Adelmannsdorf (Dietenhofen)

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Adelmannsdorf
Koordinaten: 49° 23′ 15″ N, 10° 38′ 34″ O
Höhe: 358 m ü. NHN
Einwohner: 143 (2016)[1]
Postleitzahl: 90599
Vorwahl: 09824

Adelmannsdorf (umgangssprachlich: Ōdlsdorf [2]) ist ein Ortsteil des Marktes Dietenhofen im Landkreis Ansbach in Mittelfranken.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt am Mettlachbach, der ein linker Zufluss der Haselbachs ist, der wiederum ein rechter Zufluss der Bibert ist. Etwas nordwestlich des Ortes mündet der Itzelbach als rechter Zufluss in den Mettlachbach. Im Westen liegt das Waldgebiet Adelmannsdorfer Schlag, ca. 0,5 km nördlich das Waldgebiet Rotbusch, ca. 0,5 km östlich der Höfner Berg (414 m ü. NN).[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 1342 als „Adelmanndorf“. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Adalman, der als Gründer des Ortes anzunehmen ist.[2]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Adelmannsdorf 12 Haushalte. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-bayreuthische Kastenamt Dietenhofen inne. Die einzelnen Anwesen unterstanden unterschiedlichen Grundherrn: 3 Anwesen dem Kastenamt Dietenhofen, 4 Anwesen dem Rittergut Frohnhof der Herren von Eyb, 3 Anwesen dem Rittergut Neudorf der Herren von Leonrod und 2 Anwesen dem Rittergut Rügland der Herren von Crailsheim. Neben den Haushalten gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).[4]

Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1799) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:

Adelsdorff, ehemals Adelmannsdorff, im Kanton Altmühl, liegt 3 Stunden von Ansbach, besteht aus 3 Bayreuth, 2 Freihl. Crailsheimischen, Reyländer Linie, 3 von Leonrodtischen und 4 von Eybischen Unterthanen. Die Dorfs- und Gemeind-Herrschaft war vormals Bayreutisch, ist aber nun zum Fürstenthum Ansbach gezogen worden. Der Ort jenseit des Wassers ist nach Weihenzell, der diesseits aber zu dem Mk. Dietenhöfer Kaplaney-Filial Warzfelden gepfarret.“[5]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Adelmannsdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Weihenzell zugeordnet. Es gehörte auch der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Weihenzell an.[6] Am 27. Juli 1830 wurde Adelmannsdorf in die neu gebildete Gemeinde Haasgang umgemeindet.[7] Diese wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform aufgelöst. Adelmannsdorf und Höfen wurden in den Markt Dietenhofen eingegliedert.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Haus Nr. 10: Eingeschossiges Wohnstallhaus, Fachwerkgiebel, 18. Jh.
  • Mittelalterliches Steinkreuz mit einem Arm (Schäferkreuz) am Weg nach Rüdern gegenüber der Wirtschaft Zu den zwei Linden.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Dietenhofen#Adelmannsdorf

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002005 002016
Einwohner 74 89 104 110 116 92 105 121 110 124 125 154 143
Häuser[8] 14 17 24 22 18 19 20 38
Quelle [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [1]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession werden teils von St. Mauritius (Warzfelden) versorgt, das eine Filiale von St. Martin (Kleinhaslach) ist, teils von St. Jakob (Weihenzell). Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Bonifatius (Dietenhofen) gepfarrt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kreisstraße AN 17 führt an Höfen vorbei nach Warzfelden und über Rosenberg nach Rügland. Gemeindeverbindungsstraßen führen die AN 9 kreuzend nach Moratneustetten, nach Rüdern und Thierbach.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b www.dietenhofen.de
  2. a b E. Fechter, S. 35.
  3. Adelmannsdorf im BayernAtlas
  4. M. Jehle, Bd. 2, S. 826.
  5. J. K. Bundschuh, Bd. 1, Sp. 14.
  6. Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle, Bd. 2, S. 961.
  7. M. Jehle, Bd. 2, S. 948.
  8. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  9. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann meherer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 3 (Digitalisat).
  10. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 40 (Digitalisat).
  11. Joseph Heyberger (Hrsg.): Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabethischem Ortslexikon. Literar.-artist. Anst. der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 984, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  12. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarr-, Schul- u. Postzugehörigkeit. … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt, Sp. 1149, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  13. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1089 (Digitalisat).
  14. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1153 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1190 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1026 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 755 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 168 (Digitalisat).
  19. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 325 (Digitalisat).
  20. Statistik der Einwohnerzahlen in den Ortsteilen. (Memento vom 1. August 2012 im Webarchiv archive.is) auf: dietenhofen.de