Gençlerbirliği Ankara

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Gençlerbirliği Ankara
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Basisdaten
Name Gençlerbirliği Spor Kulübü
Sitz Ankara, Türkei
Gründung 14. März 1923
Farben rot-schwarz
Präsident Niyazi Akdaş
Website genclerbirligi.org.tr
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Metin Diyadin
Spielstätte Eryaman Stadyumu
Plätze 22.000
Liga TFF 1. Lig
2020/21 20. Platz   (Süper Lig)
Heim
Auswärts
Ausweich

Gençlerbirliği Ankara (dt.: Jugendvereinigung bzw. Jugendunion Ankara) ist ein Fußballverein aus der türkischen Hauptstadt Ankara. Die Mannschaft spielt in der Süper Lig, der höchsten Spielklasse der Türkei. Der Verein trägt seine Heimspiele im Eryaman Stadyumu aus, welches mit dem Lokalrivalen MKE Ankaragücü geteilt wird. Der Verein ist landesweit als Talentschmiede bekannt.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde am 14. März 1923 gegründet. Von 1977 bis Januar 2017 war İlhan Cavcav Präsident des Clubs, der den Verein durch gutes Management zu einer der Topadressen der Türkei machte. Bekannt ist der Verein durch gute Talentsichtung junger europäischer und afrikanischer Spieler. Von den 1990er Jahren bis hin zur Mitte der 2000er konnte sich der Verein zumeist in der oberen Tabellenhälfte der Liga behaupten; ab den Jahren 2007/08 folgten eher schwache Saisonleistungen, wo der Verein unter anderem in der Saison 2008/09 dem Abstieg nur knapp entging. In den Jahren 1987 und 2001 holte die Mannschaft zweimal den Pokaltitel.

Gençlerbirliği bezwang im Achtelfinale um den türkischen Pokal der Saison 1996/97 Galatasaray Istanbul nach Elfmeterschießen mit einem rekordverdächtigen Ergebnis von 17:16. Das Spiel inklusive des Elfmeterschießens dauerte etwa drei Stunden. Ein ähnlich torreiches Elfmeterschießen folgte im Jahre 2008, als der Verein das türkische Pokalfinale gegen Kayserispor mit 10:11 verlor.

International sorgte die Mannschaft in der Saison 2003/04 für Furore. Nachdem sie im UEFA-Cup favorisierte Vereine wie Sporting Lissabon, Blackburn Rovers und den FC Parma ausgeschaltet hatte, erreichten sie das Achtelfinale. Dort besiegte der Verein im Hinspiel den FC Valencia (der in derselben Saison den UEFA-Cup gewann) mit 1:0, schied jedoch im Rückspiel mit 0:2 nach Verlängerung aufgrund des Silver Goals aus.

In der Saison 2015/16 beschäftigte Gençlerbirliği im ersten Halbjahr fünf Trainer.[2]

Nach dem Ende der Partie zwischen Gençlerbirliği und Galatasaray Istanbul ereignete sich am 13. März 2016 unweit des Fußballgeschehens ein Autobombenanschlag in der Innenstadt Ankaras.

Am Ende der Saison 2017/18 stieg Gençlerbirliği Ankara nach 29-jähriger Zugehörigkeit zur Süper Lig als Tabellenvorletzter ab. In der darauffolgenden Saison 2018/19 gelang jedoch der sofortige Wiederaufstieg als Tabellenzweiter in die höchste Fußballliga der Türkei.[3]

Club-Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekordspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Erstligaspiele
Rang Name Einsätze Zeitraum
01. Turkei Tevfik Kutlay 295 1959–1970
02. Turkei Zeynel Soyuer 271 1959–1970
03. Turkei Avni Okumuş 259 1983–1993
04. Turkei Selçuk Çakmaklı 256 1959–1970
05. Turkei Nihat Baştürk 255 1994–2005
06. Turkei Metin Diyadin 232 1989–1998
07. Turkei Mehmet Şimşek 214 1993–2001
08. Turkei Orhan Yüksel 205 1959–1966
09. Turkei Erkan Sözeri 186 1992–1998
10. Turkei İhsan Temen 185 1959–1966
Stand: 10. März 2019[4]
Die meisten Erstligatore
Rang Name Tor Einsätze Tor/Spiel
01. Kongo Demokratische Republik Andre N’Gole 65 136 0,48
02. Turkei Orhan Yüksel 57 205 0,28
03. Turkei Avni Okumuş 54 259 0,21
04. Guinea-a Souleymane Youla 50 112 0,45
05. Turkei Deutschland Ümit Karan 49 137 0,36
06. Turkei Zeynel Soyuer 46 271 0,17
07. Turkei Tevfik Kutlay 39 295 0,13
08. Turkei Abdullah Çevrim 34 122 0,28
Rumänien Bogdan Stancu 91 0,37
10. Nigeria Isaac Promise 29 93 0,31
Stand: 10. März 2019[4]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

National[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1. Liga: 1959–1970, 1983–1988, 1989–2018, seit 2019
  • 2. Liga: 1970–1979, 1980–1983, 1988–1989, 2018–2019
  • 3. Liga: 1979–1980

Kader der Saison 2021/22[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Letzte Aktualisierung: 30. Dezember 2020
Nr. Nat. Name Geburtstag im Verein seit Vertrag bis
Tor
01 Turkei Ramazan Köse 12. Mai 1988
41 Turkei Onur Alp Sarman 19. März 2005
44 Turkei Übeyd Adıyaman 2. Okt. 1997
93 Turkei Atalay Gökçe 20. Juni 2003
Abwehr
03 Turkei Musa Şahindere 9. Juni 2002
04 Turkei Arda Kızıldağ 15. Okt. 1989
05 Turkei Mert Kula 1. Jan. 1995
14 Turkei Metehan Mert 1. Mai 1999
20 Turkei Abdullah Şahindere 9. Juni 2003
22 Turkei Furkan Şeker 17. März 1992
27 Turkei Ömürcan Artan 27. Juli 1999
33 Turkei Muhammed Bayır 5. Feb. 1989
39 FrankreichFrankreich Kerem Can Akyüz 7. Jan. 1989
Mittelfeld
08 Kongo Demokratische Republik Aaron Tshibola 2. Jan. 1995
11 Turkei Rahmetullah Berişbek 22. März 1999 2018 2022
12 Turkei Serdarcan Eralp 3. Apr. 1997
15 Turkei Aksel Aktaş 15. Juli 1999
18 Deutschland Gökhan Gül 17. Juli 1998
21 UkraineUkraine Oleksandr Byelyayev 4. Okt. 1999
23 UkraineUkraine Dmytro Hrechyshkin 22. Sep. 1991
Sturm
07 Israel Sintayehu Sallalich 20. Juni 1991
09 Rumänien Blessing Eleke 5. März 1996
17 Turkei Barış Alıcı 24. Juni 1997
25 Kongo Demokratische Republik Kazenga LuaLua 10. Dez. 1990
26 Turkei Gökhan Altıparmak 20. Apr. 2001
28 Turkei Baran Başyiğit 20. Apr. 2001
61 Turkei İlker Karakaş 11. Jan. 1999 2018 2022
91 Brasilien Sandro Lima 28. Okt. 1990
- Turkei Recep Yurdakul 1. Juni 1999

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

3 interimsweise

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gençlerbirliği Ankara – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 10. Mai 1996, Milliyet, S. 32: „G.Birliği fabrikası“
  2. Türkischer Fußballklub: Fünfter Gençlerbirligi-Trainer seit Saisonbeginn entlassen spiegel.de 29. Dezember 2015
  3. Denizlispor und Genclerbirligi in der Süper Lig!. Auf: gazetefutbol.de, 13. Mai 2019. Abgerufen am 14. Juni 2019.
  4. a b Mackolik.com: Statistikdatenbank, abgerufen am 10. März 2019.