Ascom

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Ascom Holding AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN CH0011339204
Gründung 1987
Sitz Baar, Kanton Zug, Schweiz
Leitung Holger Cordes (Vorsitzender der Geschäftsleitung)
Juhani Anttila (VR-Präsident)
Mitarbeiter 1'188 (31. Dezember 2016)[1]
Umsatz 354,3 Mio. CHF (2016)[1]
Branche Telekommunikation
Website www.ascom.com

Die Ascom Holding AG ist eine börsennotierte Schweizer Unternehmensgruppe für Telekommunikation und Service. Sie ging 1987 aus der Fusion der drei Unternehmen Autophon, Hasler Holding und Zellweger Telecommunications hervor und hat ihren Sitz in Baar. Die Ascom-Namenaktien sind an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange kotiert.

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen unterhält Niederlassungen in 17 Ländern[2] und beschäftigt weltweit noch 1'188 Mitarbeiter.[1] Ascom konzentriert sich seit Anfang Oktober 2016 auf den Bereich Wireless Solutions (drahtlose Systeme für die interne Kommunikation in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen).[3][4] Wegen des Verkaufs des bisherigen Bereiches Ascom Network Testing musste der entsprechende Goodwill abgeschrieben werden. Daraus resultierte ein ausserordentlicher Jahresverlust von 145 Mio. CHF für 2016.

Ascom Wireless Solutions bietet drahtlose On-site Kommunikationslösungen an. Die Systeme, Lösungen und Dienstleistungen von Wireless Solutions zielen auf die Optimierung von Geschäftsprozesse von Kunden in folgenden Marktsegmenten: Spitäler, Alters- und Pflegeheime, Industrieunternehmen, Einzelhandel, Hotels sowie Sicherheitseinrichtungen und Gefängnisse. Das Angebot konzentriert sich hauptsächlich auf vier Anwendungsgebiete: Sprachübermittlung bzw. Telefonie (Voice), Datenübertragung als professionelles Messaging, Alarmierung und Lokalisierung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vorgängerfirmen der Ascom, namentlich Autophon, Zellweger und Hasler, waren zusammen mit Siemens und Alcatel jahrzehntelang Lieferant der staatlichen Post- und Telekommunikationsunternehmen (PTT) mit faktischer Abnahmegarantie gewesen. Diese teilte ihre Bestellungen Jahr für Jahr so auf, dass alle Anbieter genügend ausgelastet waren. Zusätzlich war die Ascom bevorzugter Auftragnehmer der Schweizer Armee.

Als sich in der Telekommunikation große technologische Umwälzungen ankündigten und die Telefonie digitalisiert wurde, verlor die Ascom ihre Stellung als führende Lieferantin von Telefonapparaten und Netzwerken. Zu den raschen technologischen kamen politische Veränderungen: Die Swisscom wurde aus der PTT herausgelöst, das Monopol für den Telefonverkauf fiel. Tischapparate und Mobiltelefone werden heute meist in Asien gefertigt und können überall gekauft werden.

Im Mobilfunk gelang Ascom der Durchbruch nie, neun Unternehmensleiter in 25 Jahren konnten nicht verhindern, dass das ambitionierte Telekommunikationsunternehmen zahlreiche Sparten abstoßen musste und aktuell nur noch in einer hochspezialisierten Nische existiert. Ascom ist heute noch in 17 Ländern international tätig. Die Zahl der Beschäftigten nahm seit der Fusion stark ab. Noch 1997 beschäftigte das Unternehmen rund 11'600 Mitarbeiter und hatte einen Umsatz von knapp 3 Milliarden Schweizer Franken.[5] Im Jahre 2002 wurden Abbaumassnahmen bei Ascom in der Schweizer Presse verschiedentlich kritisiert. Swissinfo zitiert die Berner Zeitung, die von einem «Lehrbuch-Beispiel für eine gescheiterte Fusion» schrieb.[6] Auch Der Bund, der Tages-Anzeiger und weitere Schweizer Zeitungen bewerteten die Folgen der Fusion negativ.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Pressemitteilung Geschäftsjahr 2016. Website der Ascom Holding AG, abgerufen am 10. März 2017.
  2. Unser Unternehmen. Website der Ascom Holding AG, abgerufen am 14. März 2014.
  3. Jürg Müller: Ascom schrumpft zum Zwerg - Die Geschichte eines Startups im Rückwärtsgang. Neue Zürcher Zeitung, 23. August 2016, S. 27.
  4. Giorgio V. Müller:Ascoms "letzter" Fehlschlag - Résumé einer fehlgeschlagenen Diversifizierung. Neue Zürcher Zeitung, 14. Februar 2017, S. 28.
  5. Christoph Zürcher: Ascom im Historischen Lexikon der Schweiz
  6. a b Felix Münger: Schrumpfkurs wirft Fragen auf. In: Swissinfo. 15. Juni 2002. Abgerufen am 9. April 2013.