Allenbach (Hilchenbach)

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Allenbach
Koordinaten: 50° 58′ 52″ N, 8° 5′ 32″ O
Höhe: 328–359 m ü. NN
Fläche: 8,34 km²
Einwohner: 2045 (1. Okt. 2017)
Bevölkerungsdichte: 245 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Postleitzahl: 57271
Vorwahl: 02733
Bahnhof Stift Keppel-Allenbach
Bahnhof Stift Keppel-Allenbach

Allenbach ist ein Stadtteil von Hilchenbach, Kreis Siegen-Wittgenstein. Er besteht aus den Ortsteilen Allenbach, Haarhausen und Sieben Eichen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals am 23. September 1337 bei der Übertragung von Abgabenforderungen von einem Adligen auf den Grafen von Nassau urkundlich erwähnt als „Altpach“.[1]

Der Ortsteil Haarhausen, bis 1930 selbstständige Gemeinde, wurde am 27. April 1248 erstmals urkundlich erwähnt[2] und wurde am 1. August 1930 nach Allenbach eingemeindet.[3]

Bis zur kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1969 gehörte der Ort dem Amt Keppel an.[4]

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerzahlen des Ortes, inklusive Haarhausen:[5] [6]

Jahr Einwohner
1818 276
1885[7] 734
1895[8] 840
1905 881
1910[9] 793
1925[10] 933
1933[11] 909
1939[11] 1073
Jahr Einwohner
1950 1484
1961[12] 1628
1967 1968
1994[13] 2242
2001 2147
2002 2163
2003 2180
2004 2158
Jahr Einwohner
2005 2124
2006 2137
2007 2186
2008 2187
2009 2149
2010 2123
2011 2121
2012 2123
Jahr Einwohner
2013 2115
2014 2095
2015 2064
2016 2070
2017 2045

  • 1885: Allenbach: 479, Haarhausen: 255
  • 1895: Allenbach: 582, Haarhausen: 258
  • 1910: Allenbach: 622, Haarhausen: 271

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Allenbach gibt es als Sehenswürdigkeiten das ehemalige Prämonstratenserinnen-Kloster Stift Keppel (heute ein öffentliches Gymnasium) mit der Stiftskirche St. Maria und St.Johannes-Evangelist, einen historischen Ortskern mit vielen Fachwerkhäusern, die fast alle nach dem großen Ortsbrand vom 14./15. Dezember 1781, der 14 Häuser zerstörte, errichtet wurden. Das große Hammerwerk, der Allenbacher Hammer, dominiert das Ortsbild und war lange Zeit ein wichtiger Arbeitgeber im von der Montanindustrie dominierten Ferndorftal. Außerdem befindet sich in Allenbach die Breitenbachtalsperre, die der Trinkwasserversorgung und dem Hochwasserschutz dient. Allenbach besitzt einen eigenen Bahnhaltepunkt (Stift Keppel-Allenbach) an der Bahnstrecke Kreuztal–Cölbe.

Allenbach verfügt über drei ortsansässige Sportvereine: den TV Allenbach, den Fußball-Verein Red Sox Allenbach und den Schützenverein Allenbach 1956 e. V.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Siegener Urkundenbuch Band I, Siegen, 1887, S. 131–132, Nr. 216.
  2. Karte Fürstentum Nassau-Siegen: Urkundliche Zeugnisse der Besiedlung bis 1500 (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/greif.uni-greifswald.de
  3. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 208.
  4. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 70.
  5. Otto Schaefer: Der Kreis Siegen. Siegen 1968.
  6. Stadt Hilchenbach » Der Bürgermeister: Einwohnerzahlen. Abgerufen am 16. Dezember 2017.
  7. Westfälisches Gemeindelexikon. 1887, S. 106–113.
  8. Westfälisches Gemeindelexikon. 1897, S. 110/111.
  9. Landkreis Siegen gemeindeverzeichnis.de
  10. Amt Keppelgenealogy.net
  11. a b Stadt und Landkreis Siegen verwaltungsgeschichte.de
  12. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 156.
  13. Hartmut Eichenauer: Hilchenbach. (PDF; 7,6 MB) ca. 1995.