Bahnhof Berlin Greifswalder Straße

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Berlin Greifswalder Straße
S-Bahnsteig
S-Bahnsteig
Daten
Lage im Netz Zwischenbahnhof
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung BGFB (Güterbahnhof)
BGSS (S-Bahnhof)
IBNR 8089011
Kategorie 4
Eröffnung 1. Mai 1875
Profil auf Bahnhof.de Greifswalder_Strasse
Lage
Stadt/Gemeinde Berlin
Ort/Ortsteil Prenzlauer Berg
Land Berlin
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 32′ 24″ N, 13° 26′ 26″ OKoordinaten: 52° 32′ 24″ N, 13° 26′ 26″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Berlin
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Der Bahnhof Berlin Greifswalder Straße ist ein Bahnhof der Berliner S-Bahn im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg. Es handelt sich dabei um eine Station der Ringbahn. Namensgebend ist die im rechten Winkel zu den Gleisen verlaufende Greifswalder Straße.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eröffnet wurde der Bahnhof 1875 im Zuge des Baus der Ringbahn zunächst unter dem Namen Weißensee. Der Name bezog sich auf den zu dieser Zeit noch außerhalb des Berliner Stadtgebiets liegenden Ort Weißensee. Allerdings lag das gesamte Areal nicht auf Weißenseer Gebiet. Der Bahnhof befand sich zunächst westlich der Greifswalder Straße, wurde 1889/1890 allerdings auf die Ostseite verschoben, wobei es bis heute blieb.

Der elektrische Vorortbetrieb für den Personenverkehr begann hier am 1. Februar 1929; ab 1. Dezember nannte sich der Bahnbetrieb S-Bahn. Am 1. Oktober 1946 erfolgte die Umbenennung der Station in Greifswalder Straße, der Name war nun der Lage entsprechend passender.

Die Gleisanlagen dienten aber auch dem innerstädtischen Güterverkehr. Dieser wurde mit der Stilllegung des Gaswerks eingestellt, das Rangiergleissystem beseitigt. Übrig blieb eine 28.000  umfassende Fläche, die sich in eine Brache verwandelte.[1]

In den 1980er Jahren entstand südwestlich des Bahnhofs auf Teilflächen des ehemaligen Gaswerks Greifswalder Straße eine Plattenbausiedlung, im Zusammenhang mit dem Neubau der Wohnungen wurde der Bahnhof grundlegend modernisiert und ein direkter Übergang zwischen Straßen- und S-Bahn hergestellt. Nach Abschluss der Arbeiten am 15. April 1986 erhielten sowohl die Wohnsiedlung als auch der S-Bahnhof die Bezeichnung Ernst-Thälmann-Park.

Nach der Wiedervereinigung wurde der Bahnhof am 23. Mai 1993 in Greifswalder Straße zurückbenannt, die Wohnsiedlung trägt weiter den Namen Ernst-Thälmann Park.

Anfang 2007 modernisierte die S-Bahn-Berlin GmbH den Eingangsbereich des Bahnhofs mit einem Imbiss und einem Zeitungsladen.

Die Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs und zugehörige Bauwerke hatten der Senat und die Bahnverwaltung zum Kauf ausgeschrieben. Im Jahr 2011 erwarb der Investor Christian Gérôme das Areal und plante hier den Bau von 600 Wohnungen für die landeseigene Gewobag. Das Projekt wurde wegen mehrfacher Anwohner-Kritik, die sich eher eine neue Grünanlage wünschen, nicht realisiert, der Planungsprozess ausgesetzt. Laut der Senatsbauverwaltung „sei nach derzeitigem (Stand Mai 2018) Planungsrecht keine Wohnbebauung zulässig. Aber alle Betroffenen seien (nun) miteinander im Gespräch“. [1]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Station ist als eine von 20 sogenannten Stammbahnhöfen der Berliner S-Bahn mit einer örtlichen Aufsicht besetzt.[2]

Berlin - S-Bahnhof Greifswalder Straße (7858942698).jpg

In den 2010er Jahren verkehren hier die Ringbahnlinien S41 und S42 sowie die Linien S8 und S85. Er bietet zudem eine Umsteigemöglichkeit zur Linie M4 der Straßenbahn.

Linie Verlauf
Berlin S41.svg
Berlin S42.svg
Gesundbrunnen – Schönhauser Allee – Prenzlauer Allee – Greifswalder Straße – Landsberger Allee – Storkower Straße – Frankfurter Allee – Ostkreuz – Treptower Park – Sonnenallee – Neukölln – Hermannstraße – Tempelhof – Südkreuz – Schöneberg – Innsbrucker Platz – Bundesplatz – Heidelberger Platz – Hohenzollerndamm – Halensee – Westkreuz – Messe Nord/ICC – Westend – Jungfernheide – Beusselstraße – Westhafen – Wedding – Gesundbrunnen
Berlin S8.svg Birkenwerder – Hohen Neuendorf – Bergfelde – Schönfließ – Mühlenbeck-Mönchmühle – Blankenburg – Pankow-Heinersdorf – Pankow – Bornholmer Straße – Schönhauser Allee – Prenzlauer Allee – Greifswalder Straße – Landsberger Allee – Storkower Straße – Frankfurter Allee – Ostkreuz – Treptower Park – Plänterwald – Baumschulenweg – Schöneweide – Betriebsbahnhof Schöneweide – Adlershof – Grünau (– Eichwalde – Zeuthen)
Berlin S85.svg PankowBornholmer Straße – Schönhauser Allee – Prenzlauer Allee – Greifswalder Straße – Landsberger Allee – Storkower Straße – Frankfurter Allee – Ostkreuz – Treptower Park – Plänterwald – Baumschulenweg – Schöneweide (– Betriebsbahnhof Schöneweide – Adlershof – Grünau)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jürgen Meyer-Kronthaler, Wolfgang Kramer (Hrsg.): Berlins S-Bahnhöfe - Ein dreiviertel Jahrhundert. Be.bra, 1998, ISBN 3-930863-25-1, S. 97.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Berlin Greifswalder Straße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Dauer-Brache Güterbahnhof. In: Berliner Zeitung, 26. März 2018, S. 14.
  2. Drucksache 17/15669. Abgeordnetenhaus Berlin, 19. März 2015, abgerufen am 11. Juli 2015 (PDF).