Alfa Romeo 90

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Alfa Romeo
Alfa Romeo 90
Alfa Romeo 90
90
Produktionszeitraum: 1984–1987
Klasse: Obere Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotoren:
1,8–2,5 Liter
(85–114 kW)
Dieselmotor:
2,4 Liter
(81 kW)
Länge: 4390 mm
Breite: 1640 mm
Höhe: 1420 mm
Radstand: 2510 mm
Leergewicht: 1080–1250 kg
Vorgängermodell Alfa Romeo Alfetta
Nachfolgemodell Alfa Romeo 164

Der Alfa Romeo 90 ist eine viertürige Limousine, die der Automobilhersteller Alfa Romeo von 1984 bis 1987 hergestellt hat. Die offizielle Modellbezeichnung lautet Alfa 90.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Alfa 90 ersetzte ab Oktober 1984 die bereits seit März 1972 gebaute Alfetta. Wie die Alfetta verfügte auch der Alfa 90 über einen Transaxle-Antrieb mit Fünfganggetriebe. Die Karosserie wurde bei Bertone unter dem verantwortlichen Designer Marcello Gandini gezeichnet.

Verschiedene Motoren ab 100 PS standen zur Auswahl: Vierzylinder mit 1,8 und 2,0 Litern Hubraum sowie Sechszylinder mit 2,0 und 2,5 Litern Hubraum. Die stärkste Version leistete 156 PS und ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von 205 km/h. Ebenfalls erhältlich war der Alfa 90 mit einem von VM Motori produzierten 110 PS starken 2,4 Liter-Turbodiesel.

Alfa Romeo 90

Der Alfa 90 verfügte über einige Besonderheiten:

Ein geschwindigkeitsabhängiger variabler Frontspoiler sollte die Straßenlage verbessern. Als Option wurde bei Alfa Romeo erstmals ein ABS-Bremssystem angeboten. Unterhalb des Handschuhfachs befand sich ein herausnehmbarer Koffer. Der Alfa Romeo 90 war auch bei der italienischen Polizei und den Carabinieri sehr verbreitet, da Alfa Romeo zum damaligen Zeitpunkt ein staatliches Unternehmen war.

Das italienische Karosseriewerk Carrozzeria Marazzi zeigte 1985 auf der Basis des Alfa Romeo 90 eine Kombivariante.[1] Eine Serienproduktion kam nicht zustande. Die Rückleuchten stammen vom Fiat Uno.

Nachfolger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach knapp drei Jahren und einer Stückzahl von 56.428 Fahrzeugen endete die Produktion des Alfa 90 im Juli 1987. Nachfolger war der in Kooperation mit Saab, Fiat und Lancia entwickelte Alfa 164.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alfa Romeo 90 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Giardinetta, Promiscua e sportwagon. In: meisenbacher.nl (englisch).
Zeitleiste der Alfa-Romeo-Modelle von 1945 bis heute
Typ bis 1986 unabhängig / Staatsbetrieb 1986 an Fiat verkauft
1940er 1950er 1960er 1970er 1980er 1990er 2000er 2010er
5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7
Kleinwagen MiTo (955)
Kompaktklasse Arna
Alfasud 33 145, 146 (930) 147 (937) Giulietta (940)
Mittelklasse Giulietta Berlina Giulia Giulietta (Typ 116) 75 155 156 (932) 159 (939) Giulia (952)
Obere Mittelklasse Alfetta 90 164 166 (936)
6C 2500 1900 Berlina 2000 Berlina 2600 Berlina 1750/2000 Berlina Alfa 6
Coupé Giulietta Sprint Giulia Sprint GT Alfasud Sprint GT (937)
1900C Sprint / Supersprint 2000 Sprint 2600 Sprint 1750/2000 GT Veloce Alfetta GT/GTV GTV (916) Brera (939)
Cabriolet Giulietta Spider Giulia Spider Spider („Duetto“) Spider (916) Spider (939)
2000 Spider 2600 Spider
Sportwagen Disco Volante Tipo 33 Montreal SZ / RZ 8C Competizione 4C
Geländewagen und SUV Matta Stelvio (949)
Kleintransporter Romeo F12/A12 AR6
AR8
  • von Joint-Venture mit Nissan
  • Kooperation zwischen Fiat und Saab: baugleiche Teile mit Fiat-, Lancia- und Saab-Modell
  • Baugleich mit Fiat bzw. Iveco