Barbara Schneider-Kempf

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Barbara Schneider-Kempf (* 15. April 1954 in Trier) ist eine deutsche wissenschaftliche Bibliothekarin. Sie war von 2004 bis 31. August 2021 die Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tochter eines Architekten begann 1973 nach dem Abitur am Trierer Ursulinengymnasium mit dem Studium der Architektur, zuerst an der Hochschule Mainz, dann an der TU Hannover und an der RWTH Aachen. Nach dem Diplom 1981 und einem achtmonatigen Studienaufenthalt an der University of California, Los Angeles (UCLA) begann sie an der Universitätsbibliothek Kaiserslautern 1982 mit dem Referendariat für den höheren Bibliotheksdienst an wissenschaftlichen Bibliotheken. Nach dem Referendariat war sie von 1984 bis 1988 Fachreferentin für Architektur und Bauingenieurswesen an der Bibliothek der TU Hannover, wechselte als Dezernatsleiterin an die Universitätsbibliothek in Duisburg, von wo aus sie 1992 als Leiterin an die neu gegründete Universitätsbibliothek Potsdam wechselte.

Von dort aus ging sie im April 2002 an die Staatsbibliothek zu Berlin. Hier nahm sie zuerst die Aufgabe der Ständigen Vertreterin des Generaldirektors unter dem damaligen Generaldirektor Graham Jefcoate wahr und übernahm nach dessen Ausscheiden aus dem Dienst der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im April 2003 die kommissarische Leitung der Bibliothek. Seit dem 1. Januar 2004 war sie die Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie nahm und nimmt eine Reihe von Funktionen im nationalen und internationalen Bibliothekswesen wahr: von 1991 bis 1996 Vorsitzende der Baukommission des Deutschen Bibliotheksinstituts, von 1995 bis 2000 Mitglied und 2002 bis 2002 Vorsitzende des Bibliotheksausschusses der Deutschen Forschungsgemeinschaft; von 1997 bis 2001 Mitglied im IFLA-Komitee für Bibliotheksbau und -ausrüstung (Standing Committee for Library Buildings and Equipment), seit 2002 Mitglied des Beirats der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt am Main / Leipzig; seit 2003 Mitglied im Standing Committee „Management und Marketing“ der International Federation of Library Associations (IFLA); von 2006 bis 2010 Sprecherin der Allianz Schriftliches Kulturgut Erhalten; seit 2006 erst Beiratsmitglied, jetzt Vorstandsmitglied des FrauenMediaTurms in Köln, Mitglied im Deutschen Nationalkomitee der International Federation of Library Associations (IFLA); seit 2009 Sprecherin der deutschen Seite des Deutsch-Russischen Bibliotheksdialogs; seit 2010 Präsidentin der Brandenburgischen Bach-Gesellschaft e.V.; seit 2011 Mitglied des Beirats des Vorstandes der Mendelssohn-Gesellschaft e.V.; seit 2011 Mitglied im Fachbeirat der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des Schriftlichen Kulturguts, KEK; seit 2017 Mitglied im Kuratorium der Bürgerstiftung Berlin; seit 2018 Mitglied im Lenkungsausschuss des Felix Mendelssohn Bartholdy Hochwettbewerbs, Mitglied des Vorstandes der Freunde Junger Musiker e.V.; seit 2019 Vorsitzende des Vorstandes der Freunde Preußischer Schlösser und Gärten.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]