Amelie rennt

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Filmdaten
Deutscher Titel Amelie rennt
Originaltitel Amelie rennt
Produktionsland Deutschland, Italien
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2017
Länge 97 Minuten
Altersfreigabe FSK 6[1]
Stab
Regie Tobias Wiemann
Drehbuch Natja Brunckhorst,
Jytte-Merle Böhrnsen
Produktion Tom Blieninger,
Philipp Budweg,
Martin Rattini
Musik Tobias Kuhn,
Markus Perner
Kamera Martin Schlecht
Schnitt Andreas Radtke
Besetzung

Amelie rennt (Arbeits- bzw. Alternativtitel Alpenbrennen) ist ein deutsch-italienischer Jugendfilm von Tobias Wiemann, der am 14. Februar 2017 im Rahmen der 67. Berlinale seine Premiere feierte. Im Film unternimmt die kranke Amelie, ein Teenager aus Berlin, eine Reise in die Südtiroler Alpen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amelie lebt in Berlin und ist ein ziemlich eigensinniger Teenager, der sich von niemanden etwas sagen lässt. Die waschechte Großstadtgöre hat Asthma, was sie allerdings meist einfach zu ignorieren versucht, denn sie hasst es, krank zu sein, und vor allem hasst sie die Bevormundung durch ihre Ärzte und ihre Eltern. Nach einem besonders schlimmen Asthmaanfall muss Amelie eine Kur in einer Reha-Klinik in den Südtiroler Bergen antreten. Hier lernt sie den 15-jährigen Bart kennen, der eigentlich Bartholomäus heißt und „Herdenmanager“ ist, was bedeutet, dass er über eine Gruppe Kühe herrscht. Amelie wagt mit Barts Hilfe, nachdem sie aus der Klinik abhaut, eine abenteuerliche Bergbesteigung. Nach anfänglichen Streitigkeiten zwischen dem Bauernjungen und dem Mädchen aus der Großstadt, bemerkt Amelie schon bald, dass Bart viel interessanter ist, als sie anfangs gedacht hatte.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innovation Development Marketing Südtirol und Alto Adige förderten die Produktion mit insgesamt 480.000 Euro, das Medienboard Berlin-Brandenburg mit 150.000 Euro[2], und das Kuratorium junger deutscher Film gewährte eine Produktionsförderung in Höhe von 250.000 Euro.[3]

Stab und Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie führte Tobias Wiemann, der für die Filmaufnahmen mit dem Kameramann Martin Schlecht zusammenarbeitete. Das Drehbuch schrieben Natja Brunckhorst und Jytte-Merle Böhrnsen.

Die Nachwuchsschauspielerin Mia Kasalo übernahm im Film die Rolle der Titelfigur Amelie. Der aus Südtirol stammende Nachwuchsdarsteller Samuel Girardi ist in der Rolle von Bart zu sehen, mit dem Amelie auf ihrer Reise in Südtirol Bekanntschaft macht. Amelies Eltern Sarah und Lukas beziehungsweise Jost werden von Susanne Bormann und Denis Moschitto gespielt. Jasmin Tabatabai ist im Film in der Rolle der Lungenärztin Dr. Murtsakis zu sehen. Weitere Rollen wurden mit Jerry Hoffmann, Shenia Pitschmann, Lene Oderich, Leo Seppi, David Bredin und Christian Lerch besetzt.

Dreharbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amelie reist im Film in die Alpen. An 24 Tagen fanden die Dreharbeiten in Südtirol statt, wie hier an den Reinbach-Wasserfällen bei Sand in Taufers

Der Film wurde zwischen 24. Mai und 6. Juli 2016 in Deutschland und Italien gedreht und die Dreharbeiten haben in Berlin-Kreuzberg begonnen. Am Berliner Wannsee fanden später Innenaufnahmen statt.[4] Ein Großteil der Aufnahmen erfolgte an 24 Drehtagen im italienischen Südtirol, wo Aufnahmen an Schauplätzen wie den Reinbach-Wasserfällen bei Sand in Taufers und an der Burgruine Rafenstein in Jenesien oberhalb von Bozen am Eingang zum Sarntal entstanden[5], wo am 6. Juli 2016 auch der letzte Drehtag stattgefunden hatte[6] und die Dreharbeiten nach insgesamt 30 Tagen abgeschlossen worden waren.[7]

Filmmusik und Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filmmusik wurde von Tobias Kuhn und Markus Perner komponiert.

Der Film wurde im Rahmen der 67. Berlinale (Sektion Generation Kplus) vorgestellt, wo er auch am 14. Februar 2017 seine Weltpremiere feierte[8] und eine lobende Erwähnung erhielt. In der Jury-Begründung heißt es „Scharfsinnig und mit schnellen Dialogen beschreibt dieser Film die Entwicklung einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei fesselnden Charakteren.“[9]

Ab 21. September 2017 wird der Film offiziell in den deutschen Kinos zu sehen sein. In Südtirol wird der Film im Rahmen des Filmfestivals Bozen vorgestellt.[10]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Internationale Filmfestspiele Berlin 2017

  • Special Mention in der Sektion Generation Kplus[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Amelie rennt. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüfnummer: 165831/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Medienboard Förderzusagen Mai 2016 In: medienboard.de. Abgerufen am 9. Februar 2017. (PDF; 30 KB)
  3. http://www.kuratorium-junger-film.de/files/media/Presse/Foerdermeldungen/F%C3%B6rdermeldung_3.%20Dezember%202015.pdf
  4. https://www.medienboard.de/infothek/aktuelle-meldungen/aktuelles/News/detail/News/drehstart-fuer-alpenbrennen-in-berlin/
  5. https://www.idm-suedtirol.com/de/pressemitteilungen/34-von-juni-bis-september-12-filmproduktionen-in-suedtirol.html
  6. http://www.mediabiz.de/film/news/letzte-klappe-fuer-kinofilm-alpenbrennen/409003
  7. Drehschluss bei 'Amelie rennt' In: lieblingsfilm.biz. Abgerufen am 9. Februar 2017.
  8. 40. Generation Kplus In: berlinale.de. Abgerufen am 9. Februar 2017. (PDF; 6,6 MB)
  9. Berlinale: Südtiroler Koproduktion „Amelie rennt“ erfolgreich In: stol.it, 20. Februar 2017.
  10. Greta Stampfer: Von der Schulbank auf die Leinwand In: salto.bz, 10. Februar 2017.
  11. Andreas Wiseman und Martin Blaney: Berlin Film Festival 2017: winners revealed In: screendaily.com, 18. Februar 2017.