Zădăreni

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Zădăreni
Saderlach
Zádorlac
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Zădăreni (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Arad
Koordinaten: 46° 8′ N, 21° 13′ O46.13222222222221.218888888889120Koordinaten: 46° 7′ 56″ N, 21° 13′ 8″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 120 m
Fläche: 2.145 km²
Einwohner: 2.495 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 1 Einwohner je km²
Postleitzahl: 317130
Telefonvorwahl: (+40) 02 57
Kfz-Kennzeichen: AR
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Zădăreni, Bodrogu Nou
Bürgermeister: Petri Doina (Mișcarea Creștin-Liberală)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 28
loc. Zădăreni, jud. Timiș, RO-317130
Webpräsenz:

Zădăreni (deutsch Saderlach, ungarisch Zádorlac) ist eine Gemeinde im Kreis Arad, Banat, Rumänien. Zur Gemeinde Zădăreni gehört das Dorf Bodrogu Nou.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Zădăreni liegt am linken Maroschufer, im Norden des Banats, im Westen Rumäniens, an der Kreisstraße DJ 692 und an der Eisenbahnstrecke Neu-AradGroß-Sankt-Nikolaus, acht Kilometer von der Kreishauptstadt Arad entfernt. Auf der Gemarkung der Gemeinde, vier Kilometer westlich von Zădăreni, befindet sich das griechisch-orthodoxe Kloster Hodoș-Bodrog, ein aus dem Mittelalter stammender Wallfahrtsort.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Pecica Marosch Neu-Arad
Bodrogu Nou Nachbargemeinden Fântânele
Felnac Vinga Șagu

Etymologie[Bearbeiten]

Der Ortsname Zádorlac deutet auf einen Besitzer Namens „Zádor“ und das ungarische Nachwort „lak“ für Wohnort hin.

Geschichte[Bearbeiten]

Die älteste Erwähnung der Siedlung „Zadarlaka“ stammt aus den päpstlichen Zehentlisten von 1332 bis 1337. Im Jahr 1514 wurde das „Schloss Zadorlak“ von den Aufständischen Dózsas geplündert und alle Lehensurkunden vernichtet. Im Sommer 1661 wurde das Schloss von Mehmed III. eingenommen. Während der Türkenherrschaft wird lediglich eine kleine Siedlung „Szallas“ (Praedium) von etwa 30 Personen in der Nähe des heutigen „Sallaschberges“ erwähnt.[2]

Nachdem das Banat als Folge des Friedens von Passarowitz (1718) habsburgisches Kronland wurde, begann die staatlich gelenkte, planmäßige Besiedlung dieses weitgehend entvölkerten Landstriches. Der überwiegende Teil der Saderlacher Ansiedler stammte aus dem südlichen Schwarzwald, aus dem Zwing und Bann des Klosters St. Blasien, von der Grafschaft Bonndorf, aus der Landgrafschaft Stühlingen, der Landgrafschaft Klettgau und dem Fürstentum Fürstenberg. Mehrere Familien kamen aus dem Hotzenwald, aus der Grafschaft Hauenstein und aus dem Fricktal.[2]

Im Jahre 1719 entfachte der Salpeterer Johann Fridolin Albiez die Salpetererunruhen. Nach der Niederschlagung des letzten Aufstandes von 1755 ließ Maria Theresia 122 Aufständische ins Banat verbannen. Die Saderlacher Ansiedler kamen, als geschlossene Gruppe, zwischen dem ersten und zweiten Schwabenzug (1740-1780). Nach dem Banater Historiker „Leo Hoffmann“ ist 1737 das Jahr der ersten Einwanderung der Hotzen zu betrachten. Saderlach war die einzige deutsche Siedlung im südöstlichen Teil Europas mit alemannischer Mundart. Das Alemannische setzte sich gegen alle anderen Spracheinflüsse durch.[2]

Tourismus[Bearbeiten]

Das Kloster Hodoș-Bodrog ist ein wichtiger touristischer Anziehungspunkt. Das aus dem 12. Jahrhundert stammende Mönchskloster ist im Besitz einer umfangreichen Ikonensammlung aus dem 15. bis 18. Jahrhundert, sowie zahlreicher Bücher, Manuskripte, Silbergefäßen und Artefakte aus der Römerzeit, die bei Ausgrabungen in den Jahren 1976-1977 freigelegt wurden.[3]

Demografie[Bearbeiten]

Volkszählung[4] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 2192 160 45 1985 2
1910 2127 176 82 1860 9
1930 1727 180 14 1529 4
1977 2223 1383 42 786 12
2002 2104 2006 58 21 19
2011[1] 2495 2297 49 13 136

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Johannes Künzig: Saderlach 1737–1937, eine alemannische Bauerngemeinde im rumänischen Banat. Karlsruhe 1937
  • Karl Kraushaar: Kurzgefasste Geschichte des Banats und der deutschen Ansiedlungen. Wien 1923
  • Leo Hoffmann: Kurze Geschichte der Banater Deutschen, Timișoara 1925
  • Elke Hoffmann, Peter-Dietmar Leber, Walter Wolf: Das Banat und die Banater Schwaben, Band 5: Städte und Dörfer, München 2011

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. a b c saderlach.de, Saderlach
  3. cjarad.ro, Comuna Zădăreni
  4. kia.hu (PDF; 784 kB), E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Arad laut Volkszählungen von 1880 - 2002