Adlhausen

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Adlhausen
Markt Langquaid
Koordinaten: 48° 47′ 9″ N, 12° 1′ 0″ O
Höhe: 396 m ü. NN
Einwohner: 233 (2012)[1]
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 84085
Vorwahl: 09452
Adlhausen (Bayern)
Adlhausen

Lage von Adlhausen in Bayern

Die Filialkirche Mariä Himmelfahrt
Die Filialkirche Mariä Himmelfahrt

Adlhausen ist ein Ortsteil des Marktes Langquaid im niederbayerischen Landkreis Kelheim. Bis 1978 bildete es eine selbstständige Gemeinde.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adlhausen liegt in der Hallertau an der Großen Laber etwa vier Kilometer südwestlich von Langquaid, etwa drei Kilometer nordöstlich von Rohr in Niederbayern und etwa 3,5 Kilometer westlich von Herrngiersdorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehrere Hügelgräber in der Umgebung belegen eine vorgeschichtliche Besiedlung. Bereits in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts wird Adlhausen als Edelsitz urkundlich erwähnt. Um 1123 wird ein gewisser Kunrat von Attelhausen, um 1150 Burkart und Egno von Attelhausen genannt. Im Jahr 1478 gelangten Edelsitz und Hofmark als Lehen an Ulrich Geltinger von Niklas zu Abensberg und wechselten in den folgenden Jahrhunderten mehrfach ihren Besitzer. Von 1734 bis 1763 war die Hofmark im Besitz der Adelsfamilie Guggemos, die zeitweise auch Inhaber der Hofmark Herrngiersdorf waren.[2]

Adlhausen war eine Hofmark, die anfangs im Besitz der Edlen von Adlhausen war. Die mit dem bayerischen Gemeindeedikt von 1818 begründete Gemeinde gehörte zunächst zum Landgerichtsbezirk Pfaffenberg, dann zum 1838 eingerichteten Landgericht Rottenburg, ab 1862 zum Bezirksamt Rottenburg an der Laaber und schließlich zum Landkreis Rottenburg an der Laaber. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Adlhausen am 1. Mai 1978 in den Markt Langquaid eingegliedert. Kirchlich ist Adlhausen eine Filiale der Pfarrei Sandsbach.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schloss Adlhausen. Der Vorgängerbau des heutigen Schlosses wurde im 17. oder im frühen 18. Jahrhundert errichtet. Nach einem Brand 1913 wurde das Schloss mit angeschlossener Brauerei wiederaufgebaut.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Diana-Schützen Adlhausen
  • Freiwillige Feuerwehr Adlhausen
  • Kriegerverein Adlhausen
  • KLJB Adlhausen. Sie ging aus dem 1945/1946 gegründeten Burschenverein hervor.
  • Sportverein Adlhausen 1972

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Müllers Großes Deutsches Ortsbuch 2012. De Gruyter, 2012, S. 18.
  2. Karin Hösch: Kirchen der Pfarreien Sandsbach und Semerskirchen. Herausgegeben vom Kath. Pfarramt Semerskirchen, Peda-Kunstführer Nr. 168/2001, Kunstverlag Peda, Passau 2001, ISBN 3-89643-172-2, S. 9.