5. Luftwaffendivision

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5. Luftwaffendivision
— 5. LwDiv —

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5. LWD Wappen.jpg
Wappen 5. LWD
Aktiv April 1963 bis 31. März 1994
Land Deutsche FlaggeDeutsche Flagge Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Bundeswehr Logo Luftwaffe with lettering.svg
Truppengattung Fliegerkräfte
Unterstellung Wappen des LwFüKdo LwFüKdo
Garnison Barnim-Kaserne Strausberg

General-Steinhoff-Kaserne Berlin-Gatow

Letzter Kommandeur
Divisionskommandeur Generalmajor J. Höche
Stv. Divisionskommadeuer k.A.
Insignien
Homepage Private Website mit Informationen über den Verband

Die 5. Luftwaffendivision war eine Division der deutschen Luftwaffe. Sie bestand unter diesem Namen von 1963 bis 1971 in Birkenfeld sowie von 1990 bis 1994 in Strausberg (Eggersdorf) (52.5271913.83139) und bis zur Auflösung Ende 1994 in Berlin-Gatow.

Geschichte[Bearbeiten]

1963 bis 1971[Bearbeiten]

Die 5. Luftwaffendivision entstand im April 1963 aus dem 1959 in Trier aufgestellten Fliegerführer Süd, der ab 1961 in die Fliegerdivision Süd in Karlsruhe umgegliedert worden war. Der Divisionsstab befand sich in Birkenfeld; zum Aufstellungszeitpunkt waren der Division zunächst auch noch bodengebundene Luftverteidigungskräfte zugeordnet. Nach einer erneuten Umgliederung im Jahre 1968 erfolgte 1971 die Unterstellung der Verbände unter das Kommando der 2. Luftwaffendivision und damit einhergehend die Auflösung der 5. Luftwaffendivision.[1]

1991 bis 1994[Bearbeiten]

Mit dem Tage der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 endete das Bestehen der Nationalen Volksarmee (NVA). Bereits im August 1990 wurden Vorkommandos der Bundeswehr in alle Bereiche der NVA entsandt. Zum 3. Oktober 1990 erfolgte die Aufstellung des Vorbereitungsstabs 5. Luftwaffendivision in der Barnim-Kaserne Strausberg (Eggersdorf) unter Leitung von Generalmajor Bernhard Mende.

Zu dieser Zeit bestanden zum Teil die bisherigen NVA-Strukturen mit dem vorhandenen Personal, so auch das Kommando LSK/LV, fort. Die Befehlsgewalt über die Kräfte der ehemaligen LSK/LV lag jedoch ab dem 3. Oktober 1990 bei der Führung des Bundeswehr. Einige Dienstposten waren doppelt besetzt mit NVA- und Luftwaffenpersonal, wobei das NVA-Führungspersonal nur beratend tätig war.

Diese Übergangszeit endete zum 1. April 1991, als die Aufstellung des Kommandos 5. Luftwaffendivision, und damit der 5. Luftwaffendivision, erfolgte.[2]

Zur Abwicklung nicht weiter verwendeter NVA-LSK/LV-Einheiten wurde die zeitweise Aufstellung der Abwicklungsstäbe Nord in Trollenhagen und Süd in Cottbus befohlen, deren Aufgabe in der Auflösung der LSK/LV-Standorte bis zum 30. Oktober 1991 bestand. Für die Auflösung des Kommando LSK/LV wurde ein Nachkommando Eggersdorf befohlen.

1994 wurde die 5. Luftwaffendivision in Strausberg zur 3. Luftwaffendivision umbenannt mit gleichzeitiger Verlegung nach Berlin-Gatow und wurde dort aufgelöst. Die Einheiten und Verbände der 5. Luftwaffendivision wurden der 3. Luftwaffendivision unterstellt, die im Jahre 2006 ebenfalls aufgelöst wurde.

Aufgaben[Bearbeiten]

Das Kommando 5. Luftwaffendivision war als Übergangsstruktur bis 1994 aufgestellt worden, da gemäß dem Zwei-plus-Vier-Vertrag für den Zeitraum bis zum Ende der Stationierung russischer Truppen keine der NATO unterstellten militärischen Verbände in Ostdeutschland agieren durften. Daher hatte das Kommando 5. Luftwaffendivision die Aufgabe, in Ostdeutschland die Kräfte der Luftwaffe eigenständig zu führen und dabei gleichzeitig die alten Luftstreitkräfte der Nationalen Volksarmee weitestgehend abzuwickeln.

Organisation[Bearbeiten]

Der Vorbereitungsstab 5. Luftwaffendivision unterstand dem Bundeswehrkommando Ost, das zum 1. Juli 1991 aufgelöst wurde. Die Unterstellung der 5. Luftwaffendivision unter das Luftflottenkommando erfolgte im gleichen Jahr.

Kommandeure[Bearbeiten]

Die Kommandeure der 5. Luftwaffendivision waren:[3]

Name von bis
Generalmajor Bernhard Mende 3. Oktober 1990 30. September 1991
Generalmajor Axel-Björn Kleppien 1. Oktober 1991 Mai 1993
Generalmajor Jürgen Höche Mai 1993 31. März 1994

Verbände der 5. Luftwaffendivision[Bearbeiten]

  • Luftwaffenversorgungsregiment 5 in Trollenhagen
  • V. Bataillon des Luftwaffenausbildungsregiments 1 und Fliegerhorstgruppe in Holzdorf
  • III. Inspektion der Technischen Schule der Luftwaffe 3 in Bad Düben

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bernd Lemke; Dieter Krüger; Heinz Rebhan; Wolfgang Schmidt: Die Luftwaffe 1950 bis 1970. Konzeption, Aufbau, Integration. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2006, ISBN 3-486-57973-8
  • Major i.G. Gäbelein: 5. Luftwaffendivision - Chronik, 1. April 1991 bis 31. März 1994

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 5. Luftwaffendivision. In: www.luftwaffe.de. Bundeswehr, abgerufen am 4. Juli 2013.
  2. 5. Luftwaffendivision. In: www.geschichte.luftwaffe.de. Bundeswehr, abgerufen am 4. Juli 2013.
  3. Militärarchiv im Bundesarchiv; eingesehen am 15. Juli 2010