Barbara Schneider-Kempf

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Barbara Schneider-Kempf (* 15. April 1954 in Trier) ist eine deutsche wissenschaftliche Bibliothekarin und seit 2004 die Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tochter eines Architekten begann 1973 nach dem Abitur am Trierer Ursulinengymnasium mit dem Studium der Architektur, zuerst in Mainz, dann an der TU Hannover und an der RWTH Aachen.

Nach dem Diplom 1981 und einem achtmonatigen Studienaufenthalt an der University of California, Los Angeles (UCLA) begann sie an der Universitätsbibliothek Kaiserslautern 1982 mit dem Referendariat für den höheren Bibliotheksdienst an wissenschaftlichen Bibliotheken.

Nach dem Referendariat war sie von 1984 bis 1988 Fachreferentin für Architektur und Bauingenieurswesen an der Bibliothek der TU Hannover, wechselte als Dezernatsleiterin an die Universitätsbibliothek in Duisburg, von wo aus sie 1992 als Leiterin an die neu gegründete Universitätsbibliothek Potsdam wechselte.

Von dort aus ging sie im April 2002 an die Staatsbibliothek zu Berlin. Hier nahm sie zuerst die Aufgabe des Ständigen Vertreters des Generaldirektors unter dem damaligen Generaldirektor Graham Jefcoate wahr, übernahm nach dessen Ausscheiden aus dem Dienst der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im April 2003 die kommissarische Leitung der Bibliothek. Seit dem 1. Januar 2004 ist sie die Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz.

Sie nahm und nimmt eine Reihe von Funktionen im nationalen und internationalen Bibliothekswesen wahr: Von 1991 bis 1996 war sie Vorsitzende der Baukommission des Deutschen Bibliotheksinstituts, von 1997 bis 2001 Mitglied im IFLA-Komitee für Bibliotheksbau und -ausrüstung (Standing Committee for Library Buildings and Equipment), übernahm von 2000 bis 2002 den Vorsitz des Bibliotheksausschusses der Deutschen Forschungsgemeinschaft, seit 2003 Mitglied im Standing Committee "Management und Marketing" der International Federation of Library Associations (IFLA); von 2006 bis 2010 war sie Sprecherin der Allianz Schriftliches Kulturgut Erhalten, seither ist sie dort Stellvertretende Sprecherin; seit 2004 Mitglied der AG Sammlung Deutscher Drucke; seit 2006 Beiratsmitglied vom FrauenMediaTurm in Köln, Mitglied im Beirat Information und Bibliothek des Präsidiums des Goethe-Instituts, Mitglied im Deutschen Nationalkomitee der IFLA, Beisitzerin im Prüfungsausschuss beim Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin; seit 2007 Stellvertretende Vorsitzende des Steuerungsgremiums des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (KNB), Vorsitzende des Beirats der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt am Main / Leipzig (zuvor seit 2002 Mitglied im Beirat); 2007–2009 Stellvertretende Vorsitzende und 2010–2012 Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Sondersammelgebietsbibliotheken der Sektion Universalbibliotheken beim Deutschen Bibliotheksverband, seit 2010 Präsidentin der Brandenburgische Bach-Gesellschaft e.V., Mitglied im Kompetenzteam Wissenschaft, Forschung und Dokumentation der Stiftung Garnisonkirche Potsdam; seit 2011 Mitglied des Beirats des Vorstandes der Mendelssohn-Gesellschaft e.V.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]