Mac Pro

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Alu-Zylinder seit 2013
Mac Pro (2013)
Prozessor: Single CPU Intel Xeon E5 (4 oder 6 Kerne, optional 8 oder 12 Kerne)
Cache: 10–30 MB L3-Cache
QPI: 4,6 GT/s bis 6,4 GT/s
Arbeitsspeicher: 12 oder 16 GB (1866 MHz DDR3 ECC SDRAM) (bis zu 64 GB)
Grafik: 2x AMD FirePro D300 2x2048 MB (Option: 2x AMD FirePro D500 2x3072 MB oder 2x AMD FirePro D700 2x6144 MB)
Anschlüsse: 4× USB 3.0, Audio Aus- und Eingang (Ausgang: kombinierter optisch-digitaler/analoger Ausgang), 2× Gigabit Ethernet, 6× Thunderbolt 2, 1× HDMI 1.4
PCI-E Steckplätze: keine
Optisches Laufwerk (DVD/Blu-ray): keines, keine Laufwerksschächte vorhanden
Interne Festplatten: 1 PCIe Flash (SSD) Speichermodul mit 256 GB Kapazität (optional 512 GB oder 1 TB), keine weiteren internen Festplatten möglich
Mitgelieferte Software: OS X 10.10 Yosemite
Maße: 25,1 × 16,7 cm (H×⌀)
Tower-Gehäuse des Mac Pro (2006 bis Mitte 2013)
Der Mac Pro (2013) mit geöffnetem Gehäuse

Der Mac Pro ist ein Workstation-Computer der Firma Apple. Von 2006 bis 2012 hatten die Modelle „Tower“-Gehäuse und waren durch den Benutzer selbst mit RAM-Modulen, Festplatten, PCI-Express-Steckkarten (Grafik, Controller usw.), optischen Laufwerken einfach erweiterbar. Äußerlich waren die aus Aluminium gefertigten Gehäuse mit denen der Vorgänger Power Mac G5 nahezu identisch.

Technische Details[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mac Pro wurde erstmals am 7. August 2006 auf Apples WWDC vorgestellt und mit zwei Intel-Xeon-Prozessoren ausgeliefert. Aufgrund der damals neuen Core-2-basierten Intel-Architektur war der erste Mac Pro laut Apple-Marketing etwa doppelt so schnell wie die vorherige Generation des Power Macs, der auf der PowerPC-Architektur basierte.

Am 8. Januar 2008 wurde eine weitere Revision des Mac Pro mit i5400X-Chipsatz und Xeon-5400-CPUs vorgestellt.

Zwei Jahre später, am 9. August 2010, folgte eine Weiterentwicklung mit einem bzw. zwei Intel-Xeon-Prozessoren, die auf der Nehalem- bzw. Westmere-Architektur basieren. Die letzte Aktualisierung des Mac Pro wurde am 11. Juni 2012 durchgeführt, diese Version besitzt bis zu zwei Intel-Xeon-E5645-Prozessoren.

Ab dem 1. März 2013 verkaufte Apple in Europa den Mac Pro vorübergehend nicht mehr, da das Gerät laut Apple die geänderte IEC-Richtlinie 60950-1 nicht erfüllt und für den Verkauf eine Änderung an den Lüftern des Mac Pros nötig wäre.[1]

Am 10. Juni 2013 stellte Apple einen neuen Mac Pro vor. Statt der bisherigen Tower-Form hat das Gerät nun die Form eines deutlich kleineren schwarzen Alu-Zylinders. Die Hardware ist vom Nutzer anders als bisher kaum noch intern erweiterbar.[2] Das neue Gerät ist seit Dezember 2013 erhältlich.

Die nächste Generation des Mac Pro wird für das Jahr 2018 erwartet. Geplant sei es, wieder zu einem modularen System zu wechseln.[3] Apple stellte in einer News-Mitteilung klar, dass der auf der WWDC 2017 vorgestellte iMac Pro keinesfalls die Mac Pro Reihe ersetzen soll.[4]

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1. Generation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand 2012

Prozessor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jeder Mac Pro besitzt zwei 64-Bit Intel Xeon CPUs der Baureihe 5500 (Doppelkernprozessoren, Nehalem 2,26 GHz, 2,66 GHz oder 2,93 GHz mit 8 MB L3-Cache) bzw. alternativ der Baureihe 3500 (Vierkernprozessoren, bis zu 3,33 GHz), was zu einer Gesamtkernzahl von vier (XEON 5500) bzw. acht (XEON 3500) führt. Die Taktfrequenz der beiden FSB beträgt bei den Modellen der ersten Generation 1,33 GHz [5]; jeweils zwei Kerne teilen sich einen gemeinsamen (engl. “shared”) Level-3-Cache von 4 bzw. 8 MB [5]. Das neuste Modell kann bis zu zwei Westemere 6-Kern-Prozessoren mit je 3,06 Ghz besitzen.

RAM[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Riser-Karte für RAM-Bausteine

Der Mac Pro setzt DDR3-RAMs mit 1066 MHz und Fehlerkorrektur (ECC) ein, die dank des Intel-5000X-Chipsatzes je nach Bestückung im Einkanal-, Zweikanal- oder Dreikanalbetrieb genutzt werden. Die standardmäßige Ausstattung des Mac Pro sieht 3 GB RAM vor, die auf den acht vorhandenen Steckplätzen auf bis zu 64 GB (von Apple unterstütztes Limit) erweitert werden können. Je vier der RAM-Steckplätze befinden sich auf einer der zwei sogenannten Riser-Karten. Apple verbaut handelsübliche FBDIMMs verschiedener Hersteller. Da FBDIMMs bauartbedingt im Betrieb sehr warm werden, besitzen diese Speichermodule generell Kühlkörper. Apple unterstützt einen maximalen Speicherausbau von 64 GB in Form von acht 8-GB-Modulen, wobei generell maximal 8-GB-Module unterstützt werden. Allgemein ist es ratsam, bei Speicheraufrüstungen auf FBDIMMs mit geringerem Stromverbrauch zu achten.

Grafik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Standardausstattung ist eine PCIe-Grafikkarte vom Typ ATI Radeon HD 5770 mit 1024 MB GDDR5 Grafikspeicher. An die ATI Radeon HD 5770 können aufgrund ihres Dual-Link-DVI-Anschlusses sowie den zwei Mini-DisplayPorts bis zu drei 30-Zoll-Apple Cinema Displays angeschlossen werden. Um an den Mac Pro weitere Bildschirme anzuschließen, kann man bis zu vier gleiche Karten verbauen.

Apple bietet außerdem gegen Aufpreis folgende Grafikkarten an: eine zweite ATI Radeon HD 5770 sowie eine ATI Radeon HD 5870 mit 1024 MB Grafikspeicher. Alle optionalen Grafikkarten benötigen eine aktive Kühlung; allerdings erhöhen sie durch die zusätzlichen Lüfter das Betriebsgeräusch des Mac Pro.

Laufwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Festplatte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
kabelloser Festplatteneinschub

Der Mac Pro enthält standardmäßig eine 1 TB große SATA-Festplatte mit 7200/min und 32 MB Cache. Es können ab Werk bis zu vier Festplatten zu je 2000 GB eingebaut werden, wodurch bis zu 8 Terabyte an Speicher zur Verfügung stehen. Zum Einbau werden die Festplatten auf Metallschienen festgeschraubt und kabellos eingeschoben. Außerdem kann man den Mac Pro mit insgesamt bis zu vier 512-GB-Solid-State-Drives bestücken, die deutlich schneller sind.

Optische Laufwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Verwendung optischer Datenträger ist im Mac Pro standardmäßig ein 18x SuperDrive-Laufwerk verbaut. Dieses liest alle gängigen CD- und DVD-Formate und beschreibt DVD±R, DVD+R DL, DVD±RW, CD-R und CD-RW. Ein zweiter Steckplatz für optische Laufwerke ist vorhanden. BluRay-fähige Laufwerke werden von Apple bislang nicht angeboten.

Anschlüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2x 1000/100/10 MBit/s RJ-45 Netzwerkanschluss
  • 5x USB 2.0 (davon zwei an der Frontseite)
  • (2x USB 2.0 (an der Tastatur))
  • 4x Firewire 800 (zwei an der Frontseite)
  • Bluetooth 2.1 + EDR
  • WLAN (AirportExtreme, standardmäßig installiert, bei älteren Modellen war es optional)
  • 3,5 mm Kopfhöreranschluss
  • optischer, digitaler Audio Ein-/Ausgang
  • LineOut und LineIn (jeweils 3,5mm Klinke-Anschluss)

Software[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mac OS X 10.8 Mountain Lion (umfasst Spotlight, Dashboard, Mail, Messages, Safari, iTunes, QuickTime, iCal und weitere Software)
  • iLife ’11 (umfasst iPhoto, iMovie, iDVD, iWeb, GarageBand)

2. Generation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prozessor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 2013er Mac Pro besitzt einen 64-Bit Intel Xeon Hauptprozessor (CPU) der Baureihe E5 (Mehrkernprozessor). Ausstattungsmöglichkeiten sind:

  • Quad-Core-Prozessor, 3,7 GHz mit 10 MB L3-Cache,
  • 6-Core-Prozessor, 3,5 GHz mit 12 MB L3-Cache,
  • 8-Core-Prozessor, 3,0 GHz mit 25 MB L3-Cache oder
  • 12-Core-Prozessor, 2,7 GHz mit 30 MB L3-Cache.

RAM[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mac Pro setzt DDR3-RAMs mit 1866 MHz und Fehlerkorrektur (ECC) ein (wichtig für den Betrieb mit ZFS). Die standardmäßige Ausstattung des Mac Pro sieht je nach Modell 12 GB oder 16 GB RAM vor, die auf den vier vorhandenen Steckplätzen auf bis zu 64 GB (von Apple unterstütztes Limit) erweitert werden können. Apple unterstützt einen maximalen Speicherausbau von 64 GB in Form von vier 16-GB-Modulen. Seit dem Frühjahr 2014 werden von Drittanbietern (Transcend, Other World Computing (OWC)) allerdings auch Module mit einer Kapazität von 32 GB angeboten, wodurch der maximale Speicherausbau auf insgesamt 128 GB steigt.[6][7]

Grafik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Standardausstattung sind Dual-Grafikkarten vom Typ AMD FirePro D300 mit je 2048 MB GDDR5-Grafikspeicher. An die Thunderbolt-Anschlüsse können bis zu sechs 27-Zoll-Apple-Thunderbolt-Bildschirme oder bis zu drei 4K-Monitore angeschlossen werden, außerdem gibt es einen HDMI-Anschluss.

Apple bietet gegen Aufpreis folgende Grafikkarten an:

  • Dual AMD FirePro D500 mit 3072 MB Grafikspeicher sowie
  • Dual AMD FirePro D700 mit 6144 MB Grafikspeicher.

Die Grafikkarten sind seit dem Mac-Pro-Modell von 2013 nicht mehr vom Benutzer selbst austauschbar.

Festplatte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei dem Mac-Pro-Modell von 2013 wird als Massenspeicher bzw. Systemspeicher nur noch PCIe-basierter Flash-Speicher verwendet. Standardmäßig stehen 256 GB zur Verfügung. Optional kann man auch 512 GB oder 1 TB wählen. Der Flash-Speicher ist eines der wenigen Teile, die beim neuen Mac Pro noch vom Benutzer selbst gewechselt werden können.

Optische Laufwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Mac Pro 2013 wird kein optisches Laufwerk mehr verbaut. Es können aber optische Laufwerke über USB angeschlossen werden.

Anschlüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Line Out (Kombinierter optisch-digitaler Audioausgang/analoger Line-Ausgang; 3,5-mm-Klinke)
  • Headphone Out (analoger Kopfhörerausgang; 3,5-mm-Klinke)
  • 4× USB 3.0
  • Thunderbolt 2
  • 2× Gigabit-Ethernet-RJ-45-Netzwerkanschluss
  • HDMI 1.4 Ultra-HD
  • Bluetooth 4.0
  • WLAN (802.11ac, kompatibel mit IEEE 802.11a/b/g/n)

Software[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mac Pro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktueller Mac Pro ab März nicht mehr in Europa erhältlich. heise.de, 1. Februar 2013
  2. Apple gibt Ausblick auf die Zukunft des Pro Desktops auf apple.com/de. Abgerufen am 15. Juni 2013.
  3. Mac & i: Apple: iMac Pro ersetzt nicht den neuen Mac Pro. Abgerufen am 5. Juli 2017.
  4. iMac Pro, the most powerful Mac ever, arrives this December. In: Apple Newsroom. (apple.com [abgerufen am 5. Juli 2017]).
  5. a b http://support.apple.com/kb/SP30
  6. Press Center: Transcend Releases DDR3 RDIMM Modules to Maximize Mac Pro Memory up to 128GB. Transcend Information, Inc.. Abgerufen am 31. März 2014.
  7. OWC Introduces Intel Xeon Processor and OWC Memory Turnkey Upgrades for Latest Apple Mac Pro 2013. Other World Computing. Abgerufen am 31. März 2014.