Arsamas

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Dieser Artikel beschreibt die russische Stadt Arsamas. Für die russische literarische Gesellschaft, siehe Arsamas (Literatur).
Stadt
Arsamas
Арзамас
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Wolga
Oblast Nischni Nowgorod
Stadtkreis Arsamas
Bürgermeister Tatjana Jurjewna Parussowa
Gegründet 1578
Stadt seit 1719
Fläche 32 km²
Bevölkerung 106.362 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 3324 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 150 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 83147
Postleitzahl 607220–607233
Kfz-Kennzeichen 52, 152
OKATO 22 403
Website www.arzamas.org
Geographische Lage
Koordinaten 55° 24′ N, 43° 49′ OKoordinaten: 55° 24′ 0″ N, 43° 49′ 0″ O
Arsamas (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Arsamas (Oblast Nischni Nowgorod)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Nischni Nowgorod
Liste der Städte in Russland

Arsamas (russisch Арзама́с) ist eine russische Stadt in der Oblast Nischni Nowgorod. Mit 106.362 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010)[1] ist sie die drittgrößte Stadt der Oblast.

Arsamas liegt an der Tjoscha, einem rechten Nebenfluss der Oka, 112 km südlich der Metropole Nischni Nowgorod. Die nächstgelegene Stadt ist Perewos, das sich 51 km nordöstlich von Arsamas befindet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auferstehungskathedrale

Die Stadt wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erstmals als Festung erwähnt. Im 17. Jahrhundert entwickelte sich der Ort wirtschaftlich am schnellsten, da er damals in der Nähe wichtiger Handelswege lag. 1719 erhielt Arsamas Stadtrechte und wurde 1779 Kreisstadt.

Im 18. und 19. Jahrhundert wurden in Arsamas etliche Kirchengebäude errichtet, von denen nicht wenige bis heute erhalten geblieben sind. Aus diesem Grund gilt die Innenstadt von Arsamas als eine der prächtigsten unter den russischen Städten vergleichbarer Größe. Unter anderem gibt es in der Stadt die 1845 erbaute Christi-Geburtskirche (Церковь Рождества Христова) des berühmten Architekten Konstantin Thon.

Am 4. Juni 1988 geriet Arsamas in die Schlagzeilen, als ein mit Sprengstoff beladener Zug in der Stadt explodierte. Die Katastrophe forderte 91 Menschenleben.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1897 10.592
1939 25.784
1959 41.518
1970 67.459
1979 93.251
1989 108.951
2002 109.432
2010 106.362

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betrieben werden hauptsächlich Handwerk, Leder- und Weberei-Industrie, Fertigung von Ersatzteilen für die Automobil-Industrie und Herstellung medizinischer Erzeugnisse. Arsamas ist heute eine der führenden Industriestädte des Gebietes.

Der russische Fahrzeughersteller GAZ betreibt ein Werk in Arsamas.

Weiterführende Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fakultät der Staatlichen Technischen Universität Nischni Nowgorod
  • Filiale des Staatlichen Ingenieurphysikalischen Instituts Moskau
  • Staatliches Pädagogisches A.-P.-Gaidar-Institut Arsamas

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Arsamas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien