Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen

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Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen
Logo des WBGU
Gründung 1992
Sitz Berlin, Deutschland
Website www.wbgu.de

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) wurde 1992 im Umfeld der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung, UNCED („Erdgipfel von Rio de Janeiro“) von der deutschen Bundesregierung als unabhängiges wissenschaftliches Beratungsgremium eingerichtet. Im Laufe seiner jeweils vierjährigen Berufungsperiode übergibt der WBGU dem Bundeskabinett Hauptgutachten mit Handlungs- und Forschungsempfehlungen zur Bewältigung globaler Umwelt- und Entwicklungsprobleme. In Sondergutachten und Politikpapieren nimmt der WBGU auch zu aktuellen Anlässen Stellung, wie beispielsweise zu den internationalen Klimakonferenzen oder der Doppelpräsidentschaft Deutschlands in der EU und G8 im Jahr 2007.

Die Hauptaufgabe des interdisziplinär besetzten WBGU ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse aus allen Bereichen des Globalen Wandels auszuwerten und daraus politische Handlungs- und Forschungsempfehlungen für eine nachhaltige Entwicklung abzuleiten. Zu den Aufgaben des WBGU zählt auch Öffentlichkeitsarbeit.

Inhaltsverzeichnis

Gutachten[Bearbeiten]

Hauptgutachten[Bearbeiten]

„Welt im Wandel – Menschheitserbe Meer“ (2013) [1][Bearbeiten]

Trotz zahlreicher völkerrechtlicher Abkommen und freiwilliger Verpflichtungen werden die Meere immer noch massiv überfischt, verschmutzt und zunehmend als letzte große Ressourcenquelle der Erde ausgebeutet. Den schlechten Zustand der Meere nimmt der WBGU jetzt zum Anlass, eine langfristige Vision für einen nachhaltigen Umgang mit dem blauen Kontinent zu entwickeln: Alle Meereszonen mit Ausnahme des Küstenmeeres sollten zum gemeinsamen Erbe der Menschheit erklärt werden. Um diesem Fernziel für die Meeres-Governance näher zu kommen stellt der WBGU zusätzlich Handlungsempfehlungen vor, die an laufende Politikprozesse anschließen. Dafür betrachtet er beispielhaft die beiden Schwerpunkte Nahrung – nachhaltige Fischerei und Aquakultur – sowie Energie aus dem Meer. Das Gutachten zeigt, dass ein nachhaltiger Umgang mit den Meeren dringend notwendig ist, dass eine Transformation zur klimaverträglichen, nachhaltigen Gesellschaft auch mit den Meeren möglich ist und dass sie weltweit erhebliche Vorteile für eine nachhaltige Energieversorgung sowie für die Ernährungssicherheit bringen kann.

„Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“ (2011) [2][Bearbeiten]

Das 2011 als Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation vorgestellte Hauptgutachten für die Rio+20-Konferenz im Juni 2012 sieht die dringende Notwendigkeit einer post-fossilen Wirtschaftsweise. Um die entsprechende Transformation durchzuführen, müsse ein Gesellschaftsvertrag zur Innovation durch einen neuartigen Diskurs zwischen Regierungen und Bürgern innerhalb und außerhalb der Grenzen des Nationalstaats geschlossen werden.

Der Historiker Wolfgang Wippermann kritisierte das in diesem Gutachten vorgeschlagene Vorgehen als undemokratische Dystopie, mit dem das Gremium seine Kompetenzen weit überschreite.[3] Dagegen schreibt die Tageszeitung (taz) über das Gutachten Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation: „Der Wissenschaftliche Beirat brütet schon lange über dem Gutachten, aber mit der Atomkatastrophe in Japan hat das Ganze die nötige Brisanz gewonnen. Täglich führen die Notmaßnahmen an der Pazifikküste vor Augen, dass die Energiewende kein nettes Ökoträumchen ist, sondern bare Notwendigkeit. (...) Nun das Wichtige: Es gibt Feinde einer solchen Energierevolution. (...) Diese Feinde des Energieumbaus muss man entweder als Befürworter gewinnen oder entmachten. Die letzten Jahrzehnte haben gezeigt, dass sie nur mit klaren Gesetzen zum Handeln bewegt werden können. Sie erkennen dann ihre Chancen oder steigen aus. Wir können nicht noch ein halbes Dutzend Gutachten, Naturkatastrophen und Ölkriege abwarten. Das würde dann doch zu teuer.“[4]

Ebenfalls in der tageszeitung (taz) schrieb Bernhard Pötter im Juni 2011: „Aber nun greifen sie zum großen Knüppel. `Ökodiktatur´ lautet der Vorwurf von RWE-Chef Großmann an die Bundesregierung, das Gleiche kommt von der übrigen Atomlobby, der Tagesspiegel wähnt den WBGU auf dem Weg zur „jakobinischen Ökodiktatur“ und Springers Welt macht gleich eine ganze Debattenreihe dazu. Sie alle bezeichnen damit nicht etwa Normen, die gegen die Verfassung verstoßen, sondern Gesetze und Verordnungen, die öffentlich diskutiert und parlamentarisch abgestimmt werden und gegen die vor deutschen Gerichten geklagt werden kann. (...) Diese Kritiker greifen zu einem beliebten Trick, um ökologischen Fortschritt zu diffamieren. Denn die Ökodiktatur wurde von ihren Gegnern schon mehrfach proklamiert: Bei der Bekanntgabe der EU-Klimaziele ebenso wie bei der Einführung der Energiesparbirne oder beim Dosenpfand. Immer stand natürlich die Existenz unserer Demokratie auf dem Spiel, immer hat sie trotzdem irgendwie überlebt. Kein Wunder: Schließlich ist die Ökodiktatur nur ein Popanz der Anti-Ökos ohne Substanz, Theorie oder Verankerung. Niemand will sie, nur für ihre Gegner ist sie sehr praktisch. (...) Der alten Machtelite des fossil-konservativen Komplexes schwimmen die Felle weg, weil sie auf die drängenden Fragen der Zukunft keine besseren Antworten haben als die Ökos sie schon seit Jahrzehnten formulieren. (...) Der Vorrang für das Überleben hat nichts mit Diktatur zu tun, sondern ist eine rationale Güterabwägung. Daraus folgen aber neue Definitionen. „Freiheit“ etwa ist mehr als ökonomischer Liberalismus, sie kann auch im Verzicht liegen: Freiheit von Verkehrsstau und vom Billigschnitzel, Freiheit von der Angst vor dem atomaren GAU. Die Entkopplung von Freiheit und Wirtschaften ist noch wichtiger als die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch. „Fahrverzicht für freie Bürger“ wäre ein Slogan, der diese neue Form von Freiheit auf den Punkt brächte.“[5]

Claus Leggewie, Professor für Politikwissenschaft und WBGU-Mitglied, stuft die Warnungen vor einer „Ökodiktatur“ als Verschwörungstheorie ein. Entgegen der Behauptungen der Kritiker ziele das WBGU-Gutachten auf eine Stärkung der Demokratie ab. Der Staat müsse sich für die Herausforderungen der Zukunft Legitimation durch mehr Bürgerbeteiligung verschaffen. Die vom WBGU vorgeschlagene Zukunftskammer solle beratende Funktion haben und stelle in keinerlei Weise eine Einschränkung demokratischer Prinzipien dar.[6]

„Welt im Wandel – Zukunftsfähige Bioenergie und nachhaltige Landnutzung“ (2008) [7][Bearbeiten]

Angesichts der großen Chancen und Risiken sowie der Komplexität ist Bioenergie in kurzer Zeit zu einer anspruchsvollen politischen Regulierungs- und Gestaltungsaufgabe geworden, die nur durch weltweite Kooperation und internationale Rahmensetzung gelöst werden kann. Die zentrale Botschaft des WBGU lautet, dass die weltweit vorhandenen nachhaltigen Potenziale der Bioenergie genutzt werden sollten, solange Gefährdungen der Nachhaltigkeit ausgeschlossen werden können, insbesondere der Ernährungssicherheit sowie der Ziele von Natur- und Klimaschutz.

„Welt im Wandel – Sicherheitsrisiko Klimawandel“ (2007) [8][Bearbeiten]

Der Klimawandel wird ohne entschiedenes Gegensteuern bereits in den kommenden Jahrzehnten die Anpassungsfähigkeiten vieler Gesellschaften überfordern. Daraus könnten Gewalt und Destabilisierung erwachsen, die die nationale und internationale Sicherheit in einem bisher unbekannten Ausmaß bedrohen. Der Klimawandel könnte die Staatengemeinschaft aber auch zusammenführen, wenn sie ihn als Menschheitsbedrohung versteht und in den kommenden Jahren durch eine energische und weltweit abgestimmte Klimapolitik die Weichen für die Vermeidung eines gefährlichen anthropogenen Klimawandels stellt. Gelingt dies nicht, wird der Klimawandel zunehmend Spaltungs- und Konfliktlinien in der internationalen Politik hervorrufen, weil er vielfältige Verteilungskonflikte in und zwischen Ländern auslöst: Um Wasser, um Land, um die Bewältigung von Flüchtlingsbewegungen oder um Kompensationszahlungen zwischen den wesentlichen Verursachern des Klimawandels und den Ländern, die vor allem von dessen destruktiven Wirkungen betroffen sein werden. Vor diesem Hintergrund fasst der WBGU mit dem vorliegenden Hauptgutachten den derzeitigen Stand des Wissens zum Zukunftsthema „Sicherheitsrisiko Klimawandel“ zusammen. Grundlage hierfür sind die Erkenntnisse der Umweltkonflikt- und Kriegsursachenforschung sowie der Klimafolgenforschung. Es wurden einerseits Erfahrungen der Vergangenheit aufgearbeitet, zugleich aber ein Blick weit in die Zukunft gewagt, um die sich anbahnenden Wirkungen des Klimawandels auf nationale Gesellschaften, Weltregionen und das internationale System abzuschätzen.

„Welt im Wandel – Armutsbekämpfung durch Umweltpolitik“ (2004) [9][Bearbeiten]

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts zählen Armutsbekämpfung und Umweltschutz zu den größten Herausforderungen der Weltgemeinschaft. Umweltveränderungen werden künftig in noch größerem Umfang existenzbedrohende Auswirkungen haben, von denen besonders die Armen betroffen sein werden. Um diese Herausforderungen bewältigen zu können, muss die Partnerschaft zwischen Industrie- und Entwicklungsländern mit neuem Leben gefüllt werden. Armutsbekämpfung und Umweltschutz müssen von der lokalen bis zur globalen Ebene zu einer kohärenten Politik verknüpft werden. Der WBGU zeigt in diesem Gutachten, dass globale Armutsbekämpfung globale Umweltpolitik voraussetzt. Er analysiert die relevanten Politikprozesse und gibt konkrete Empfehlungen zur Problembewältigung.

„Welt im Wandel – Energiewende zur Nachhaltigkeit“ (2003) [10][Bearbeiten]

Das Recht der Entwicklungsländer auf Entwicklung und die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen sind die wesentlichen Herausforderungen bei einer Energiewende zur Nachhaltigkeit und der Ausgangspunkt dieses Gutachtens. Wenn die Politik entschieden handelt, ist die Transformation der globalen Energiesysteme ohne gravierende Einschränkungen möglich und finanzierbar: Die Energieeffizienz muss gesteigert, der Anteil fossiler Energieträger deutlich verringert und die erneuerbaren Energien massiv gefördert werden. Für den Einstieg in das Solarzeitalter hat der WBGU einen Fahrplan mit konkreten Zielen und Maßnahmen entwickelt.

„Welt im Wandel – Neue Strukturen globaler Umweltpolitik“ (2000) [11][Bearbeiten]

Heute sind über 900 bi- oder multilaterale Umweltverträge in Kraft, dennoch bleiben die drängendsten Probleme des Globalen Wandels ungelöst bzw. verschärfen sich weiter. Das internationale Institutionen- und Organisationengefüge erweist sich als zu schwach, um diesen Herausforderungen effektiv und effizient zu begegnen. Daher entwickelt der WBGU eine Vision für eine Reform der Vereinten Nationen im Umweltbereich (Earth Alliance). Die Earth Alliance umfasst drei miteinander kooperierende Bereiche. Als Autorität bei der Bewertung von Umweltproblemen wird erstens die Einrichtung einer unabhängigen Instanz vorgeschlagen, die auf besonders risikoreiche Entwicklungen des Globalen Wandels (früh-)warnend hinweisen soll (Earth Assessment). Zweitens werden Änderungen des organisatorischen Kerns der internationalen Umweltpolitik empfohlen (Earth Organization). Im Zentrum steht dabei die stufenweise Einrichtung einer Internationalen Umweltorganisation, als deren Nukleus das bestehende Umweltprogramm der Vereinten Nationen dienen soll. Drittens werden neue Wege zur Finanzierung globaler Umweltpolitik aufgezeigt (Earth Funding).

„Welt im Wandel – Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Biosphäre“ (1999) [12][Bearbeiten]

Ausgehend von einer Analyse der Krise der globalen Biosphäre und ihrer Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung leitet der WBGU Prinzipien für eine erfolgreiche internationale "Biosphärenpolitik" ab. Der Beirat geht von dem Ansatz aus, dass Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Biosphäre integriert betrachtet werden müssen. Es wird Politikberatung zu einer breiten Palette von Themen geboten: von der Bioprospektierung bis zu einer nachhaltigen Landnutzung, vom bioregionalen Management bis zum Naturschutz, von der Bekämpfung des Raubbaus an Naturressourcen bis zur Erdsystemanalyse. Besonderes Gewicht liegt auf Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Biodiversitätskonvention, zur internationalen wissenschaftlichen Politikberatung, zur Biosphärenforschung und zu finanziellen Rahmenbedingungen für Biosphärenpolitik.

„Welt im Wandel – Strategien zur Bewältigung globaler Umweltrisiken“ (1998) [13][Bearbeiten]

Globale Risikopotentiale und ihre Wechselwirkungen mit ökonomischen, sozialen und ökologischen Wandlungsprozessen sind zu einer Herausforderung für die internationale Gemeinschaft geworden. Niemals zuvor haben die Eingriffe des Menschen in die Natur eine globale Reichweite erreicht. Dazu haben auf der einen Seite u. a. die Zunahme der Weltbevölkerung, vor allem in den Entwicklungsländern, und auf der anderen Seite die Erhöhung des Anspruchsniveaus der Menschen in Verbindung mit einer bestimmten Wirtschafts- und Produktionsweise, vor allem in den Industrieländern, beigetragen. Mit diesem Gutachten will der Beirat einen konstruktiven Beitrag zu einem effektiven, effizienten und sachlichen Umgang mit Risiken des Globalen Wandels leisten. Dabei werden die global relevanten Risiken typisiert und diesen Typen bewährte, aber auch innovative Strategien zur Risikobewertung und Instrumente für das Risikomanagement zugeordnet, so daß Managementprioritäten festgelegt werden können. Gleichzeitig ist es aber unmöglich, sich gegen alle globalen Risiken abzusichern, zumal mit Risiken auch Chancen verbunden sind. Um die Risiken des Globalen Wandels für die Völkergemeinschaft so gering wie möglich zu halten, empfiehlt der WBGU übergreifende Maßnahmen für die internationale Politik, wie eine weltweite Angleichung des Haftungsrechts, die Schaffung von Umwelthaftungsfonds, die Einrichtung eines "UN Risk Assessment Panel" und Strategien zur Minderung der Risikoanfälligkeit. Außerdem plädiert der WBGU für eine verbesserte Forschungsförderung und die Sicherstellung einer unabhängigen Grundlagenforschung.

„Welt im Wandel – Wege zu einem nachhaltigen Umgang mit Süßwasser“ (1997) [14][Bearbeiten]

Die globale Süßwasserkrise wird sich zukünftig weiter verschärfen. Neueste Analysen des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen zeigen nicht nur die heutigen Brennpunkte, sondern auch die zukünftig für Wasserkrisen besonders anfälligen Weltregionen auf. Zusätzlich werden drei eng mit der globalen Süßwasserkrise in Verbindung stehende "Krankheitsbilder der Erde" untersucht. Aus dieser Zusammenschau leiten die Wissenschaftler in ihrem Bericht Handlungsempfehlungen für die Politik ab. Übergreifend schlägt das Expertengremium vor, eine "Weltwassercharta" zu initiieren, die die internationale Gemeinschaft auf gemeinsame Prinzipien zu einem "Guten Umgang mit Wasser" verpflichtet. Hierauf aufbauend sollte ein "Globales Aktionsprogramm" zur detaillierten Ausgestaltung und Umsetzung der vereinbarten Prinzipien entwickelt werden. Ein solches Aktionsprogramm ist nach den Vorstellungen der Wissenschaftler international nur mit Hilfe einer durchsetzungsfähigen Organisation umsetzbar. Daher fordert der WBGU, im Rahmen der Vereinten Nationen die vorhandenen Umwelt- und Entwicklungsinstitutionen und -programme in einer gestärkten "Organisation für nachhaltige Entwicklung" zu konsolidieren.

„Welt im Wandel – Herausforderung für die deutsche Wissenschaft“ (1996) [15][Bearbeiten]

Die Menschheit hat zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen Punkt erreicht, an dem Entwicklungs- und Umweltprobleme zu einer ernsthaften globalen Überlebenskrise geführt haben. Die Wissenschaft hat darauf bislang keine oder nur unzureichende Antworten geliefert. Die vorliegenden einzelwissenschaftlichen Analysen erweisen sich aufgrund der Komplexität und Vernetztheit der Probleme als unbefriedigend. Der WBGU bemängelt in diesem Bericht außerdem, dass die deutsche Forschung zum Globalen Wandel zu wenig international ausgerichtet, zu stark an Einzeldisziplinen orientiert und in der politikrelevanten Aufbereitung zu schwach entwickelt ist. Als Alternative werden neue Möglichkeiten zu Strukturveränderungen in der Forschungslandschaft aufgezeigt. Dazu hat das Expertengremium einen neuen Ansatz zur Erforschung des Globalen Wandels vorgelegt: den Syndromansatz. Hiermit können die "Erkrankungen" des Planeten Erde systematisch beschrieben und analysiert werden, mit dem Ziel, Lösungsansätze zu entwickeln. Die 16 wichtigsten Syndrome oder Krankheitsbilder der Erde wurden identifiziert.

„Welt im Wandel – Wege zur Lösung globaler Umweltprobleme“ (1995) [16][Bearbeiten]

Der WBGU beschreibt in diesem Gutachten Wege zur Lösung globaler Umweltprobleme. Zwar sind in vielen Bereichen endgültige Lösungen nicht erkennbar, noch aber scheinen bei entsprechendem Willen und Handeln der Beteiligten irreversible katastrophale Schäden der globalen Umwelt im Prinzip vermeidbar. Ob diese Wege auch wirklich beschritten werden, muss die Zukunft zeigen, denn dazu sind große Anstrengungen und erhebliche Umorientierungen im lokalen, nationalen und globalen Maßstab notwendig. Zwei Wege sind parallel zu verfolgen: Zum einen sollten die gesellschaftlichen Voraussetzungen zur Lösung globaler Umweltprobleme verbessert werden. Diese Maßnahmen auf individueller und institutioneller Ebene fordern Staat und Gesellschaft, wobei auch die Nichtregierungsorganisationen eine bedeutende Rolle spielen können. Zum anderen sollten für verschiedene Bereiche globaler Umweltprobleme in einem demokratischen Abstimmungsprozess internationale Vereinbarungen formuliert bzw. verschärft und mit geeigneten Maßnahmen durchgesetzt werden.

„Welt im Wandel – Die Gefährdung der Böden“ (1994) [17][Bearbeiten]

Die Böden bilden eine essentielle, bisher zu wenig beachtete Lebensgrundlage der Menschheit. In sehr unterschiedlicher Ausprägung führen menschliche Aktivitäten an vielen Stellen der Erde zu einer Degradation der Böden, die in graduellen Abstufungen von abnehmender Fruchtbarkeit bis zur unumkehrbaren Zerstörung reicht. Viele lokale Prozesse summieren sich zu einem globalen Umwelttrend, dem dringend mit politischen Maßnahmen begegnet werden muss. Die langsame, für die menschlichen Sinne nur schwer wahrnehmbare Zerstörung der Böden hat bisher zu einer eher randständigen Behandlung dieses Themas in der Umweltdiskussion geführt. Die Bedrohung der Böden sollte aber auf der umweltpolitischen Agenda eine deutlich höhere Bedeutung erhalten: für das Schutzgut Boden sollten national wie international bessere rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. Der Beirat empfiehlt der Bundesregierung zu prüfen, ob eine differenzierte "Boden-Erklärung" ausreicht oder ob eine globale "Boden-Konvention" angestrebt werden sollte. Für beide liefert das Gutachten relevante Argumente. Mit einem solchen Instrument soll dem globalen Bodenschutz ein ähnlicher internationaler Stellenwert erkämpft werden, wie dies für den Klimaschutz schon weitgehend gelungen ist.

„Welt im Wandel – Grundstruktur globaler Mensch-Umwelt-Beziehungen“ (1993) [18][Bearbeiten]

In seinem ersten Gutachten 1993 beschreibt der WBGU die enge globale Vernetzung von Mensch und Natur, Gesellschaft und Umwelt. Globale Umweltziele und die weitere wirtschaftliche Entwicklung sollten besser aufeinander abgestimmt werden: Die Umweltpolitik sollte, bei uns wie bei den Entwicklungsländern, die globalen Umweltwirkungen weit stärker als bisher in die Rahmendaten des Wirtschaftens einbeziehen. Der Beirat gibt mit Blick auf die Haupttrends Zunahme der Weltbevölkerung, langfristig veränderte Zusammensetzung der Atmosphäre, Verlust an biologischer Vielfalt und Schädigung und Verlust von Boden einige übergreifende Empfehlungen:

– Erhöhung der Entwicklungshilfe Deutschlands auf 1% des Bruttosozialprodukts bei Neudefinition der Gruppe der "Entwicklungsländer" unter Einbeziehung von Regionen des ehemaligen Ostblocks.

– Rasche Umsetzung der Klimakonvention, d.h. Reduzierung der CO2-Emissionen, und zwar bevorzugt durch eine weltweite Zertifikats-Lösung; parallel dazu erhöhte und zweckgebundene Finanztransfers zum Schutz der tropischen Wälder.

– Sensibilisierung der Bürger für globale Umweltprobleme sowie Programme zur Förderung umweltverträgliches Handelns.

Sondergutachten[Bearbeiten]

„Kassensturz für den Weltklimavertrag – Der Budgetansatz“ (2009) [19][Bearbeiten]

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass nur noch eine begrenzte Menge an Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangen darf, um einen gefährlichen Klimawandel zu vermeiden. Deswegen schlägt der WBGU eine globale Obergrenze für Kohlendioxid aus fossilen Quellen vor ("Globalbudget"), die bis Mitte des Jahrhunderts noch ausgestoßen werden darf. Der WBGU hat bereits 1995 den Vorschlag gemacht, eine Obergrenze für eine noch akzeptable Erhöhung der globalen Mitteltemperatur zu benennen, die sog. "2°C-Leitplanke" und davon ausgehend in einer Rückrechnung, die notwendigen Emissionsreduktionen zu ermitteln. Der neue WBGU-Ansatz entwickelt diese Sichtweise weiter und macht sie anschlussfähig an die internationale Klimapolitik.

„Die Zukunft der Meere – zu warm, zu hoch, zu sauer“ (2006) [20][Bearbeiten]

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass der ungebremste, vom Menschen verursachte Ausstoß von Kohlendioxid schwerwiegende Folgen für die Weltmeere haben wird. Die fortschreitende Erwärmung zum Einen und die Versauerung der Meere zum Anderen bedrohen die Meeresumwelt sowie die durch Überfischung ohnehin schon geschwächten Fischbestände. Durch den Anstieg des Meeresspiegels sind die Küsten zunehmend Überflutungs- und Wirbelsturmrisiken ausgesetzt. Um die Nachteile für Menschen und Ökosysteme in Grenzen zu halten müssen neue Wege im Küstenschutz beschritten, Meeresschutzgebiete eingerichtet sowie Regelungen für den Umgang mit Flüchtlingen aus gefährdeten Küstengebieten beschlossen werden. Diese Maßnahmen können jedoch nur erfolgreich sein, wenn die globale Erwärmung und die Versauerung der Meere deutlich begrenzt werden. Ein ambitionierter Klimaschutz ist daher eine entscheidende Voraussetzung für erfolgreichen Meeres- und Küstenschutz.

„Über Kioto hinaus denken – Klimaschutzstrategien für das 21. Jahrhundert“ (2003) [21][Bearbeiten]

Der WBGU gibt mit diesem Sondergutachten Empfehlungen für künftige Verhandlungen im Rahmen der Klimarahmenkonvention (UNFCCC), insbesondere des Kioto-Protokolls. Drei Fragen stehen dabei im Mittelpunkt: • Was ist eine "gefährliche Klimaänderung" im Sinne des Artikels 2 UNFCCC? • Welche sozioökonomisch und technologisch möglichen Pfade zur Vermeidung einer solchen gefährlichen Klimaänderung stehen zur Verfügung? • Wie können dabei alle Länder auf gerechte Weise in die Reduktionspflichten eingebunden werden? Dazu muss der Blick weit über den Zeithorizont des zweiten Verpflichtungszeitraums des Kioto-Protokolls (nach 2012) hinausreichen, da eine Stabilisierung der Treibhausgaskonzentrationen auf einem tolerablen Niveau nur mit einer langfristigen, ehrgeizigen Minderung der Treibhausgasemissionen erreichbar ist. Das Gutachten konzentriert sich auf die Potenziale zur Minderung der Emissionen von Kohlendioxid als wichtigstem anthropogenen Treibhausgas. Dabei werden zum einen die ökonomischen und technologischen Minderungspotenziale von Emissionen, zum anderen die Bedeutung biologischer Kohlenstoffsenken und die Möglichkeiten zu ihrem Erhalt untersucht. Schließlich werden konkrete Empfehlungen zur Ausgestaltung der politischen und ökonomischen Instrumente im zweiten Verpflichtungszeitraum des Kioto-Protokolls abgeleitet

„Entgelte für die Nutzung globaler Gemeinschaftsgüter“ (2002) [22][Bearbeiten]

Die globalen Gemeinschaftsgüter wie der internationale Luftraum und die Hohe See werden zunehmend übernutzt, weil die Nutzer nicht die vollen Kosten ihres Handelns tragen müssen. Die CO2-Emissionen des internationalen Flugverkehrs und des Schiffsverkehrs fallen nicht unter die quantitativen Verpflichtungen des Kioto-Protokolls. Mit der Erhebung von Nutzungsentgelten können diese Regelungslücken geschlossen und ökologische Lenkungswirkungen zur Verringerung der Umweltschäden erzeugt werden. Zusätzlich werden Mittel gewonnen, die zweckgebunden zum Schutz und Erhalt globaler Gemeinschaftsgüter eingesetzt werden sollen. Der Beirat gibt in diesem Sondergutachten Empfehlungen zu einer politisch tragfähigen Umsetzung des Konzepts der globalen Nutzungsentgelte.

„Umwelt und Ethik“ (1999) [23][Bearbeiten]

Dürfen Menschen alles tun, was sie können? Darf die Menschheit die Natur und die Umwelt ganz für ihre Zwecke einspannen? Immer mehr Menschen fragen nach den Grenzen menschlicher Eingriffe in die Natur. Was ist ethisch erlaubt, und was sollte verboten sein? Auf diese schwierigen Fragen versucht der WBGU in diesem Buch eine Antwort zu geben. Dabei stellt er eine Reihe von Prinzipien auf, die auch bei großen wirtschaftlichen Vorteilen nicht verletzt werden dürfen. Daneben ist es Aufgabe der Ethik, allgemeingültige Kriterien aufzustellen, um zwischen konkurrierenden Anliegen abwägen zu können. Mit diesem Rüstzeug an ethischen und ökonomischen Kriterien sollte die Bundesregierung offensiv Belange des Natur- und Artenschutzes auf internationaler Ebene vertreten.“

„Die Anrechnung biologischer Quellen und Senken im Kyoto-Protokoll: Fortschritt oder Rückschlag für den globalen Umweltschutz?“ (1998) [24][Bearbeiten]

Dieses Sondergutachten bewertet das Kyoto-Protokoll im Hinblick auf die Anrechnung biologischer Quellen und Senken. Die Idee einer Verbindung von Klima- und Senkenschutz wird vom Beirat grundsätzlich befürwortet. Die Art der Anrechnung von biologischen Quellen und Senken, wie sie im Kyoto-Protokoll geregelt wird, bewertet der Beirat allerdings als unzureichend und verbesserungsbedürftig, um dem Klimaschutz und dem Schutz der biologischen Vielfalt gemeinsam zu dienen. Der derzeitige Anrechnungsmodus kann zu negativen Anreizen sowohl für den Klimaschutz als auch für den Schutz der Biodiversität und der Böden führen. Auch ist die durch terrestrische Senken erreichbare Reduktion der Netto-Emissionen mit vielen Unsicherheiten und Unwägbarkeiten verbunden. Schon bei geringfügigen Klimaänderungen können Senken zu Quellen werden. Die energiebedingten Emissionen können langfristig nicht durch die terrestrische Biosphäre kompensiert werden. Der WBGU analysiert in diesem Sondergutachten zunächst die Regelungen des Kyoto-Protokolls und stellt den Wissensstand über die Quellen- und Senkenpotenziale terrestrischer Ökosysteme sowie über die bestehenden Unsicherheiten und offenen Fragen dar. Dies ist die Grundlage für eine Bewertung der Regelungen im Kyoto-Protokoll sowie für Empfehlungen für die Interpretation und weitere Handhabung.

„Ziele für den Klimaschutz 1997“ [25][Bearbeiten]

Der WBGU gibt in dieser Stellungnahme zur dritten Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention Empfehlungen zur Ausgestaltung der in einem Protokoll zur Konvention zu vereinbarenden Pflichten. Dieses betrifft insbesondere verbindliche, zeitlich und mengenmäßig bestimmte Ziele zur Begrenzung der Emission von Treibhausgasen, die entsprechend dem auf der ersten Vertragsstaatenkonferenz beschlossenen "Berliner Mandat" für die in Anlage I der Klimarahmenkonvention aufgeführten Industriestaaten vereinbart werden sollen. Hiermit soll das zentrale Ziel der Klimarahmenkonvention erreicht werden, nämlich die Konzentrationen von Treibhausgasen auf einem Niveau zu stabilisieren, auf dem eine "gefährliche vom Menschen verursachte Störung des Klimasystems" verhindert wird.

„Szenario zur Ableitung globaler CO2-Reduktionsziele und Umsetzungsstrategien“ (1995) [26][Bearbeiten]

Aus Anlass der ersten Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) gibt der WBGU die folgende Stellungnahme zur Ableitung globaler CO2-Reduktionsziele und Umsetzungsstrategien ab. Der Beirat leitet ein globales CO2-Reduktionsziel ab, das in einem "Invers-Szenario" auf der Grundlage mathematisch-physikalischer Modelle berechnet wurde. Aus der Analyse der ökologisch und ökonomisch vermutlich noch tragbaren Belastungen durch Klimaänderungen wird zunächst ein "Toleranzfenster" für die zulässigen Klimaentwicklungen festgelegt. Ökologische Grenzen ergeben sich dabei aus der Maximaltemperatur und den Temperaturgradienten, an die sich die Biosphäre noch anpassen kann. Ökonomische Grenzen sind durch die für die Weltwirtschaft gerade noch zumutbaren Klimafolgekosten bestimmt.

Politikpapiere[Bearbeiten]

„Zivilisatorischer Fortschritt innerhalb planetarischer Leitplanken – Ein Beitrag zur SDG-Debatte“ (2014) [27][Bearbeiten]

Für die Transformation zur nachhaltigen Entwicklung hat das Jahr 2015 eine besondere Bedeutung. Neue Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) sollen die dann auslaufenden Millenniumentwicklungsziele (MDGs) ablösen und dem politischen Handeln für die kommenden Jahrzehnte eine neue Orientierung bieten. Der WBGU empfiehlt, den neuen Zielkatalog an der zentralen Botschaft des Erdgipfels von 1992 auszurichten, wonach Entwicklung und Umweltschutz gemeinsam betrachtet werden müssen und keinen Widerspruch zueinander darstellen. Die SDGs sollten nicht auf Armutsbekämpfung reduziert werden, sondern müssen alle Dimensionen nachhaltiger Entwicklung erfassen. Insbesondere müssen die globalen Umweltveränderungen einbezogen werden, denn andernfalls wird auch Armutsbekämpfung unmöglich. Dieser Zusammenhang wird im laufenden Diskurs zu den SDGs bisher unzureichend berücksichtigt. Viele Berichte nennen zwar das Konzept der planetarischen Leitplanken bzw. Grenzen, aber unterlegen es nicht mit konkreten Zielen. Der WBGU legt Empfehlungen vor, wie Leitplanken für globale Umweltveränderungen im SDG-Katalog verankert und durch entsprechende Targets (Handlungsziele) operationalisiert werden sollten.

„Finanzierung der globalen Energiewende“ (2012) [28][Bearbeiten]

Die Welt steht vor der Herausforderung einer Transformation zu nachhaltigen Energiesystemen. Für verbesserte Energieeffizienz und die Umstellung auf erneuerbare Energien müssen hohe Anfangsinvestitionen getätigt werden. Diese Investitionen beinhalten zugleich große Chancen, da im Zuge der Transformation strategische Innovationen ausgelöst werden und neue Märkte entstehen können. Die Investitionen in erneuerbare Energietechnologien und Energieeffizienz können durch Einsparungen der Kosten für fossile Brennstoffe bei konventionellen Technologien schon bis zum Jahr 2040 vollständig kompensiert sein. Das private Kapital für die Transformation ist vorhanden und kann unter geeigneten politischen Rahmenbedingungen mobilisiert werden. Mit einer entsprechenden Ordnungspolitik sollten Investitionen für private Akteure ¬attraktiver gemacht werden.

„Klimapolitik nach Kopenhagen: Auf drei Ebenen zum Erfolg“ (2010) [29][Bearbeiten]

Die internationale Klimapolitik befindet sich nach der Klimakonferenz von Kopenhagen in einer Krise: Das erhoffte umfassende und verpflichtende UN-Klimaabkommen ist derzeit nicht absehbar. Damit eine Erhöhung der globalen Mitteltemperatur um mehr als 2 °C bis zum Ende des Jahrhunderts noch verhindert werden kann, müssen in der internationalen Klimadiplomatie innerhalb weniger Jahre entscheidende Weichen gestellt werden. Der WBGU empfiehlt, das multilaterale Klimaregime wiederzubeleben, indem Politik und Zivilgesellschaft in Europa eine selbstbewusste Führungsrolle einnehmen und weltweite Allianzen mit ausgewählten Klimapionierstaaten eingehen. Zivilgesellschaftliche Initiativen sollen stärker als bisher unterstützt werden. Die Durchsetzung einer international verbindlichen Regelung zur Begrenzung des CO2-Ausstoßes – etwa in Anlehnung an den Budgetansatz des WBGU und ähnlicher Lösungsansätze, die auch in China und Indien diskutiert werden – muss als Ziel bestehen bleiben. Die Empfehlungen in diesem Politikpapier richten sich in erster Linie an die deutsche Bundesregierung als Akteur auf der internationalen Bühne, insbesondere im Hinblick auf ihre Rolle innerhalb der EU, auf zwischenstaatlicher Ebene im Rahmen bi- und multilateraler Kooperationen sowie im Kontext der Vereinten Nationen.

„Neue Impulse für die Klimapolitik: Chancen der deutschen Doppelpräsidentschaft nutzen“ (2007) [30][Bearbeiten]

Um einen gefährlichen Klimawandel noch zu verhindern, muss innerhalb der nächsten zehn Jahre eine Trendumkehr und bis 2050 eine Halbierung der globalen Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 erreicht werden. Zwischen dem hierzu dringend erforderlichen Handeln und der aktuellen Klimapolitik klafft aber eine zunehmend größere Lücke. Der WBGU ist deshalb der Überzeugung, dass weltweit eine neue klimapolitische Dynamik notwendig ist. Die Blicke sind derzeit auf Deutschland gerichtet: Die Präsidentschaft in der Europäischen Union und der Vorsitz der G8 bieten eine doppelte Chance, den Klimaschutz voranzubringen.

„Keine Entwicklung ohne Umweltschutz: Empfehlungen zum Millennium+5-Gipfel“ (2005) [31][Bearbeiten]

Auf dem Millennium+5-Gipfel stehen die Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs) und die Handlungsfähigkeit der Vereinten Nationen auf dem Prüfstand. Der Gipfel bietet die Chance, die internationale Armutsbekämpfung neu auszurichten und eine Reform der UN anzustoßen. Scheitern die MDGs, droht der internationalen Zusammenarbeit eine Krise. In der aktuellen Debatte zur Armutsbekämpfung werden Umweltprobleme vernachlässigt, die aber in vielen Entwicklungsländern die Armut verschärfen. Daher sollte sich die Staatengemeinschaft auf die Botschaft der Konferenz von Rio de Janeiro 1992 besinnen: Umwelt und Entwicklung gehören untrennbar zusammen.

„Erneuerbare Energien für eine nachhaltige Entwicklung: Impulse für die renewables 2004“ [32][Bearbeiten]

Der WBGU hat in seinen Gutachten „Energiewende zur Nachhaltigkeit“ und „Über Kioto hinaus denken“ gezeigt, dass der Umbau der Energiesysteme erhebliche Anstrengungen erfordert, selbst wenn er unverzüglich in Angriff genommen wird. Er hat aber auch deutlich gemacht, dass dieser Umbau sowohl technisch als auch finanziell machbar ist, welche Technologien und Instrumente hierfür nutzbar gemacht werden können und wie der Fahrplan in eine nachhaltige Energiezukunft aussehen kann. Im vorliegenden Politikpapier werden die Empfehlungen des WBGU gebündelt und gezielt als Beitrag für die renewables 2004 formuliert.

„Entgelte für die Nutzung globaler Gemeinschaftsgüter“ (2002) [33][Bearbeiten]

Im Vorfeld der im März 2002 stattfindenden UN-Finanzierungskonferenz (International Conference on Financing for Development) und des Weltgipfels für Nachhaltige Entwicklung (World Summit on Sustainable Development – WSSD) im September 2002 rückt die Frage der Finanzierung der globalen Nachhaltigkeitspolitik zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses. Im vorliegenden Politikpapier fasst der WBGU die zentralen Ergebnisse seines Sondergutachtens über Nutzungsentgelte im Rahmen globaler Nachhaltigkeitspolitik zusammen (WBGU, 2002) und gibt Empfehlungen zu einer politisch tragfähigen Umsetzung des Konzepts der globalen Nutzungsentgelte für drei Anwendungsbereiche: • Entgelte für die Nutzung des Luftraums durch den Flugverkehr, • Entgelte für die Nutzung der Meere durch die Schifffahrt, • Entgelte für Nutzungsverzichtserklärungen.

„Die Chance von Johannesburg - Eckpunkte einer Verhandlungsstrategie“ (2001) [34][Bearbeiten]

Der Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung (WSSD) in Johannesburg bietet für die Staatengemeinschaft erneut eine Gelegenheit, entscheidende Weichenstellungen in der internationalen Umwelt- und Entwicklungspolitik vorzunehmen. Zu diesem Anlass möchte der WBGU der Bundesregierung Hinweise auf besonders dringende Themen geben, bei denen Entscheidungen in Johannesburg helfen können, kritische Defizite in der heutigen Umwelt- und Entwicklungspolitik zu beseitigen. Seit 1992 wurde in der globalen Umweltpolitik viel bewegt, insbesondere wurden für eine Reihe gravierender globaler Umweltprobleme wie Klimawandel, Verlust biologischer Vielfalt, Bodendegradation in Trockengebieten oder Wirkung persistenter organischer Schadstoffe völkerrechtliche Regelungen ausgearbeitet. Deshalb sollten nach Ansicht des WBGU in Johannesburg keine Detailverhandlungen zu diesen Themen geführt werden. Allerdings muss es möglich sein, Anstöße zu geben, um Lücken zu schließen und Konventionen weiter zu entwickeln.

Öffentliche Veranstaltungen und Wissenskommunikation (Auswahl)[Bearbeiten]

Im Mai 2012 veranstaltete der WBGU in Berlin ein hochrangiges internationales Symposium „Towards Low-Carbon Prosperity: National Strategies and International Partnerships“ auf dem die unterschiedlichen nationalen Strategien für den Aufbau klimaverträglicher Energiesysteme und Möglichkeiten für internationale Partnerschaften debattiert wurden. Bundeskanzlerin Angela Merkel hielt die Hauptrede.[35] Bei der personellen Neubesetzung des Beirat 2013 gab es Meinungsverschiedenheiten zwischen den Koalitionspartnern der Bundesregierung http://www.sueddeutsche.de/politik/umwelt-beirat-der-bundesregierung-fdp-blockiert-klima-experten-schellnhuber-1.1663283. Der oder die Vorsitzende und der oder die stellvertretende Vorsitzende des WBGU werden von den Mitgliedern gewählt und nicht, wie verschiedentlich in der Presse dargestellt, von der Bundesregierung bestimmt.

Das WBGU-Gutachten „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“ ist auch als videobasierte Lehrveranstaltung in englischer Sprache verfügbar.[36] Die Lehrveranstaltung „World in Transition“ des WBGU entstand in Kooperation mit der Virtuellen Akademie Nachhaltigkeit. Ziel ist es Studierenden und Hochschulen frei zugängliche und kostenfreie Online-Lehrveranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit anzubieten. Die videobasierte Lehrveranstaltung ist auch ein Beitrag zum Wissenschaftsjahr 2012 des BMBF „Zukunftsprojekt Erde“. Zur Popularisierung seines Gutachten „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“ (2011) hat der WBGU 2013 ein Comicbuch auf den Markt gebracht, das die komplexen Inhalte der Studie allgemeinverständlich darstellt.[37]

Die Mitglieder des Beirats[Bearbeiten]

Aktuelle Beiratsmitglieder[Bearbeiten]

Der WBGU befindet sich momentan in seiner sechsten Berufungsperiode, die am 31. Oktober 2016 endet. Bei der personellen Neubesetzung des Beirat 2013 gab es Meinungsverschiedenheiten zwischen den Koalitionspartnern der Bundesregierung [38] [39] [40]. Der oder die Vorsitzende und der oder die stellvertretende Vorsitzende des WBGU werden von den Mitgliedern gewählt und nicht, wie verschiedentlich in der Presse dargestellt, von der Bundesregierung bestimmt. Die aktuellen Beiratsmitglieder sind:[41][42]

  • Frauke Kraas, Professorin für Anthropogeographie an der Universität zu Köln, Arbeitsschwerpunkte: Stadt- und Sozialgeographie (Megastädte, Governance, urbanes Kulturerbe, Migration, Transformation) in Südostasien, China und Indien (seit 2013).
  • Claus Leggewie, Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen und Professor für Politikwissenschaft an der Universität Gießen. Ko-Direktor des Käte Hamburger-Kollegs "Politische Kulturen der Weltgesellschaft" an der Universität Duisburg-Essen (seit 2008)
  • Peter Lemke, Professor für Physik von Atmosphäre und Ozean, Universität Bremen und Leiter des Fachbereichs Klimawissenschaften des Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (seit 2013)
  • Ellen Matthies, Professorin für Umweltpsychologie an der Otto-von Guericke-Universität Magdeburg (seit 2013)
  • Dirk Messner (Vorsitzender), Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik und Professor für Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen (seit 2004, stellvertretender Vorsitzender 2009-2013, seit 2013 Vorsitzender)
  • Nebojsa Nakicenovic, Professor für Energiewirtschaft an der Technischen Universität Wien, stellvertretender Direktor des International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) und Direktor des Global Energy Assessment (GEA) (seit 2008)
  • Hans Joachim Schellnhuber (Vorsitzender), Direktor des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und External Professor am Santa Fe Institute (seit 1992 im WBGU, 1994-1996 stellvertretender Vorsitzender, 1996-2000 Vorsitzender, 2004–2008 stellvertretender Vorsitzender, seit 2009 Vorsitzender)
  • Sabine Schlacke, Professorin für Öffentliches Recht, insbesondere öffentliches Baurecht, Umwelt- und Planungsrecht am Institut für Umwelt- und Planungsrecht der Universität Münster (seit 2008)
  • Uwe Schneidewind, Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH und Professor für „Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit“ an der Bergischen Universität Wuppertal (seit 2013)

Ehemalige Beiratsmitglieder[Bearbeiten]

Ehemalige Beiratsmitglieder sind:[43]

  • Friedrich O. Beese, Agronom: Direktor des Instituts für Bodenkunde und Waldernährung, Universität Göttingen (1992-2000)
  • Nina Buchmann, Professorin für Graslandwissenschaften, Institut für Pflanzenwissenschaften, Eidgenössische Technische Hochschule, Zürich Prof. (2004-2008)
  • Astrid Epiney, Professorin für Völkerrecht, Europarecht und schweizerisches öffentliches Recht, geschäftsführende Direktorin am Institut für Europarecht, Université de Fribourg (2004-2008)
  • Klaus Fraedrich, Meteorologe: Meteorologisches Institut der Universität Hamburg (1996-2000)
  • Hartmut Graßl, Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg (Vorsitzender 1992-1994, 2000-2004)
  • Rainer Grießhammer, Mitglied der Geschäftsführung des Öko-Instituts e.V., Freiburg, und geschäftsführender Vorstand der Stiftung Zukunftserbe (2004-2008)
  • Gotthilf Hempel, Fischereibiologe: Direktor des Zentrums für Marine Tropenökologie Universität Bremen (1992-1996)
  • Paul Klemmer, Ökonom: Präsident des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (1992-2000)
  • Juliane Kokott, Juristin, Lehrstuhl für Deutsches und Ausländisches Öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht der Universität Düsseldorf (stellvertretende Vorsitzende 1992-2003)
  • Lenelis Kruse-Graumann, Psychologin: Schwerpunkt "Ökologische Psychologie", Fernuniversität Hagen (1992-2000)
  • Margareta Kulessa, Professorin für allgemeine Volkswirtschaftslehre und Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Fachhochschule Mainz (2000-2008)
  • Karin Labitzke, Meteorologin: Institut für Meteorologie an der Freien Universität Berlin (1992-1996)
  • Reinhold Leinfelder, Geologe und Paläontologe mit dem Schwerpunkt Geobiologie, Integrative Biodiversitätsforschung und Wissenskommunikation; Professor am Institut für Geologische Wissenschaften der Freien Universität Berlin (2008-2013)
  • Joachim Luther, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg (2000-2004)
  • Heidrun Mühle, Agronomin: Projektbereich Agrarlandschaften am Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle (1992-1996)
  • Christine Neumann, Ärztin: Direktorin der Abteilung Dermatologie und Venerologie der Universität Göttingen (1996-2000)
  • Franz Nuscheler, Direktor des Instituts für Entwicklung und Frieden in Duisburg (2000-2004)
  • Stefan Rahmstorf, Professor für Physik der Ozeane, Universität Potsdam, und Leiter der Abteilung Erdsystemanalyse am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (2004-2013)
  • Ortwin Renn, Soziologe: Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg (1996-2000)
  • Rainer Sauerborn, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Tropenhygiene und Öffentliches Gesundheitswesen am Universitätsklinikum Heidelberg (2000-2004)
  • Jürgen Schmid, ehem. Leiter des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik, IWES (2004-2013)
  • Renate Schubert, Professorin für Nationalökonomie und Direktorin des Instituts für Umweltentscheidungen, Eidgenössische Technische Hochschule, Zürich (2000-2013, Vorsitzende 2004-2008)
  • Ernst-Detlef Schulze, Botaniker, Direktor am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena (1996-2004)
  • Udo Ernst Simonis, Ökonom: Forschungsschwerpunkt "Technik - Arbeit - Umwelt" am Wissenschaftszentrum Berlin (1992-1996)
  • Hans-Willi Thoenes, Technologe: Rheinisch-Westfälischer TÜV in Essen (1992-1996)
  • Max Tilzer, Limnologe: Fakultät für Biologie, Universität Konstanz (1996-2000)
  • Paul Velsinger, Ökonom: Leiter des Fachgebiets Raumwirtschaftspolitik an der Universität Dortmund (1992-2000)
  • Horst Zimmermann, Ökonom: Abteilung für Finanzwissenschaft an der Universität Marburg (1992-2000, Vorsitzender 1994-1996)

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hauptgutachten 2013, „Welt im Wandel: Menschheitserbe Meer“
  2. Hauptgutachten 2011, „Welt im Wandel: Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“
  3. Auf direktem Weg in die Klimadiktatur?, 6. Juni 2011, FOCUS-Online, von Jan-Philipp Hein
  4. Rainer Metzer: Gegen Blockierer helfen nur Gesetze. In: taz.de, 7. April 2011, Seite 1. Abgerufen am 6. März 2013.
  5. Bernhard Pötter: Das deutsche Gespenst. In: taz.de, 20. Juni 2011. Abgerufen am 6. März 2013.
  6. Claus Leggewie: Warnungen vor einer Ökodiktatur? Lächerlich! In: welt.de, 25. Mai 2011
  7. Hauptgutachten 2008, „Welt im Wandel: Zukunftsfähige Bioenergie und nachhaltige Landnutzung“
  8. Hauptgutachten 2007, „Welt im Wandel: Sicherheitsrisiko Klimawandel“
  9. Hauptgutachten 2004, „Welt im Wandel: Armutsbekämpfung durch Umweltpolitik“
  10. Hauptgutachten 2003, „Welt im Wandel: Energiewende zur Nachhaltigkeit“
  11. Hauptgutachten 2000, „Welt im Wandel: Neue Strukturen globaler Umweltpolitik“
  12. Hauptgutachten 1999, „Welt im Wandel: Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Biosphäre“
  13. Hauptgutachten 1998, „Welt im Wandel: Strategien zur Bewältigung globaler Umweltrisiken“
  14. Hauptgutachten 1997, „Welt im Wandel: Wege zu einem nachhaltigen Umgang mit Süßwasser“
  15. Hauptgutachten 1996, „Welt im Wandel: Herausforderung für die deutsche Wissenschaft“
  16. Hauptgutachten 1995, „Welt im Wandel: Wege zur Lösung globaler Umweltprobleme“
  17. Hauptgutachten 1994, „Welt im Wandel: Die Gefährdung der Böden“
  18. Hauptgutachten 1993, „Welt im Wandel: Grundstruktur globaler Mensch-Umwelt-Beziehungen“
  19. Sondergutachten 2009, „Kassensturz für den Weltklimavertrag“
  20. Sondergutachten 2006, „Die Zukunft der Meere – zu warm, zu hoch, zu sauer“
  21. Sondergutachten 2003, „Über Kioto hinaus denken – Klimaschutzstrategien für das 21. Jahrhundert“
  22. Sondergutachten 2002, „Entgelte für die Nutzung globaler Gemeinschaftsgüter“
  23. Sondergutachten 1999, „Umwelt und Ethik“
  24. Sondergutachten 1998, „Die Anrechnung biologischer Quellen und Senken im Kyoto-Protokoll“
  25. Sondergutachten 1997, „Ziele für den Klimaschutz 1997“
  26. Sondergutachten 1995, „Szenario zur Ableitung globaler CO2-Reduktionsziele und Umsetzungsstrategien“
  27. Politikpapier 8 - 2014, „Zivilisatorischer Fortschritt innerhalb planetarischer Leitplanken – Ein Beitrag zur SDG-Debatte“
  28. Politikpapier 7 - 2012, „Finanzierung der globalen Energiewende“
  29. Politikpapier 6 - 2010, „Klimapolitik nach Kopenhagen: Auf drei Ebenen zum Erfolg“
  30. Politikpapier 5 - 2007, „Klimapolitik nach Kopenhagen: Chancen der deutschen Doppelpräsidentschaft nutzen“
  31. Politikpapier 4 - 2005, „Keine Entwicklung ohne Umweltschutz: Empfehlungen zum Millennium+5-Gipfel“
  32. Politikpapier 3 - 2004, „Erneuerbare Energien für eine nachhaltige Entwicklung: Impulse für die renewables 2004“
  33. Politikpapier 2 - 2002, „Entgelte für die Nutzung globaler Gemeinschaftsgüter“
  34. Politikpapier 1 - 2001, „Die Chance von Johannesburg - Eckpunkte einer Verhandlungsstrategie“
  35. Internationales Symposium „Towards Low-Carbon Prosperity: National Strategies and International Partnerships“, Video- und Textdokumentation, Mai 2012.
  36. Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit: Video-Seminar "Transformation"
  37. http://www.wbgu.de/vorschau-comic-transformation/
  38. Süddeutsche Zeitung vom 2. Mai 2013: FDP blockiert Klimaexperten Schellnhuber
  39. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 5. Mai 2013: Rösler nimmt Schellnhuber in den Beirat
  40. Spiegel Online vom 2. Mai 2013: Dicke Luft um Merkels neue Umweltflüsterer
  41. WBGU: Mitglieder des WBGU neu berufen., Presseerklärung vom 8. Mai 2013. Abgerufen am 13. Mai 2013.
  42. BMU: Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats für Globale Umweltveränderungen berufen. Pressemitteilung vom 8. Mai 2013. Abgerufen am 13. Mai 2013.
  43. WBGU: Beirat. Abgerufen am 13. Mai 2013.