 sprach er erstmals die 20-Uhr-Ausgabe, 1998 letztmals. Er verabschiedet sich damals mit den knappen Worten „Das war’s, danke“. Im Titel Jeanny des österreichischen Sängers Falco aus dem Jahre 1985 sprach er den darin vorkommenden Newsflash. Einen kurzen Filmauftritt hat er in der Komödie von 1995 „Club las Piranjas“ zusammen mit Tana Schanzara und 2007 steuerte er das Intro des 80’s Flashback-Samplers bei, auf dem bekannte deutsche Hip-Hop-Künstler Erfolge der 1980er Jahre neu interpretieren. Erwähnt wird er auch in den Liedern Mein Ding, von Udo Lindenberg, und "Können diese Augen lügen?" von der Hamburger Hip-Hop Gruppe Fettes Brot. Im Jahr 2004 synchronisierte er einen Nachrichtensprecher in dem Animationsfilm Die Unglaublichen.[2]

Wieben ist homosexuell, hat dies aber stets diskret behandelt. Inge Meysel outete ihn 1995, indem sie in einem Interview mit dem Stern erklärte: „Eigentlich habe ich nur schwule Freunde. Ich verreise zum Beispiel gerne mit Wilhelm Wieben.“ Er verübelte Meysel das unfreiwillige Outing allerdings nicht und hat sich 2006 auch selbst öffentlich zu seiner Sexualität bekannt.

Heute schreibt der in Hamburg-Winterhude allein lebende Wieben vor allem Bücher auf Plattdeutsch und rezitiert aus ihnen. Er sieht Plattdeutsch als seine Muttersprache an; Hochdeutsch habe er erst in der Schule gelernt. Neben seinen eigenen Büchern liest er auch aus zahlreichen anderen Werken, spricht Hörbücher ein und ist gelegentlich als Fernsehmoderator aktiv.

Auszeichnung

[Bearbeiten] Werke

[Bearbeiten] Bücher

[Bearbeiten] Tonträger (als Sprecher)

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Anonymus: Sie haben immer das letzte Wort. Die Fernseh-Ansagerinnen wurden schon vorgestellt. Heute nun sind die Herren Kollegen an der Reihe. Hörzu[?], Heft ? (März 1964).
  2. Hinweis bei synchronsprecher.com
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen