Wolfgang Merkel

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Wolfgang Merkel (re.) 2009

Wolfgang Merkel (* 6. Januar 1952 in Hof) ist ein deutscher Politikwissenschaftler.

Leben[Bearbeiten]

1974 nahm Merkel das Studium der Politischen Wissenschaft, Geschichte und Sport/Sportwissenschaft an der Universität Heidelberg auf und legte 1980 das Staatsexamen in diesen drei Fächern ab. 1981 begann er bei Klaus von Beyme seine Doktorarbeit über die Rolle und den Wandlungsprozess der Sozialistischen Partei im politischen System Italiens. 1985 wurde er an der Universität Heidelberg im Fach Politische Wissenschaft promoviert. Anschließend arbeitete Merkel als Wissenschaftlicher Angestellter und ab 1989 als Wissenschaftlicher Assistent an mehreren Institutionen.

Nach seiner 1992 erfolgten Habilitation im Fach Politikwissenschaft vertrat er zwischen 1993 und 1994 die Professur für Vergleichende Politikwissenschaft an der Universität Mainz. Im Oktober 1994 wurde er als ordentlicher Professor auf diesen Lehrstuhl berufen. Im Januar 1996 erhielt Merkel einen 1. Preis der Fritz Thyssen Stiftung für sozialwissenschaftliche Aufsätze des Zeitschriftenjahrgangs 1994 für den Artikel: Restriktionen und Chancen demokratischer Konsolidierung in post-kommunistischen Gesellschaften Ostmitteleuropas im Vergleich (in: Berliner Journal für Soziologie 4/1994). Zwischen 1997 und 1998 war er Geschäftsführender Direktor des Instituts für Politische Wissenschaft an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Seit 1998 ist Merkel parteiloses Vollmitglied der Grundwertekommission beim Vorstand der SPD.

1999 wechselte Merkel an das Institut für Politikwissenschaft der Universität Heidelberg und war bis 2001 dessen Geschäftsführender Direktor. Seit 2002 ist er parteiloses Mitglied im ständigen Berater- und Expertenkreis des Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck. Seit April 2004 ist er Direktor der Abteilung „Demokratie: Strukturen, Leistungsprofil und Herausforderungen“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professor für Politikwissenschaft am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2007 ist er Ordentliches Mitglied der Sozialwissenschaftlichen Klasse der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Schriften[Bearbeiten]

  • Systemtransformation. Eine Einführung in die Theorie und Empirie der Transformationsforschung. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-531-14559-4.
  • Die Reformfähigkeit der Sozialdemokratie. Herausforderungen und Bilanz der Regierungspolitik in Westeuropa. Wiesbaden 2006, ISBN 3-531-14750-1.

Weblinks[Bearbeiten]