You’ve Changed

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You’ve Changed ist ein Popsong von Carl T. Fischer (Musik)[1] und Bill Carey (Text), der 1942 veröffentlicht wurde.[2][3]

Die Ballade You’ve Changed hat die Liedform A-A'-B-A', und der Refrain in Es-Dur hat eine absteigende chromatisch-melodische Linie.[4] Der Song wurde im Oktober 1941 erstmals für Columbia Records vom Harry James Orchestra mit dem Gesang von Dick Haymes eingespielt und verschaffte Haymes 1948 in den Vereinigten Staaten einen mittleren Charterfolg.[5] Bekannt wurde der Song dann vor allem durch die Interpretationen von Nat King Cole (1947), Billie Holiday (1958[6]) und Sarah Vaughan (1960).[3] Andrian Kreye erwähnt, dass vor allem Billie Holiday in ihrer Version auf der LP Lady in Satin „in dem Song plötzlich Abgründe“ entdeckte und „aus der Enttäuschung über eine erkaltete Liebe ein Manifest der Hoffnungslosigkeit schürfen“ konnte.[3]

Ab Mitte der 1940er-Jahre entstanden zahlreiche Coverversionen des Songs, u. a. auch von Billy Eckstine, Ella Fitzgerald, Jackie Gleason, Etta James, Dakota Staton und Monica Zetterlund. Instrumentalversionen nahmen in den 1960er-Jahren u. a. auch Ruby Braff, Dexter Gordon, Johnny Griffin, Bobby Hackett, Coleman Hawkins, Johnny Hodges, Yusef Lateef, Ramsey Lewis und Buddy Rich auf.[7] Außerdem wurde der Song von Marvin Gaye (1964), Diana Ross (Lady Sings the Blues, 1972), Joni Mitchell (Both Sides Now, 2000) und von George Michael auf seinem Album Songs from the Last Century (1999) interpretiert.

Der Fischer-Carey-Song ist nicht mit You’ve Changed von Edward Heyman, Tony Martin und Victor Young zu verwechseln, der für den Film The Fabulous Senorita (1952) geschrieben[8] wurde und später u. a. von Chet Baker[9] und Hamiet Bluiett[10] interpretiert wurde.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Carl T. Fischer (1912–1954), der indianischer Abstammung war, arbeitete als Pianist in Los Angeles und war ein Freund und Begleitmusiker von Frankie Laine. Fischer schrieb außerdem die Songs We'll Be Together Again und It Started All Over Again sowie die Orchestersuite Reflections of an Indian Boy. Vgl. Gene Lees: Cats of Any Color: Jazz Black and White, 2009, S. 40
  2. Informationen bei Jazzstandards.com
  3. a b c Andrian Kreye: Das Missverständnis Frank Sinatra in Süddeutsche Zeitung
  4. Marvin E. Paymer, Don E. Post: Sentimental Journey: Intimate Portraits of America's Great Popular Songs. 1999, S. 456
  5. Billboard 10. Apr. 1948
  6. Holiday stellte den Song erstmals am 10. Juli 1958 in der TV-Sendung Art Ford Jazz Party vor; begleitet wurde Billie Holiday von Buck Clayton (tp), Tyree Glenn (tb), Hank D’Amico (cl), Georgie Auld (ts), Mal Waldron (p), Harry Sheppard (vib), Mary Osborne (e-git), Vinnie Burke (b), Osie Johnson (dr).
  7. Tom Lord The Jazz Discography (online, abgerufen 4. Mai 2014)
  8. Alan Gevinson: Within Our Gates: Ethnicity in American Feature Films, 1997, S. 321
  9. http://jazz-jazz.ru/?category=download&altname=chet_baker__you_cant_go_home_again_19771
  10. http://www.discogs.com/Hamiet-Bluiett-Live-At-The-Village-Vanguard-Ballads-And-Blues/release/1309200