BeNEX

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BeNex GmbH

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Rechtsform GmbH
Gründung 2007
Sitz Hamburg, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Michael Vulpius (Geschäftsführer), Michael von Mallinckrodt (Geschäftsführer Finanzen), Dr. Karsten Steinhoff (Geschäftsführer Betrieb und Technik)
Mitarbeiterzahl 27 (2016)
Umsatz 240,2 Mio. Euro (2015)[1]
Branche Transport, Logistik
Website www.benex.de

Die Benex GmbH (Eigenschreibweise BeNEX) mit Sitz in Hamburg ist eine Beteiligungsgesellschaft für Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Seit Anfang Juli 2019 gehört Benex vollständig zu International Public Partnerships, einem englischen Infrastrukturfonds. Zuvor hielt die Hamburger Hochbahn 51 % der Anteile. Der Name Benex ist ein Akronym für „Bene Nexus“ (lat. für Bessere Verbindung).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesellschaft wurde im Mai 2007 durch die HHA gegründet. Die HHA suchte bis Anfang Juni 2007 einen weiteren Partner, der sich an dem Unternehmen zu 49 Prozent beteiligt. Die vermutete Beteiligung des britischen Arriva-Konzerns, mit dem schon partnerschaftlich die Tochterunternehmen Metronom und ODEG betrieben werden, kam nicht zustande – die HHA gab dem australischen Finanzinvestor Babcock & Brown den Zuschlag; dieser hielt den Anteil über seinen börsennotierten Fonds Babcock & Brown Fonds Public Partnerships, welcher im Juni 2009 nach dem Zusammenbruch von Babcock & Brown in International Public Partnerships (INPP) umfirmierte. Der Vertrag wurde bis 2022 geschlossen, INPP durfte sich aber frühestens 2017 von seinen Anteilen trennen.

Angekündigtes Ziel von Benex war es, neues Kapital aufzubringen, um im Schienen- und Busverkehr schneller expandieren zu können. In Form einer Holding verwaltete die Gesellschaft jene Tochterfirmen der HHA, die außerhalb Hamburgs aktiv waren. Ziel war es zudem, durch die Beteiligung an Ausschreibungsverfahren im Schienenpersonennahverkehr sowie durch Kooperationen und Übernahme etablierter Verkehrsunternehmen in Europa zu expandieren. Benex betreibt so über seine Tochter Agilis das E-Netz Regensburg mit der Donautalbahn, für das die HHA 2007 die Ausschreibung gewonnen hatte; im Oktober 2008 erhielt Benex zusätzlich den Zuschlag bei der Ausschreibung des Dieselnetzes Oberfranken (heute ebenfalls von der Tochter Agilis betrieben).

Laut einem Bericht der Zeitung Die Welt plante die HHA im September 2016, ihren Anteil an Benex zu verkaufen, da dieser nicht (mehr) die erhofften Gewinne brächte. Zudem wäre eine Inhouse-Vergabe der Hamburger U-Bahn- und Buslinien, deren Verkehrsvertrag 2019 ausläuft, an die HHA bei den bestehenden Geschäftsverbindungen zwischen HHA und Benex vergaberechtlich nicht möglich.[2] Im April 2019 kündigte die Hochbahn an, dass INPP auch die von ihr gehaltenen restlichen 51 Prozent Anteile an BeNEX spätestens Juli 2019 übernehmen wird.[3]

Seit Anfang Juli 2019 gehört BeNEX zu 100% IPIG als Tochtergesellschaft der INPP und ist nun ein rein privatwirtschaftliches Unternehmen.

Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2016 war Benex an sieben Eisenbahn- und drei Busverkehrsgesellschaften mit weiteren Tochterunternehmen beteiligt. Diese Unternehmen erwirtschafteten 2016 mit etwa 2000 Beschäftigten einen kumulierten Umsatz von rund 530 Millionen Euro[1]. Beteiligungen an Busverkehrsunternehmen sind 2019 nicht mehr vorhanden.[4]

Eisenbahngesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Unternehmensbericht 2016. (PDF; 2,4 MB) 31. Dezember 2016, abgerufen am 20. Juni 2018.
  2. Julia Witte genannt Vedder: Hochbahn zieht sich in Heimatmarkt zurück. In: Welt Online. 7. September 2016 (welt.de [abgerufen am 7. September 2016]).
  3. NDR: Hamburger Hochbahn verkauft BeNEX-Anteile, 1. April 2019, abgerufen am 1. April 2019
  4. Übersicht Beteiligungen auf BeNEX-Website. Abgerufen am 5. Juli 2019.