Alfa Romeo 4C

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Alfa Romeo
Alfa romeo 4c front right.jpg
4C
Produktionszeitraum: 2013–2019
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Coupé, Cabriolet
Motoren: Ottomotor:
1,7 Liter (177 kW)
Länge: 3989 mm
Breite: 1864 mm
Höhe: 1183 mm
Radstand: 2380 mm
Leergewicht: 1020 kg
Seiten- und Heckansicht in Rot

Der Alfa Romeo 4C (interne Bezeichnung Typ 960) ist ein Sportwagen der italienischen Automobilmarke Alfa Romeo.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 4C wurde im März 2011 auf dem Genfer Auto-Salon als Designstudie vorgestellt.[1] Das nicht fahrtüchtige Ausstellungsstück wurde von Vercarmodel Saro konstruiert und hergestellt, als Designer auf den Schriftzügen wird das Centro Stile Alfa Romeo genannt.[2] Im Oktober 2012 wurde in Turin der erste Prototyp gesehen und bei ihm waren die Türgriffe nicht mehr in die seitlichen Lufteinlässe integriert.[3]

Im März 2013 zeigte Alfa Romeo auf dem Genfer Auto-Salon die Serienversion des 4C.[4] Auffälligster Unterschied zur Studie sind die geänderten Scheinwerfer.

Die ersten Serienexemplare einer Launch Edition zur Markteinführung wurden auf der Messe in Genf bestellt und Ende Oktober 2013 in Balocco in Europa ausgeliefert.[5] Das Fahrzeug wird in Handarbeit von Maserati in Modena montiert.[6] Sein Name ist wie jener des Alfa Romeo 8C Competizione aus der Tradition der Alfa Romeo 6C und 8C abgeleitet, wobei das C für Cilindri (italienisch „Zylinder“) steht, sodass die Bezeichnung 4C die Bedeutung „Vierzylinder“ hat.

Im Rahmen der Detroit Motor Show (NAIAS) im Januar 2015 stellte Alfa Romeo die Serienversion der Cabriolet-Variante des 4C, die auch als Targadach-Variante bezeichnet wird und als seriennahes Konzeptfahrzeug erstmals auf dem Genfer Auto-Salon 2014 gezeigt wurde,[7] vor. Der 4C Spider wiegt rund 10 Kilogramm mehr als das Coupé, das 895 Kilogramm auf die Waage bringt, am Antriebskonzept wurde gegenüber dem nichts geändert. Im Sommer 2015 ist der Alfa Romeo 4C Spider in Deutschland auf den Markt gekommen.[8]

Auf dem amerikanischen Markt wurde der Vertrieb der Coupé-Variante, mit der Alfa Romeo die Rückkehr im Verkauf von Neuwagen auf dem Markt begann, mit dem Ende des Modelljahrs 2018 eingestellt.[9] Im August 2018 endete der offizielle Verkauf des 4C in Mitteleuropa mit der Einführung neuer Abgasvorschriften. Die Produktion für den Weltmarkt lief im Herbst 2019 aus.[10]

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Fahrgestell des 4C konstruierte das Unternehmen Dallara.[11] Es besteht aus einem Monocoque aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff, das 65 kg wiegt. Gefertigt wird es bei Neapel durch das Unternehmen Adler Plastic.[6] Die vordere und hintere Rahmenstruktur ist aus Aluminium beschaffen. Das Trockengewicht des Fahrzeugs beträgt 895 kg, sein Leergewicht 1020 kg.[12] Der 4C ist in den Farben ‚Bianco‘ (Pastell-Lackierung) bzw. ‚Bianco Madreperla‘ (Mehrschicht-Lackierung), ‚Grigio Basalto‘ (Metallic-Lackierung), ‚Nero‘ (Pastell-Lackierung), ‚Rosso Alfa‘ (ebenfalls Pastell-Lackierung) sowie ‚Rosso Competizione‘ (Mehrschicht-Lackierung) erhältlich.

Antrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mittelmotor treibt über ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe die Hinterräder an. Die Gänge können über Schaltwippen am Lenkrad gewechselt werden.

Fahrwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die angetriebenen Hinterräder werden an Querlenkern und MacPherson-Federbeinen geführt. Die Vorderradaufhängung ist als Doppelquerlenker-Achse ausgeführt.

Motor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Alfa 4C wird ein Vierzylindermotor in Reihenbauart aus der Giulietta verwendet, der um 12 kg erleichtert und dessen maximale Leistung um 4 kW erhöht wurde.[12] Das Aggregat mit 1742 cm3 Hubraum, 16 Ventilen, Benzindirekteinspritzung und Turbolader bietet 350 Nm maximales Drehmoment bei 2200/min und leistet maximal 177 kW (240 PS) bei 6000/min. Motorblock und Zylinderkopf sind aus Aluminium gefertigt. Der Normverbrauch liegt bei 6,8 l/100 km und die CO2-Emissionen bei 157 g/km. Das Fahrzeug beschleunigt in 4,5 s von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 258 km/h.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße 4C 1.8 Turbo
Motorart Ottomotor
Motorbauart R4
Hubraum 1742 cm³
Gemischaufbereitung Benzindirekteinspritzung
Motoraufladung Turbolader
max. Leistung 177 kW (240 PS) bei 6000 min−1
max. Drehmoment 350 Nm bei 2200–4250 min−1
Höchst­geschwindigkeit 258 km/h
Getriebe, serienmäßig 6-Gang-Doppel­kupplungs­getriebe
Beschleunigung, 0–100 km/h 4,5 s
Kraftstoff­verbrauch, kombiniert 6,8 l/100 km
CO2-Emissionen 157 g/km
Tankinhalt 40 l
Abgasnorm Euro 6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alfa Romeo 4C – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genf 2011: Alfa Romeo 4C Concept. Si, possiamo! In: Mobiles Leben. Süddeutsche Zeitung, 1. März 2011, abgerufen am 9. Juni 2019.
  2. Alfa Romeo – 4C Concept. Vercarmodel Saro, archiviert vom Original am 15. Oktober 2013; abgerufen am 9. Juni 2019 (englisch).
  3. Alfa Romeo 4C - La versione definitiva su strada. Quattroruote. 17. Oktober 2012. Archiviert vom Original am 14. Oktober 2013. Abgerufen am 12. Oktober 2013.
  4. Holger Appel: Alfa Romeo 4C. Geheimnisvolle Versuchung. FAZ, 24. Februar 2013, abgerufen am 12. Oktober 2013.
  5. The first European Alfa Romeo 4C 'Launch Edition' units are delivered at Balocco. Fiat S.p.A.. 31. Oktober 2013. Abgerufen am 10. November 2013.
  6. a b Handgemachter Marken-Definierer. Stern, 13. Juni 2013, abgerufen am 12. Oktober 2013 (Artikel mit Fotostrecke aus der Produktion).
  7. Alfa Romeo 4C Spider: Targa italiano - GQ. In: gq-magazin.de. 7. März 2014, abgerufen am 25. Februar 2019.
  8. Christian Brinkmann: Alfa Romeo 4C Spider: Diese heißen Extras hätte niemand erwartet. Speed Heads. 14. Januar 2015. Abgerufen am 14. Januar 2015.
  9. Viknesh Vijayenthiran: The Alfa Romeo 4C coupe just died, hope you want the Spider. In: motorauthority.com. 27. Juni 2018, abgerufen am 25. Februar 2019 (englisch).
  10. Roland Hildebrandt: Die Produktion des Alfa Romeo 4C wird gestoppt. In: de.motor1.com. 7. November 2019, abgerufen am 9. November 2019.
  11. Alfa Romeo 4C wins design award. In: Top Gear. BBC, 30. Mai 2012, abgerufen am 12. Oktober 2013 (englisch): „Baby Alfa sportscar wins prestigious Concorso d’Eleganza prize, beating off the Aston AM310“
  12. a b Alfa Romeo 4C: Sportcoupé ohne Kompromisse. In: VDI nachrichten. Nr. 44, 1. November 2013 (online [abgerufen am 10. November 2013]).
Zeitleiste der Alfa-Romeo-Modelle von 1945 bis heute
Typ bis 1933 unabhängig, anschließend Staatsbetrieb ab 1986 Teil von Fiat
1940er 1950er 1960er 1970er 1980er 1990er 2000er 2010er
5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9
Kleinwagen MiTo (955)
Kompaktklasse Arna
Alfasud 33 145, 146 (930) 147 (937) Giulietta (940)
Mittelklasse Giulietta Berlina Giulia Giulietta (Typ 116) 75 155 156 (932) 159 (939) Giulia (952)
Obere Mittelklasse Alfetta 90 164 166 (936)
6C 2500 1900 Berlina 2000 Berlina 2600 Berlina 1750/2000 Berlina Alfa 6
Coupé Giulietta Sprint Giulia Sprint GT Alfasud Sprint GT (937)
1900C Sprint / Supersprint 2000 Sprint 2600 Sprint 1750/2000 GT Veloce Alfetta GT/GTV GTV (916) Brera (939)
Cabriolet Giulietta Spider Giulia Spider Spider („Duetto“) Spider (916) Spider (939)
2000 Spider 2600 Spider
Sportwagen Disco Volante Tipo 33 Montreal SZ / RZ 8C Competizione 4C
Geländewagen und SUV Matta Stelvio (949)
Kleintransporter Romeo F12/A12 AR6
AR8
  • von Joint-Venture mit Nissan
  • Kooperation zwischen Fiat und Saab: baugleiche Teile mit Fiat-, Lancia- und Saab-Modell
  • Baugleich mit Fiat bzw. Iveco