Agon Mehmeti

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Agon Mehmeti
Agon Mehmeti 23 jan 2010.jpg
Mehmeti im Jersey von Malmö FF (Januar 2010)
Personalia
Geburtstag 20. November 1989
Geburtsort PodujevaSFR Jugoslawien
Größe 184 cm
Position Stürmer
Junioren
Jahre Station
0000–2001 IFK Malmö
2001–2007 Malmö FF
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2008–2011 Malmö FF 88 (23)
2012–2014 US Palermo 3 0(0)
2002–2013 → Novara Calcio (Leihe) 22 0(6)
2013–2014 → SC Olhanense (Leihe) 20 0(2)
2014–2016 Malmö FF 25 0(4)
2016–2017 Stabæk Fotball 24 0(5)
2017 Gençlerbirliği Ankara 1 0(0)
2017–2018 Oxford United 13 0(1)
2019– Örebro SK 29 0(4)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2008 Schweden U-19 4 0(2)
2009–2010 Schweden U-21 8 0(2)
2013 Albanien 3 0(0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 25. März 2020

Agon Mehmeti (* 20. November 1989 in Podujeva, SFR Jugoslawien (heute Kosovo)) ist ein kosovo-albanisch-schwedischer Fußballspieler kosovarischer Herkunft.[1] Der Offensivspieler, der nach mehreren Einsätzen in schwedischen Nachwuchsnationalmannschaften 2013 für die albanische A-Nationalmannschaft debütierte, spielte in seiner bisherigen Karriere in Schweden, Italien, Portugal und Norwegen. Er gewann mit Malmö FF 2010 und 2014 den Lennart-Johansson-Pokal für den schwedischen Landesmeister.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestart in Schweden und erster Meistertitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehmeti, der als zweijähriges Kind mit seiner Familie als Flüchtling nach Schweden kam,[2] begann mit dem Fußballspielen bei IFK Malmö. 2001 wechselte er innerhalb Malmös zum Ortsrivalen Malmö FF in die Jugendabteilung. Nachdem er die einzelnen Nachwuchsmannschaften durchlaufen hatte, gehörte er 2007 erstmals zur ersten Mannschaft und erhielt von Trainer Sören Åkeby in einem Vorbereitungsspiel Einsatzzeit. In der Spielzeit 2008 hatte er sich schließlich im Kader der Erstligamannschaft etabliert, beim neu verpflichteten Trainer Roland Nilsson bedeckte er eine Jokerrolle und bestritt 20 seiner 21 Saisonspiele in der Allsvenskan als Einwechselspieler – einzig kurz vor Saisonende stand er beim Spiel gegen AIK im Oktober in der Startformation. Mit drei Saisontoren verhalf er dem Klub zum Erreichen des sechsten Tabellenplatzes. Damit spielte er sich auch in die Nachwuchsnationalmannschaft und debütierte im Saisonverlauf für die schwedische U-19-Auswahl.

Als Einwechselspieler krönte Mehmeti im April 2009 mit zwei Toren das erste Pflichtspiel im neu eröffneten Swedbank Stadion, als er beim 3:0-Erfolg über den Göteborger Klub Örgryte IS die 1:0-Führung durch Labinot Harbuzi zum Endstand ausbaute.[3] Dennoch kam er im weiteren Saisonverlauf erneut nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus, gehörte aber 2009 zur neu formierten U-21-Auswahl, die sich unter Leitung von Tommy Söderberg und Jörgen Lennartsson für die U-21-Europameisterschaftsendrunde 2011 qualifizieren sollte. Zur Unzufriedenheit des Spielers erhielt er als Dauer-Joker in der Liga den Spitznamen „Super-Sub“.[4] Gemeinsam mit Daniel Larsson bildete er jedoch in seiner dritten Spielzeit in der Allsvenskan ein schlagkräftiges Sturmduo, so dass er sich einerseits als Stammkraft in der Startformation festspielte und andererseits in der Spitzengruppe der Torschützenliste wiederfand. Während er mit seinem Verein im Herbst die Tabellenspitze erobert hatte, verpasste er mit der U-21-Auswahl die Teilnahme an der EM-Endrunde in Dänemark. Bei der 1:4-Niederlage gegen die Schweizer U-21-Nati in den Play-Off-Spielen am 7. Oktober verletzte er sich zudem kurz vor der Halbzeitpause.[5] Wiedergenesen hielt er sich mit dem Klub bis zum Saisonende an der Tabellenspitze und erzielte bei 2:0-Erfolg über Mjällby AIF am letzten Spieltag mit seinem elften Saisontreffer das letzte Tor für den Verein in der Meistersaison.

Zu Beginn der folgenden Spielzeit verletzte sich Mehmeti in einem Spiel gegen IF Elfsborg.[6] Nach einer daher notwendigen mehrwöchigen Verletzungspause kehrte er in die Mannschaft zurück und etablierte sich in der zweiten Saisonhälfte erneut als Stammspieler. Nach Ende der Allsvenskan-Spielzeit gab er seinen Wechsel nach Italien bekannt. Bevor er zum US Palermo ging, bei dem er einen Fünf-Jahres-Vertrag unterzeichnete, spielte er noch bis zum Ende der Vorrunde in der UEFA Europa League für seinen bisherigen Klub.[7]

Wechsel ins Ausland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehmeti kam in seinem ersten halben Jahr in Italien nicht über den Status eines Ergänzungsspielers hinaus, lediglich drei Saisoneinsätze verbuchte er bis zum Sommer 2012. Im August des Jahres wechselte er kurz vor Ende der Wechselperiode im Austausch mit Luigi Giorgi auf Leihbasis zum Absteiger Novara Calcio in die Serie B.[8] Dort war er über weite Strecken Stammspieler, trotz seiner sechs Saisontore verpasste die Mannschaft als Tabellenfünfter den direkten Wiederaufstieg. Nach seiner Rückkehr zu US Palermo zum Saisonende verlieh ihn der Klub im Juli 2013 erneut für eine Spielzeit, dieses Mal an den portugiesischen Klub SC Olhanense.[9] Parallel rückte der ehemalige schwedische Juniorennationalspieler in den Fokus der Verantwortlichen der albanischen Nationalmannschaft. 2013 debütierte er für die südosteuropäische Auswahlmannschaft, konnte sich aber nicht dauerhaft etablieren.

Rückkehr nach Schweden, Kurzeinsätze in der Champions League und erneuter Gang ins Ausland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2014 kehrte Mehmeti nach Schweden zurück und schloss sich erneut Malmö FF an. Während er mit dem amtierenden schwedischen Meister in der zweiten Saisonhälfte den nationalen Titel verteidigte, erreichte er mit der Mannschaft erstmals in der Vereinsgeschichte die Gruppenphase der UEFA Champions League. Als Ersatz für den am Kreuzband verletzten Guillermo Molins gedacht, kam er jedoch unter Trainer Åge Hareide nicht über die Rolle eines Ergänzungsspielers hinaus. Bis zum Saisonende bestritt er lediglich fünf seiner zehn Saisoneinsätze in der Startformation, zudem kam er lediglich bei der 0:2-Auswärtsniederlage beim späteren Finalisten Juventus Turin als Einwechselspieler für Markus Rosenberg zu einem Einsatz in der Hauptrunde des Europapokals. Als Gruppenletzter verpasste er mit der Mannschaft um Isaac Kiese Thelin, Emil Forsberg, Pa Konate, Robin Olsen und Magnus Eriksson ein Überwintern im Europapokal.

Auch in der Spielzeit 2015 setzte sich Mehmeti nicht als Stammspieler bei den Himmelblauen durch. Für den Klub aus Schonen stand er in der Meisterschaft lediglich in vier Partien bei Anpfiff auf dem Spielfeld, insgesamt bestritt er mit 15 Saisonspielen gerade einmal die Hälfte aller möglichen Einsätze. Auch in der Qualifikation für die UEFA Champions League wurde er lediglich bei den Heimspielen gegen Žalgiris Vilnius und Celtic Glasgow eingewechselt und wurde von Trainer Hareide nach dem erneuten erfolgreichen Aufstieg in die Gruppenphase nur beim 2:0-Heimerfolg über Schachtar Donezk – dem einzigen Erfolg in der Gruppenphase in der Spielzeit 2015/16 – und dem abschließenden 0:8-Debakel beim späteren Titelträger Real Madrid berücksichtigt.

Dennoch blieb Mehmeti dem Klub zunächst trotz geringer Spieleinsätze treu und bestritt die Vorbereitung auf die Spielzeit 2016 unter dem neuen Trainer Allan Kuhn mit dem schwedischen Klub. Mitte März wechselte er jedoch wenige Tage vor Abschluss der Winterwechselperiode zum norwegischen Klub Stabæk Fotball.[10] Nachdem in Norwegen bereits die Meisterschaft 2016 begonnen hatte, debütierte er am zweiten Spieltag gegen Molde FK und war in der Folgezeit über weite Strecken Stammspieler.

Im Januar 2017 wechselte er zum türkischen Erstligisten Gençlerbirliği Ankara, verließ diesen aber im Sommer 2017 vorzeitig und schloss sich dem englischen Drittligisten Oxford United an. Seit 2019 steht er nun bei Örebro SK in Schweden unter Vertrag.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. sydsvenskan.se: „Ung målspottare spelar från start“ (Memento vom 4. Mai 2008 im Internet Archive) (abgerufen am 12. Oktober 2010)
  2. Arne Reimer: Nu knyter vi näven mot HIF. In: mff.se. 31. August 2009, archiviert vom Original am 11. September 2009; abgerufen am 20. Januar 2015 (schwedisch).
  3. Drömstart på nya stadion (Memento vom 17. Juli 2012 im Webarchiv archive.today) (abgerufen am 12. Oktober 2010)
  4. fotbollskanalen.se: „Mehmeti: "Vill inte bli kallad super-sub"“ (abgerufen am 12. Oktober 2010)
  5. eurosport.se: „Lennartssons mardröm: 1-4 borta mot Schweiz“ (abgerufen am 14. Oktober 2010)
  6. expressen.se: „Mehmeti skadad - tvingade kliva av“ (Memento vom 23. September 2011 im Internet Archive) (abgerufen am 16. November 2011)
  7. sydsvenskan.se: „"Ett tag var det mentalt jobbigt"“ (Memento vom 12. November 2011 im Internet Archive) (abgerufen am 16. November 2011)
  8. palermocalcio.it: „PRESO GIORGI CEDUTI TRE GIOCATORI“ (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive) (abgerufen am 29. Juli 2015)
  9. fotbolltransfers.com: „KLART: Agon Mehmeti lånas ut till SC Olhanense“ (abgerufen am 29. Juli 2015)
  10. mff.se: „Agon Mehmeti lämnar Malmö FF“ (Memento vom 16. September 2016 im Internet Archive) (abgerufen am 13. September 2016)

Örebro SK