WordPress

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WordPress
Logo
Entwickler WordPress Foundation
Erscheinungsjahr 27. Mai 2003
Aktuelle Version 4.1 [1]
(18. Dezember 2014)
Betriebssystem plattformunabhängig
Programmier­sprache PHP
Kategorie Weblog-Software
Lizenz GPLv2 (Freie Software)
Deutschsprachig ja
wordpress.org

WordPress ist eine freie Software zur Verwaltung der Inhalte einer Website (Texte und Bilder). Sie bietet sich besonders zum Aufbau und zur Pflege eines Weblogs an, da sie jeden Beitrag einer oder mehreren frei erstellbaren Kategorien zuweisen kann und dazu automatisch die entsprechenden Navigationselemente erzeugt. Parallel kann WordPress auch hierarchische Seiten verwalten und gestattet den Einsatz als Content-Management-System.

Weiter bietet das System Leserkommentare mit der Möglichkeit, diese vor der Veröffentlichung erst zu prüfen, sowie eine zentrale Linkverwaltung, eine Verwaltung der Benutzerrollen und -rechte und die Möglichkeit externer Plug-ins, womit WordPress in Richtung eines vollwertigen CMS ausgebaut werden kann.[2]

WordPress basiert auf der Skriptsprache PHP (mindestens PHP 5.2.4) und benötigt eine MySQL-Datenbank (mindestens MySQL 5.0.15).[3] Es ist freie Software, die unter der GNU General Public License (GPLv2) lizenziert wurde. Laut Aussage der Entwickler legt das System besonderen Wert auf Webstandards, Eleganz, Benutzerfreundlichkeit und leichte Anpassbarkeit. WordPress entstand auf Basis der Software b2 und hat eine stetig wachsende Benutzer- und Entwicklergemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

In den Jahren 2001/2002 entwickelte Michel Valdrighi ein in PHP geschriebenes Weblogsystem mit dem Namen b2/cafelog, das unter GPL veröffentlicht wurde. Einige Monate, nachdem Valdrighi die Entwicklung von b2 eingestellt hatte, gab Matthew Mullenweg im Januar 2003 in seinem Blog bekannt, dass er auf der b2-Codebasis eine neue Weblog-Software schreiben wolle, die einfach zu bedienen, flexibel und gut anpassbar sein sollte.[4] Kurze Zeit später startete er zusammen mit Mike Little die Entwicklung von WordPress.

Die erste stabile Version von WordPress erschien am 3. Januar 2004. Seit Version 1.0.1 sind alle Hauptversionen nach Jazzmusikern benannt.[5] Nachdem sich auch Michel Valdrighi der Entwicklergruppe um Mullenweg anschloss, wurde WordPress zum offiziellen Nachfolger von b2.[6] Im Laufe der Jahre wurde der Funktionsumfang immer weiter ausgebaut. Seit der Version 1.5 („Strayhorn“) unterstützt WordPress das Verwalten von statischen Seiten, also Beiträgen außerhalb der normalen Weblogchronologie. Damit war die Grundlage geschaffen, um WordPress nicht nur als reine Weblog-Software, sondern auch als einfaches Content-Management-System nutzen zu können.

Im August 2005 gründete Matt Mullenweg zusammen mit einigen anderen Entwicklern die Firma Automattic mit dem Ziel, weitere Dienste rund um das Bloggen anzubieten und die Entwicklung von WordPress besser zu koordinieren. Im selben Jahr startete Automattic den Bloghosting-Dienst WordPress.com, der auf der Multi-User-Version von WordPress basiert. Ein Jahr später fand das erste WordCamp, ein informelles Treffen ähnlich einem Barcamp, in San Francisco statt.[7]

2007 gewann WordPress den Open Source CMS Award in der Kategorie Best Open Source Social Networking Content Management System[8] und 2009 in der Kategorie Overall Best Open Source CMS.[9]

Die Mitte Juni 2014 aktuelle Version der WordPress-Software (3.9) ist bis Mitte Juni 2014 etwa 23,5 Millionen mal heruntergeladen worden[10]. Je nach befragter Statistik basieren zwischen 50 und 60 % aller Websites, die mithilfe eines Content-Management-Systems erstellt werden, auf WordPress.[11][12]

Funktionen[Bearbeiten]

Administrationsoberfläche seit Version 3.3

Die „5-Minuten-Installation“[Bearbeiten]

Vom Download des Pakets mit dem Quellcode bis zum fertigen Blog werden nach Herstellerangaben regelmäßig weniger als fünf Minuten benötigt.[13] Obwohl der Installations-Dialog in WordPress 3.0 erweitert wurde, werden die fünf Minuten weiterhin unterschritten.[14]

Grundlegende Funktionen[Bearbeiten]

WordPress unterstützt das Erstellen und Verwalten von Blogartikeln. Die einzelnen Artikel können in verschiedene Kategorien eingeordnet werden. Außerdem können einem Artikel Tags und weitere selbst definierte Taxonomien (mittels „Custom Taxonomies“) und Metadaten (mittels „Benutzerdefinierter Felder“) zugeordnet werden. Die Blogbeiträge werden neben der normalen Darstellung als Webseite den Lesern auch über Web-Feeds in den Protokollen RSS 2.0, RSS 0.93 und Atom 0.3 angeboten.

Neben Artikeln können mit WordPress auch statische Seiten außerhalb der Bloghierarchie erstellt und verwaltet werden. Seit der Version 2.6 wird zudem die Versionierung von Artikeln und Seiten unterstützt. Weiterhin kann WordPress Kommentareinträge und Links verwalten. Es existiert ein einfaches Redaktionssystem mit 5 Benutzerrollen (Administrator, Redakteur, Autor, Mitarbeiter, Leser), eine Mediengalerie mit eingebautem Uploader und eine integrierte Volltext-Suche. Außerdem ist standardmäßig TinyMCE als Texteditor aktiviert.

Plug-ins[Bearbeiten]

Mit Hilfe von Plug-ins kann WordPress um diverse Funktionen erweitert werden. Alle diese Erweiterungen lassen sich mittels des eingebauten Code-Editors bearbeiten.

Insgesamt sind im Plug-in-Verzeichnis der Entwickler sowie über den integrierten „Plug-in-Browser“ mehr als 5000 verschiedene freie Plug-ins verfügbar. Es gibt beispielsweise Plug-ins, die die Verwendung anderer Loginverfahren wie LDAP, OpenID oder Shibboleth ermöglichen, den eigenen Blog mit Twitter verbinden oder WordPress um eine Statistik-Funktion erweitern.

Automattic bietet zudem Plug-ins, die eine Verbindung mit den anderen hauseigenen Projekten wie der Forensoftware namens bbPress oder Services wie dem Anti-Spam-Dienst Akismet ermöglichen.

Motive (Themes)[Bearbeiten]

Hierarchie innerhalb eines WordPress-Themes

Durch den Einsatz der Theme-Technik werden Design und Programmkern von WordPress klar getrennt, was es leicht macht, individuelle Designs zu entwickeln, ohne mit der Programmierung der Software an sich vertraut zu sein. Allerdings ist es in WordPress auch möglich, diverse Funktionen direkt in ein Theme zu programmieren, wodurch diese Trennung teilweise wieder aufgehoben werden kann.

Ein normales WordPress-Theme besteht aus einer Reihe von Bausteinen (PHP-Funktionen) und HTML-Code. Jedes Theme folgt dabei einem grundlegend gleichen Aufbau. Daher gibt es von einigen Entwicklern spezielle Themes, die bereits alle grundlegenden Bausteine beinhalten und somit die Entwicklung eines eigenen Themes vereinfachen.

Von Version 1.5 bis 3.0 war das voreingestellte Theme Kubrick (benannt nach Regisseur Stanley Kubrick). Auf der Seite der Entwickler und über den eingebauten „Theme-Browser“ sind zudem viele weitere freie Themes für WordPress verfügbar. WordPress-Themes fallen genauso wie WordPress selbst unter die GPL.[15]

Seit Version 3.0 verwendet WordPress standardmäßig das neue Theme „Twenty Ten“ (dt. 2010); die bisher enthaltenen Themes „Classic“ und „Default“ („Kubrick“) sind nur noch separat erhältlich. Mit Version 3.2 wurde zu dem Theme „Twenty Ten“ auch das neue „Twenty Eleven“ (dt. 2011) hinzugefügt.

WordPress-Themes können ebenso wie Plug-ins im Editor des Grundsystems bearbeitet werden, jedoch ist keine Syntaxhervorhebung vorhanden.

Im Mai 2012 wurde von dem WordPress-Entwickler Brad Touesnard ein inoffizieller App Store eingerichtet. Dies ermöglicht Nutzern, über eine zentrale Anlaufstelle Zugriff auch auf nicht frei verfügbare Plug-ins beziehungsweise Premium Themes für WordPress zu erhalten.[16]

Anfang Dezember 2012 wurde die Version WordPress 3.5 veröffentlicht, unter anderem mit dem neuen Standard Theme “Twenty Twelve” (dt. 2012). Die Version ist dem Jazz-Musiker Elvin Jones gewidmet.

Versionen[Bearbeiten]

WordPress-Stamm Version Releasename Veröffentlichung Anmerkungen
b2 Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 0.70 27. Mai 2003 0.70 war fast identisch mit der letzten b2-Version, behob aber einige Fehler. Nur 0.71-gold ist heute noch über das Archiv von wordpress.org verfügbar.
WordPress 1 Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.0 Davis 3. Januar 2004 Erste stabile Version.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.2 Mingus 22. Mai 2004 Neuerungen: Unterstützung für Plug-ins
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.5 Strayhorn 17. Februar 2005 Neuerungen: Verwaltung von statischen Seiten, neues Template-System.[17]
WordPress 2 Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.0 Duke 31. Dezember 2005 Neuerungen: diverse Verbesserungen im Bereich Administration, Bildimport und Plug-in-Anbindung.[18] Sollte ursprünglich 5 Jahre mit Sicherheitsupdates versorgt werden. Dieser Plan wurde allerdings im Sommer 2009 aufgegeben[19]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.1 Ella 22. Januar 2007 Neuerungen: Autosave-Funktion, Upload-Manager.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.2 Getz 16. Mai 2007 Neuerungen: Unterstützung für Widgets und das Atom-Feedformat[20]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.3 Dexter 24. September 2007 Neuerungen: native Unterstützung für Tags (Schlagwörter), verbesserter Texteditor[21]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.5 Brecker 29. März 2008 Neuerungen: neu gestaltetes Administrationsmenü, Tag-Verwaltung, „Dashboard-Widgets“, verbesserte Verschlüsselung für Passwörter[22]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.6 Tyner 15. Juli 2008 Neuerungen: Versionierung von Artikeln und Seiten, Unterstützung von Google Gears, Vorschau für Themes[23]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.7 Coltrane 10. Dezember 2008 Neuerungen: komplett neue Administrationsoberfläche, Funktion für automatische Updates, vereinfachte Plug-in-Installation aus dem Administrationsmenü heraus[24]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.8 Baker 11. Juni 2009 Neuerungen: einfache Installation von Themes ähnlich der für Plug-ins, neues Administrations-Interface für Widgets[25]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.9 Carmen 18. Dezember 2009 Neuerungen: Papierkorb für Artikel, Seiten und Kommentare; Bearbeitungsfunktionen für Bilder (Schneiden, Drehen, Spiegeln)[26]
WordPress 3 Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.0 Thelonious 17. Juni 2010 Neuerungen: Zusammenlegung von WordPress und WordPress µ, neues Standard-Theme Twenty Ten, Editor zum Erstellen von Webseiten-Menüs[27]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.1 Reinhardt 23. Februar 2011 Neuerungen: Erweiterte Taxonomie-Abfragen, Adminbar (Toolbar im Frontend, über die man auf Backend-Funktionen zugreifen kann), Post Formats (Artikel-Formatvorlagen), einfachere Interne Verlinkung[28]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.2 Gershwin 4. Juli 2011 Neuerungen: Ein Vollbild-Modus für den Editor zum „freien Schreiben“ wird ergänzt, das Aussehen der Administrationsoberfläche wird geändert, ein neues Standard-Theme (Twenty Eleven) wird ausgeliefert. Die Systemvoraussetzungen werden auf PHP 5.2.4 und MySQL 5.0 erhöht und Internet Explorer 6 wird nicht mehr unterstützt.[29]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.3 Sonny 12. Dezember 2011 Neuerungen: Verbesserter Uploader für Medien, verbesserte Navigationsleiste im Administrationsbereich[30]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.4 Green 13. Juni 2012 Neuerungen: Verbesserung von Designfunktionen („Theme Customizer“), benutzerdefinierte Kopfzeilen mit flexiblen Größen, Twittereinbindung[31] und HTML in den Bildbeschreibungen[32][33]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.5 Elvin 11. Dezember 2012 Neuerungen: Unterstützung des Retina-Display, Werkzeug zur Farbauswahl, neues Standard-Theme Twenty Twelve, einfacherer Workflow für Bilder, individuelle Grafiken für Kopf- und Fußzeile[34]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.6 Oscar 1. August 2013 Neuerungen: Neues Theme: Twenty Thirteen, Verbesserungen im Admin-Bereich, Verbesserung der Oberfläche für Post-Formate, Verbesserung der Oberfläche für Menüs, Update für Revisionen, automatisches Speichern und Post-Locking
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.7 Basie 24. Oktober 2013 Neuerungen: Eigenständige Aktualisierung, Hinweis auf schwache Passwörter, besserer globaler Support, neue Sortierungslogik für Suchergebnisse[35]
Ältere Version; noch unterstützt: 3.8 Parker 12. Dezember 2013 Neuerungen: Neues Design im Administrationsbereich, neues Standard-Theme Twenty-Fourteen, verbesserte Anpassungen an verschiedene Bildschirmgrößen und Auflösungen [36]
Ältere Version; noch unterstützt: 3.9 Smith 16. April 2014 Neuerungen: Update für Visueller Editor (WYSIWYG), Drag & Drop Funktion im Editor, Playlisten für Videos und Audios, verbesserter Theme-Browser, Galerie Vorschau im Editor
WordPress 4 Ältere Version; noch unterstützt: 4.0 Benny 4. September 2014 [37] Neuerungen: zusätzliche Grid-Ansicht für die Mediathek sowie eine Filterung nach Typ, neue Gestaltung der Plugin-Installation, Sprachauswahl während des Installationsvorgangs, Vorschau von eingebundenen URLs im visuellen Editor, automatische Größenanpassung des Editors, Widgets in einem eigenen Customizer-Panel, verbesserte Interaktion mit Editor-Inhalten [38][39]
Aktuelle Version: 4.1 Dinah 18. Dezember 2014 [40] Neuerungen: neues Standard-Theme Twenty-Fifteen, ablenkungsfreies Schreiben, Spracheinstellung kann jederzeit in den Einstellungen geändert werden, Ausloggen vom Blog von überall möglich, Einbindung von Videos die bei Vine gehostet sind, Plugin-Vorschläge anhand der verwendeten Plugins, mehrere Verbesserungen „unter der Haube“
Legende:
Ältere Version; nicht mehr unterstützt
Ältere Version; noch unterstützt
Aktuelle Version
Aktuelle Vorabversion
Zukünftige Version

WordPress µ [Bearbeiten]

Das Projekt WordPress µ (µ = mu, hier als Abkürzung für Multiuser genutzt) entstand, um die Möglichkeit zu bieten, Weblogs mandantenfähig zu hosten und damit einen Weblog-Dienst einzurichten. WordPress-µ-Versionen basierten jeweils auf der aktuellen WordPress-Version und erschienen meist zeitnah zu dieser. Das Projekt wurde ebenfalls von Automattic koordiniert.

Seit WordPress 3.0 ist µ unter dem Namen „Multi-Site“ ein fester Bestandteil der Blog-Software. Es wird daher nicht mehr als gesondertes Projekt geführt.

BuddyPress[Bearbeiten]

BuddyPress ist ein Plug-in für WordPress (ursprünglich nur für WordPress µ), das das Blog-System in ein kleines Soziales Netzwerk verwandelt. Die aktuelle Version ist 2.1 vom 18. September 2014.[41]

WordPress für Mobilgeräte[Bearbeiten]

Für Betriebssysteme (derzeit iOS, Android, Windows Phone, BlackBerry OS, Symbian, HP webOS) verschiedener Mobilgeräte werden Applikationen angeboten, die den mobilen Zugriff auf WordPress.com-Blogs und WordPress-Blogs ab Version 2.7 ermöglicht. Diese bieten unter anderem die Möglichkeit, Beiträge lokal zu bearbeiten sowie Bilder und Videos hochzuladen.[42] Die letzte Aktualisierung wurde im August 2012 durchgeführt, mit der WordPress für Mobilgeräte eine neue Oberfläche für Tablets eingeführt hat.[43]

Community[Bearbeiten]

WordPress Deutschland[Bearbeiten]

WordPress Deutschland bezeichnet sich als die „zentrale Anlaufstelle der deutschsprachigen WordPress-Nutzer“.[44] Der kommerzielle Bloghoster wordpress.com fällt trotz Namensähnlichkeit explizit nicht darunter, da dies ein ganz anderes Produkt ist, für welches der Betreiber eine eigene deutschsprachige Seite anbietet.[45]

Kritik[Bearbeiten]

DE-Edition[Bearbeiten]

Die Integration des Plug-ins „LinkLift“, das Textlinks zum Zwecke der Suchmaschinenoptimierung durch Aktivierung des Benutzers in die inoffizielle deutsche Version 2.3 einband, löste Diskussionen unter Nutzern aus.[46] Als Reaktion darauf wurde am 1. Oktober 2007 im WordPress Deutschland Blog bekanntgegeben, dass die umstrittene Erweiterung ab sofort nicht mehr zum Lieferumfang der deutschen Edition gehört.[47]

Lange Zeit gab es zudem für WordPress im deutschsprachigen Raum mehrere Sprachdateien: eine von wordpress.org und zwei von WordPress Deutschland (eine „Du“- und eine „Sie“-Version). Da die Sprachdateien das gleiche Länderkürzel nutzten, kam es mit der Einführung des automatischen Updates mit WordPress 2.7 zu diversen Problemen mit der Update-Funktion.[48] Diese Probleme wurden mit Version 2.8 und der Zusammenlegung der deutschen Sprachversionen behoben.[49]

Mehrsprachigkeit[Bearbeiten]

WordPress bietet keine native Unterstützung für mehrsprachige Webseiten. Zwar bieten Plug-ins die Möglichkeit, mehrsprachigen Inhalt zu verwalten, jedoch beziehen sich diese meist nur auf einzelne Postings und nicht auf alle verfügbaren Elemente. Alternativ ist es möglich, die MultiSite-Funktion von WordPress ab Version 3.0 zu nutzen und damit für jede Sprache ein eigenes Blog zu erstellen.[50]

Speicherverbrauch[Bearbeiten]

In Version 2.8 ist der Speicherverbrauch verglichen mit den Vorgängerversionen vor allem auf 64-Bit-Systemen stark gestiegen.[51] Standardmäßig werden 40 bzw. 64 MB RAM benötigt.[52] Diese – gemessen an modernen PCs geringen – Speicheranforderungen stellen heutzutage auch bei einfacheren Leistungspaketen kommerzieller Webhoster meist kein Problem mehr dar.

Mit Version 3.2 wurde die Code-Menge reduziert und an der Performance gearbeitet.[53]

Programmierschnittstelle (API)[Bearbeiten]

Besonders bei der Entwicklung von Skins (bei WordPress Themes genannt) bemängeln Entwickler das uneinheitliche API. So existieren redundante oder nahezu gleichlautende Funktionen. Globale Variablen werden benutzt und objektorientierte mit prozeduraler Programmierung vermischt. Außerdem geben einige Funktionen Werte direkt auf dem Bildschirm aus, andere geben sie lediglich zurück.[54]

Literatur[Bearbeiten]

  • Olivia Adler: Praxiswissen WordPress, O’Reilly-Verlag 2009, ISBN 978-3-89721-915-1
  • Frank Bültge, Thomas Boley: Das WordPress-Buch. Vom Blog zum Content-Management-System, Open Source Press Juli 2009, ISBN 978-3-937514-70-3
  • Thomas Frütel: WordPress professionell einsetzen. Data-Becker 2009, ISBN 978-3-8158-2803-8
  • Astrid Günther: WordPress, KnowWare, Osnabrück, ISBN 978-87-91364-97-6
  • Johann-Christian Hanke: Content Management mit WordPress für Kids. mitp-Verlag 2013, ISBN 978-3-8266-8691-7
  • Vladimir Simovic und Thordis Bonfranchi-Simovic: WordPress – Das Praxisbuch (5. Auflage). mitp 2013, ISBN 978-3-8266-9494-3
  • Alexander Hetzel: WordPress 3 – Das umfassende Handbuch (3. Auflage), Galileo Computing, 2014, ISBN 978-3-8362-2662-2
  • Tobias Schindegger: WordPress - Homepageerstellung: Quick Guide, Amazon Kindle 2014

Videotrainings[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: WordPress – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. WordPress.org WordPress 4.1 “Dinah”
  2. Was ist WordPress? – Alles, was du über WordPress wissen musst
  3. Systemvoraussetzungen von WordPress (abgerufen am 25. Mai 2013)
  4. The Blogging Software Dilemma (engl.)
  5. Roadmap der Entwicklung
  6. Alte Entwicklerseite von b2
  7. WordPress.org: About
  8. http://www.packtpub.com/open-source-cms-award-previous-winners
  9. Open Source CMS Award
  10. WordPress.org Download-Zähler, (abgerufen am 13. Juni 2014)
  11. W3Techs.org ([1]), (abgerufen am 24. Februar 2014)
  12. trends.builtwith.com ([2]), (abgerufen am 24. Februar 2014)
  13. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDie 5-Minuten-Installation. In: WordPress Deutschland. Abgerufen am 31. März 2010.
  14. WP 3.0: Angaben zur Installation erweitert. 19. März 2010, abgerufen am 31. März 2012.
  15. http://wordpress.org/development/2009/07/themes-are-gpl-too/
  16. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatMonika Steinberg: WordPress erhält inoffiziellen App-Store für Plug-ins und Themes. In: t3n Magazin. Abgerufen am 16. Mai 2012.
  17. WordPress.org: Announcing WordPress 1.5 (englisch)
  18. WordPress.org: WordPress 2 (englisch)
  19. Blogeintrag der Entwickler zur Einstellung von WordPress 2.0 (englisch)
  20. WordPress.org: WordPress 2.2 (englisch)
  21. WordPress.org: WordPress 2.3 (englisch)
  22. WordPress.org: WordPress 2.5 (englisch)
  23. WordPress.org: WordPress 2.6 (englisch)
  24. WordPress.org. WordPress 2.7 „Coltrane“ (englisch)
  25. WordPress.org: 2.8 Release Jazzes Themes and Widgets (englisch)
  26. WordPress.org: Veröffentlichungsbeitrag zu WordPress 2.9
  27. WordPress.org: Zeitplan zum Release von WordPress 3.0
  28. wpdevel: Process and Scope for 3.1, Part I
  29. WordPress.org: Veränderungen in Wordpress 3.2
  30. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMatt Mullenweg: WordPress 3.3 “Sonny”. 12. Dezember 2011, abgerufen am 13. Dezember 2011.
  31. Tweets einbetten
  32. WordPress 3.4 “Green” ist veröffentlicht, WordPress Blog, 13. Juni 2012. Abgerufen am 14. Juni 2012.
  33. WordPress veröffentlicht Version 3.4 “Green” 16. Juni 2012, abgerufen am 13. November 2012.
  34. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatWordPress 3.5: Auf dem Weg zum Allround-CMS. In: t3n. 19. Juli 2012, abgerufen am 20. Juli 2012.
  35. WordPress 3.7 „Basie“ ist fertig, WordPress Blog, 24. Oktober 2013. Abgerufen am 25. Oktober 2013.
  36. WordPress 3.8 „Parker“ veröffentlicht, WordPress Blog, 12. Dezember 2013. Abgerufen am 17. Dezember 2013.
  37. WordPress 4.0 “Benny”. WordPress.org. Abgerufen am 5. September 2014.
  38. WordPress 4.0 Beta 1 ist erschienen: Die Neuheiten im Überblick
  39. offizielle Entwickler-Ankündigung von WordPress 4.0 Beta 1 (englisch)
  40. WordPress 4.1 “Dinah”. "WordPress.org. Abgerufen am 18. Dezember 2014.
  41. BuddyPress 2.1 "Patsy" Released BuddyPress.org, abgerufen am 6. Oktober 2014 (englisch)
  42. Mobile Apps. WordPress, abgerufen am 23. September 2012 (englisch).
  43. Falk Hedemann: WordPress für iOS mit großem Update und neuem Userinterface. In: t3n Magazin. 10. August 2012, abgerufen am 23. September 2012.
  44. WordPress Deutschland. Rohé, Heinz, abgerufen am 21. Juli 2010: „WordPress Deutschland ist die zentrale Anlaufstelle der deutschsprachigen WordPress-Nutzer“
  45. WordPress.com. Abgerufen am 31. August 2010.
  46. Forum von WordPress Deutschland. Abgerufen am 2012.
  47. Änderung der DE-Edition. WordPress Deutschland, 1. Oktober 2007, abgerufen am 23. September 2012.
  48. Sprachdateien Wirrwarr. WordPress Deutschland, 12. Dezember 2008, abgerufen am 23. September 2012.
  49. Ein WordPress Deutschland. WordPress Deutschland, 22. Juli 2009, abgerufen am 23. September 2012.
  50. Mehrsprachige Website mit WordPress
  51. Olaf Schmitz: Fatal error: Allowed memory size of *** bytes exhausted… WordPress Deutschland, 16. Juni 2009, abgerufen am 23. September 2012.
  52. Siehe die Datei wp-includes/default-constants.php im Sourcecode von WordPress 2.9, zur Datei im offiziellen WordPress-Repository.
  53. Jane Wells: WordPress 3.2, Beta 1. WordPress.org, 12. Mai 2011, abgerufen am 23. September 2012.
  54. WordPress: Eine Hassliebe? 11. August 2010, abgerufen am 23. September 2012.