Wissenschaftsforschung

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Die Wissenschaftsforschung (auch Wissenschaftswissenschaft oder Metawissenschaft), im angloamerikanischen Raum Science studies genannt, ist ein interdisziplinäres Forschungsfeld. Sie untersucht die Produktion, Repräsentation und Rezeption von Wissenschaft mit wissenschaftlichen Methoden, um herauszufinden und zu beschreiben, wie Wissenschaft funktioniert, wie sie strukturiert ist und wie sie sich entwickelt. Sie setzt sich mit den philosophischen (insbesondere epistemologischen), historischen und sozialen Kontexten von Naturwissenschaft auseinander. Vergleichbar den cultural studies definiert sich das Feld über den Untersuchungsgegenstand. Damit finden Erkenntnisse und Methoden aus der Wissenschaftsgeschichte, Wissenschaftsphilosophie, Wissenschaftssoziologie, Wissenschaftsethnographie, Wissenschaftsethik, Wissenschaftsästhetik und Scientometrie Eingang in die Wissenschaftsforschung. Die Wissenschaftsforschung setzt sich dabei von älteren Ansätzen ab, die den Wissenschaften entweder unkritisch und/oder normativ gegenüberstanden. Zentral hierfür war und ist die Hinterfragung zentraler Dichtomomien (Entdeckungs- und Begründungszusammenhang, Wissenschaft und Technologie, Natur und Kultur), anhand derer die Trennung zwischen den Naturwissenschaften und anderen kulturellen und gesellschaftlichen Bereichen begründet wurde.

Bekannte deutschsprachige Vertreter der Wissenschaftsforschung sind der Soziologe Peter Weingart (Bielefeld), die Soziologin Helga Nowotny und der Philosoph Gerhard Fröhlich[1] (Linz).

Die Untersuchungsgegenstände umfassen:

Im Rahmen von Evaluationen hat die Wissenschaftsforschung auch Einfluss auf wissenschaftspolitische Entscheidungen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Mario Biagioli: The science studies reader. Routledge, New York 1999, ISBN 0-415-91867-7.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelbelege[Bearbeiten]

  1. Liste der Publikationen Fröhlichs