Trollenhagen

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Wappen Deutschlandkarte
Trollenhagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Trollenhagen hervorgehoben

Koordinaten: 53° 36′ N, 13° 17′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Neverin
Höhe: 68 m ü. NHN
Fläche: 17,79 km2
Einwohner: 914 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17039
Vorwahl: 0395
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 145
Adresse der Amtsverwaltung: Neubrandenburger Str. 48
17039 Neverin
Website: amtneverin.de
Bürgermeister: Peter Enthaler
Lage der Gemeinde Trollenhagen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
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Über dieses Bild

Trollenhagen ist eine Gemeinde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Die Gemeinde wird vom Amt Neverin mit Sitz in der Gemeinde Neverin verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trollenhagen liegt etwa fünf Kilometer nördlich von Neubrandenburg und östlich des Tollense-Urstromtals.

Umgeben wird Trollenhagen von den Nachbargemeinden Neddemin im Norden, Neverin im Osten, Neuenkirchen im Südosten, Neubrandenburg im Süden und Westen sowie Groß Teetzleben im Nordwesten.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile sind:

  • Buchhof
  • Hellfeld
  • Podewall
  • Trollenhagen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trollenhagen wurde erstmals 1308 als Hogenhaven urkundlich erwähnt. Der Name dürfte von aus dem Mittelniederdeutschen kommen und bedeutet so viel wie hoge (Höhe) und haven Hof, Besitz. Podewall war seit 1358 Teilbesitz des Klosters Himmelpfort. Ab 1496 hieß der Ort Trullenhagen, später dann Trollenhagen.

Die Schriftstellerin Caroline Rudolphi war als Erzieherin von 1778 bis 1783 hier im Ort tätig.

Seit der frühen Neuzeit gab es im Ort ein Rittergut, einst[2] der Familie von Gloeden, aber auch noch bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts Bauernstellen, die letzte wurde 1760 eingezogen. Gutsbesitzer waren dann unter anderem die Familien Friedrich Gottlieb Cossebade (bis 1702), von Jasmund (bis 1732), von Voß (bis 1760), von Röpert (bis 1806), Carl Jacob Frodien (bis 1834), Koch und nobilitiert 1845[3] als von Koch[4] (bis 1848), Siemerling und Grisebach (bis 1945). Das Gut wurde dann enteignet.

Das Herrenhaus von nach 1702 mit älteren Teilen von 1578 und 1662 wurde nach 1945 als Flüchtlingsunterkunft sowie Gaststätte und Wohnhaus genutzt. Um 1961 stürzte der Dachstuhl des Haupthauses ein und wurde notdürftig repariert.[5]

Am 1. Juli 1950 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Buchhof und Podewall eingegliedert.

Flugplatz/Fliegerhorst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1933 gibt es einen Flugplatz, der bis 1993 nur militärisch genutzt wurde. Seit 1993 wird er von der Luftwaffe der Bundeswehr als Fliegerhorst betrieben und von der Flughafen Neubrandenburg-Trollenhagen GmbH als ziviler Regionalflughafen mitbenutzt. Das zivile Abfertigungsterminal wurde 1995 eingeweiht.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Trollenhagen
Blasonierung: „In Grün ein silberner Milan auf einem unterhalben, vierspeichigen goldenen Zahnrad mit sechzehn Zähnen; die mittlere Speiche belegt mit einer grünen Eichel; zwischen den Speichen je eine goldene Eichel.“[6]
Wappenbegründung: In dem Wappen steht der Milan in erster Linie als Symbol für den Flugverkehr, in zweiter Linie kennzeichnet dieses Wappenbild das Raubvogelvorkommen in der Gemeindeflur. Mit dem Zahnrad sollen die Gewerbeansiedlungen in Trollenhagen versinnbildlicht werden. Die drei Eicheln verweisen auf die in der Gemarkung dominierende Baumart sowie von der Anzahl her auf die drei Ortsteile.

Das Wappen und die Flagge wurde von dem Weimarer Michael Zapfe gestaltet. Es wurde zusammen mit der Flagge am 5. September 2003 durch das Ministerium des Innern genehmigt und unter der Nr. 286 der Wappenrolle des Landes Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist quer zur Längsachse des Flaggentuchs von Grün, Weiß und Grün gestreift. Die grünen Streifen nehmen je drei Zehntel, der weiße Streifen nimmt zwei Fünftel der Länge des Flaggentuchs ein. In der Mitte des weißen Streifens liegt das Gemeindewappen, das drei Fünftel der Höhe des Flaggentuchs einnimmt. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5:3.[7]

Dienstsiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dienstsiegel zeigt das Gemeindewappen mit der Umschrift „GEMEINDE TROLLENHAGEN • LANDKREIS MECKLENBURGISCHE SEENPLATTE“.[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Bahnstrecke Neubrandenburg–Friedland verkehren nur Güterzüge. In Trollenhagen befindet sich ein Gleisanschluss. Der SPNV wurde am 14. Januar 1994 eingestellt. Die Landesstraße 35 (ehemals B 96) führt durch den Westen des Gemeindegebietes. Die Gemeinde ist auch über die etwa sechs Kilometer entfernte Anschlussstelle Neubrandenburg-Nord an der Bundesautobahn 20 zu erreichen. Im Gemeindegebiet befindet sich auch der Flughafen Neubrandenburg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Land Stargard. In: Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Freistaates Mecklenburg-Strelitz. Im Auftrage des Ministeriums (Abteilung für Unterricht und Kunst). I. Band, III. Abteilung: Die Amtsgerichtsbezirke Friedland (2. Hälfte), Stargard und Neubrandenburg – bearbeitet von Georg Krüger, Oberkirchenrat zu Neustrelitz. Kommissionsverlag der Brünslowschen Verlagsbuchhandlung (E. Brückner), Neubrandenburg 1929, Amtsgerichtsbezirk Neubrandenburg – Trollenhagen, S. 207 ff. (online [abgerufen am 12. August 2018]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Trollenhagen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2021 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Carl Gesterding: Genealogien und beziehungsweise Familienstiftungen Pommerscher, besonders ritterschaftlicher Familien. In: Erste Sammlung. Band XI., Die Familie von Gloeden. G. Reimer, Berlin 1842, S. 248–249 (uni-duesseldorf.de [abgerufen am 24. Mai 2022]).
  3. Maximilian Gritzner: Standes-Erhebungen und Gnaden-Acte deutscher Landesfürsten während der letzten drei Jahrhunderte. Nach amtlichen Quellen. II. Braunschweig bis Württemberg, Herzogthum und Grossherzogthum von Mecklenburg-Strelitz (Grossherzog Georg). C. A. Starke, Görlitz 1881, S. 598 (uni-duesseldorf.de [abgerufen am 24. Mai 2022]).
  4. Hermann Konrad Eggers: Geschichte des Geschlechtes Eggers nebst Stammbäumen, Wappentafeln und Familienportraits zusammengestellt aus den Familienpapieren, Urkunden, Archiv- und Kirchennachrichten. In: Familien-Chronik. II. Die Mecklenburgische Linie., A. Aelterer oder Strelitzer Zweig. G. Lühmanns Buchdruckerei, Harburg an der Elbe 1887, S. 19–20 (uni-duesseldorf.de [abgerufen am 24. Mai 2022]).
  5. Sabine Bock: Herrschaftliche Wohnhäuser auf den Gütern und Domänen in Mecklenburg-Strelitz. Architektur und Geschichte. (= Beiträge zur Architekturgeschichte und Denkmalpflege. 7.1–3). Band 2, Thomas Helms Verlag, Schwerin 2008, ISBN 978-3-935749-05-3, S. 912–921.
  6. Hans-Heinz Schütt: Auf Schild und Flagge produktionsbüro TINUS, Schwerin 2011, ISBN 978-3-9814380-0-0, S. 300/301.
  7. a b Hauptsatzung § 1 (PDF; 872 kB).
  8. Uwe Rosenow, Katrin Zeisler, Bodo Saß: Dorfkirche Podewall. (Nicht mehr online verfügbar.) 1. Juli 2017, ehemals im Original; abgerufen am 5. August 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.dorfkirche-podewall.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  9. Wilhelm Görges, August Nebe: Geschichte des Johanneums zu Lüneburg. Festschrift zur 500 jahrigen Jubelfeier des Johanneums im September 1906. 1907. 383 Auflage. Verzeichnis der Abiturienten des Gymnasiums von Ostern 1830 bis Ostern 1906, Nr. 286. Druck der v. Stern`schen Buchdruckerei, Lüneburg 1907, S. 153 (uni-duesseldorf.de [abgerufen am 24. Mai 2022]).