Gurke

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum deutschen Politiker siehe Wolfgang Gurke.
Gurke
Gurke (Cucumis sativus)

Gurke (Cucumis sativus)

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Kürbisartige (Cucurbitales)
Familie: Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)
Gattung: Gurken (Cucumis)
Art: Gurke
Wissenschaftlicher Name
Cucumis sativus
L.

Die Gurke (Cucumis sativus) ist eine Art der Gattung Gurken (Cucumis) aus der Familie der Kürbisgewächse. Sie gehört zu den wirtschaftlich bedeutendsten Gemüsearten. Es werden im Wesentlichen zwei Sortengruppen, die mit der unterschiedlichen Nutzung zusammenhängen, unterschieden: die Salatgurke (auch Schlangengurke genannt), die roh verzehrt wird, und die Einlegegurke oder Gewürzgurke.

Wortherkunft[Bearbeiten]

Der deutsche Name ist aus altpolnisch ogurek, heute ogórek [ɔˈgurɛk] „Gurke“ entlehnt. Dieses Substantiv, bereits im frühen Mittelalter in die slawischen Sprachen übernommen, stammt vom mittelgriechischen Adjektiv αγούρος ágūros [aˈguros] „grün, unreif (von Früchten)“ ab, das sich aus mittelgriechisch ἄωρος áōros [ˈaorɔs] „unzeitig, unreif“ entwickelt hat.[1] Im Deutschen ist Gurke seit dem 16. Jahrhundert belegt. Das Wort konnte zunächst auch eine Melone bezeichnen.[2]

Die süddeutsche Bezeichnung Guckummer, bei Grimm Kukumer, geht wie italienisch cocomero, französisch concombre und englisch cucumber auf lateinisch cucumis, cucumer zurück. Dies stammt wohl aus einer Substratsprache; was damit ursprünglich bezeichnet wurde, ist unbekannt. In der Neuzeit war Gurke vor allem in Ost-, Nord- und Mitteldeutschland bis Thüringen, Guckummer/Gummer/Kukumer in West- und Süddeutschland verbreitet.[3] In Ost-Bayern und Ost-Österreich lautete die Dialektbezeichnung regional Umurken,[4] in der Schweiz Guggummere.[5]

Auf der iberischen Halbinsel beruht die Bezeichnung pepino auf der Verkleinerungsform einer Bezeichnung für Kürbis (Cucurbita pepoGartenkürbis“). Die Herkunft des Wortes in einigen Balkansprachen (rumänisch castravete, serbokroatisch krastavac, albanisch kastraveci) geht vermutlich auf gemeinslawisch krasta „Kruste“ zurück, als die Gurken noch nicht glattschalig waren.[6]

Merkmale[Bearbeiten]

Die Gurke ist eine einjährige Pflanze, die niederliegend und kletternd wächst und dabei ein bis vier Meter lang werden kann. Manche Zuchtsorten wachsen wesentlich gedrungener und kompakter. Die ganze Pflanze ist borstig-steif behaart. Die Blätter sind gestielt und ebenfalls rau behaart. Die Blattspreite ist dabei 7 bis 18 Zentimeter lang und gleichmäßig breit. Der Blattgrund ist herzförmig, die Spreite fünfeckig mit spitzen Enden, leicht handförmig gelappt mit drei bis fünf Lappen. Der Blattrand ist fein gezähnt. In jeder Blattachsel entspringt eine unverzweigte Ranke.

Unverzweigte Ranke

Blüten[Bearbeiten]

Die Art ist ursprünglich getrenntgeschlechtig einhäusig (monözisch), dies gilt für die Wildformen und viele Kultursorten. Es wurden jedoch andromonözische und gynodiözische Sorten gezüchtet. Letztere bilden nur rein weibliche Pflanzen, die die Früchte ohne Bestäubung ansetzen und die dementsprechend hohen Ertrag liefern. Zur Herstellung von Saatgut und zur Züchtung wird die Bildung von männlichen Blüten durch Behandlung mit Silber-Ionen angeregt.

Spross mit Blüten und Früchten.

Die Blütenstiele sind rund und mit etwa zwei Millimeter langen Haaren besetzt. Die Kelchzipfel sind schmal-lanzettlich, gleich lang oder länger als die becherförmige Kelchröhre. Die Krone hat einen Durchmesser von zwei bis drei Zentimetern und ist goldgelb. Der Fruchtknoten ist dicht mit Stachelborsten besetzt, die auf Knötnchen sitzen.

Die männlichen Blüten stehen zu mehreren in den Blattachseln, wobei jeweils immer nur eine in Blüte ist. Typischerweise sind von den jeweils fünf Staubblättern je zwei verwachsen, und eines steht frei. Dadurch sind die männlichen Blüten zygomorph. Die weiblichen Blüten stehen einzeln, meist verstreut an einzelnen Knoten, bei den gynodiözischen Sorten an jedem Knoten. Blütezeit ist in Mitteleuropa Juni bis August. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Bienen, Grabwespen).

Früchte[Bearbeiten]

Frucht der Salat- oder Schlangengurke, ganze Ansicht und Querschnitt

Die Frucht ist eine Panzerbeere. Bei der Gurke wird die äußere grüne Fruchthülle durch ein derbes cuticulaüberzogenes Gewebe des Blütenbodens gebildet, das so genannte Rezeptakulum.[7] Sie wird 10 bis 60 Zentimeter lang. Die Form ist walzlich bis schmal-eiförmig, unterschiedlich stark gekrümmt, stielrund bis undeutlich drei- bis sechskantig. Die Oberfläche ist höckrig-warzig bis glatt. Die unreifen Früchte sind zur Zeit der Ernte grün, bei einigen wenigen Sorten auch gelb oder weiß. Das Fruchtfleisch ist meist weiß, bei einigen Sorten auch orangefarben. Zur Reife sind die Früchte je nach Sorte grün bis gelb und nicht genetzt oder orange bis braun und genetzt. In der Regel hat die Frucht drei Fruchtfächer, die jeweils zweiteilig sind und viele kleine, weiße, flache Samen tragen. Lediglich die Sorte 'Lemon' hat fünf Fruchtfächer. Sie zeichnet sich auch durch ihre gelbe Farbe aus und dadurch, dass sie die einzige andromonözische Gurkensorte ist.

Genetik[Bearbeiten]

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14. Die Gurke ist eine von wenigen Arten, bei der das Gen für die große Untereinheit der RubisCO (rbcL) vom Genom des Plastiden in das mitochondriale Genom übertragen wurde. Letzteres ist ungewöhnlich groß und enthält große Mengen an repetitiver DNA.[8]

Verbreitung und Herkunft[Bearbeiten]

Die vermutliche Wildform der Gurke, die Varietät hardwickii, ist in Indien beheimatet. Die Kulturformen werden heute weltweit angebaut und sind gelegentlich auch verwildert. Die Gurke ist der kältetoleranteste kultivierte Vertreter der Kürbisgewächse und kann auch noch in Nordeuropa angebaut werden.

Verwilderte Vorkommen sind in Mitteleuropa auf frische, nährstoffreiche Standorte mit lockeren Böden in der kollinen Höhenstufe beschränkt. In Österreich ist sie verwildert selten in Burgenland, Kärnten, Salzburg und Vorarlberg zu finden.[9]

Die Heimat der Gurke liegt wahrscheinlich in Indien, wo sie etwa um 1500 v. Chr. domestiziert wurde. Die hier heimische Varietät Cucumis sativus var. hardwickii ist mit den Kulturformen frei kreuzbar. Von Indien hat sie sich in alle warmen Gebiete der Alten Welt ausgebreitet. Aus dem Irak sind Beschreibungen der Gurke aus der Zeit um 600 v. Chr. bekannt, aus dem Mittelmeergebiet von 200 v. Chr. Bei den in vielen Bibelübersetzungen Gurke genannten Pflanzen kishuim und mikshah (4. Mose, 11,5; Jesaja 1,8) muss es sich um die Melone handeln.[10] Bei den Römern war die Gurke weit verbreitet und beliebt. Plinius der Ältere nennt sie das Lieblingsgemüse des Kaisers Tiberius und erwähnt, dass die für ihn bestimmten Gurken sogar bei Schlechtwetter hinter Glaswänden geschützt wurden.[11][12]

2010 wurden etwa 500.000 Tonnen frische Gurken nach Deutschland importiert: 191.836 to aus Spanien, 248.974 aus den Niederlanden, 17.745 aus Griechenland, 13.286 aus Belgien, 8.291 aus der Türkei, 4.778 aus Österreich, 4.300 aus Tschechien.[13]

Systematik[Bearbeiten]

Die systematische Stellung der Art innerhalb der Gattung Cucumis war lange unklar, da die einzigen Arten, die ebenfalls einen Chromosomensatz von n=7 haben, in Afrika beheimatet sind, die Herkunft der Gurke aber immer schon eher in Indien angenommen wurde. DNA-Sequenzanalysen haben gezeigt, dass die nächste Verwandte der Gurke Cucumis hystrix ist, die über 12 Chromosomen verfügt. Bei der Gurke sind die 7 Chromosomen wesentlich größer als bei C. hystrix. Sechs sind metazentrisch, eines submetazentrisch.[8] Die nächsten Verwandten dieser beiden Arten sind die bis vor kurzem in eigenen Gattungen geführten Cucumis ritchiei (syn. Dicaelospermum ritchiei) und Cucumis maderaspatana (syn. Mukia maderaspatana).[14]

Nutzung[Bearbeiten]

Nährwerte pro 100 g Gurken roh:[15]
Brennwert 65 kJ (15 kcal)
Wasser 95,23 g
Eiweiß 0,65 g
Kohlenhydrate 3,63 g
- davon Zucker 1,67 g
- Ballaststoffe 0,5 g
Fett 0,11 g
Vitamine und Mineralstoffe
Vitamin B1 0,027 mg
Vitamin B2 0,033 mg
Vitamin B3 0,098 mg
Vitamin B5 0,259 mg
Vitamin B6 0,040 mg
Vitamin B9 7 μg
Vitamin C 2,8 mg
Calcium 16 mg
Eisen 0,28 mg
Magnesium 13 mg
Phosphor 24 mg
Kalium 147 mg
Zink 0,20 mg

Anbau[Bearbeiten]

2007 wurden weltweit etwa 44 Mio. Tonnen Gurken geerntet. Dabei sind China mit etwa 28 Mio. Tonnen, Iran mit 1,72 Mio. Tonnen, die Türkei mit 1,67 Mio. Tonnen, Russland mit 1,38 Mio. Tonnen und die USA mit 0,92 Mio. Tonnen die weltweit größten Produzenten. Innerhalb der EU sind Spanien und Polen mit jeweils etwa 0,51 Mio. Tonnen im Anbau führend, gefolgt von den Niederlanden mit 0,43 Mio. Tonnen. In Deutschland wurden 2007 etwa 0,24 Mio. Tonnen, in Österreich etwa 38.000 Tonnen und in der Schweiz etwa 8400 Tonnen geerntet.[16]

Im nördlichen Europa, in Asien und dem Mittleren Osten werden Salatgurken vorwiegend in Gewächshäusern gezogen, da diese meist über zusätzliche Beleuchtung, Beschattung, Belüftung, Heizung und CO2-Anreicherung verfügen. Gewächshausgurken erzielen aufgrund ihrer Qualität, besonders des makellosen Aussehens, die besten Preise. Sie sind häufig besonders lang und schlank, haben einen verengten Hals, dünne Schale und fast keine Warzen und Stacheln. Die Gurke ist die am häufigsten in Gewächshäusern gezogene Art der Kürbisgewächse. Führende Länder sind die Niederlande, Großbritannien, China, Japan, Korea und der Mittlere Osten. Im Gewächshaus können drei bis fünf Ernten pro Jahr erzielt werden. Die Gewächshaussorten sind meist gynodiözisch. Dazu zählen die europäische 'Telegraph', 'Petita F1 und 'Superator' und die kleinfrüchtige asiatische 'Hayat'. Während dies neue Züchtungen sind, gibt es auch sehr alte Sorten. So wurde die 'Early Russian' schon von Naudin 1859 beschrieben.

Die Einlegegurken werden überall überwiegend im Freiland gezogen. In den USA lagen die Hektarerträge 1990 bei 11,6 Tonnen pro Jahr.

Typen und Sorten[Bearbeiten]

Im Handel mit Saatgut, Pflanzen und Früchten werden mehrere Gurkentypen unterschieden. Die Salatgurke ist der häufigste und gebräuchlichste Typ, auch Schlangengurke genannt, die fast nur im Treibhaus angebaut wird. Ihre Form ist zylindrisch, leicht gekrümmt, glatt, stachellos und verjüngt sich zu beiden Seiten. Am meisten sind Früchte mit Gewichten von 300 bis 400 Gramm und 400 bis 500 Gramm im Handel. Größere Sortierungen sind möglich aber nicht wirtschaftlich. Salatgurken werden auf Gewichtsbereiche von 100 Gramm sortiert. Die seltener angebotenen Salatgurken aus dem Freilandanbau werden als „Landgurke“ vermarktet. „Einlegegurken“ werden vorwiegend im Freiland angebaut, sie werden in Essigsud eingelegt. Je nach Wunsch der jeweiligen Konservenfabrik werden sowohl glattschalige wie auch gestachelte Fruchtsorten ausgesät. Einlegegurken erntet man im unreifen Zustand, alle Früchte an der Pflanze werden bei der regelmäßigen Ernte im Rhythmus von 3 bis 7 Tagen geerntet und später maschinell nach Größe sortiert. Die kleineren Sortierungen werden als Cornichons und Gewürzgurken in Gläsern konserviert. Mittlere Sortierungen werden als Gurkentopf oder in großen Dosen vermarktet und die größeren Sortierungen werden zu „Zungengurken“, „Gurken-Sticks“, „Gurkenhappen“ oder „Schnitzelgurken“ weiterverarbeitet. Eine weitere im Freiland angebaute Gurkensorte ist die „Schälgurke“, diese wird nur im reifen Zustand geerntet und ist dabei ca. 30 cm bis 50 cm lang. Nachdem die Schale und das Kernhaus entfernt wurde, wird sie in kleine Würfel geschnitten und kommt als Senfgurke in den Handel.[17] In China gibt es einige besondere Sortengruppen. Die Varietät xishuangbannesis wird von den Hani im Südwesten Chinas in Seehöhen über 1000 m angebaut. Die Sprosse werden bis sieben Meter lang, die Früchte bis drei Kilogramm schwer. Die Rinde ist orange, hellgelb oder weiß und ist nicht mit Stacheln besetzt. Das Fruchtfleisch ist gelb, die Plazenta kann sich bei einigen Vertretern bis hin zu orange verfärben.[18] Die Varietät sikkimensis, auch Sikkim-Gurke genannt, wird in den gebirgigen Regionen Nepals und Indiens angebaut.

Krankheiten und Schädlinge[Bearbeiten]

Falscher Mehltau

Die Gurke ist von verschiedenen physiologischen Erkrankungen, Mangelerscheinungen sowie Schädlingen betroffen, die für den Gemüsebau relevant sind. Unter den physiologischen Erscheinungen handelt es sich dabei um das Abstoßen von Früchten durch physiologischen Stress, Nekrosen durch plötzlich starke Sonneneinstrahlung, Vergilbungen und Welke infolge schnellen Wetterumschwungs.[19] Durch die Einwirkung von Ethylen als Phytohormon oder durch die Reife kommt es zur Vergilbung der Früchte, die sie für den Verzehr unbrauchbar macht. Nach der Bestäubung der Pflanzen bilden sich Kolbenfrüchte, zudem können bei älteren Sorten bittere Früchte auftreten.[19]

Zu den Mangelerkrankungen zählen vor allem der Eisenmangel bei starkem Fruchtbehang und der Magnesium- und Manganmangel durch unausgeglichene Nährstoffgehalte im Boden oder in der Nährlösung.[19] CO2-Mangel kann bei der Kultivation im Winter bei geschlossenen Treibhäusern auftreten, wenn der CO2-Gehalt länger unter 200 ppm (parts per million) fällt.[20][21][22]

Unter den Schädlingen, die Gurken befallen können, spielen vor allem Viren, Bakterien und Pilze eine Rolle.So können Gurken von Gurkenmosaikviren und Grünscheckungsmosaik befallen werden, die zu fleckigen Früchten und Blättern führen.[19] Unter den Bakteriosen sind die Bakterielle Gurkenwelke und die Bakterielle Blattfleckenkrankheit relevant, die jeweils durch Dauernässe gefördert werden und durch Regenspritzer aufspritzende Bodenteilchen die Gurke infizieren.[19] Die größte Rolle beim Gurkenanbau spielen Pilzkrankheiten, schon nach wenigen Wochen erkranken vor allem Freilandgurken sowie auch Gurken im Treibhaus an Falschem Mehltau - erkennbar an gelb/braunen Flecken auf dem Laub. Um ein frühzeitiges Absterben der Pflanzen zu verhindern, ist eine Fungizidbehandlung unumgänglich. Ebenso wichtig ist eine Behandlung gegen die Alternaria-Blattfleckenkrankheit. Bei falscher Fruchtfolge und mehrjährigem Anbau auf derselben Fläche kann es verstärkt zu Fusariumbefall kommen. Andere bekannte Pilzerkrankungen sind Echter Mehltau, Gummistängelkrankheit (= Blatt- und Stängelfäule), die Grauschimmelfäule, die Gurkenkrätze, Sklerotinia-Stängel- und Fruchtfäule, Stängelgrundfäule, Umfallkrankheit und Verticillium-Welke. [23] Weitere Schädlinge sind vor allem phytophage Insekten und Spinnmilben, die die Pflanzen vor allem durch ihre Fraß- und Saugtätigkeit schädigen können. Besonders Läuse geben zudem zuckerhaltige Ausscheidungen ab, die zu Sternrußtau führen. Zu den relevanten Schadinsekten zählen die Baumwolllaus (= Grüne Gurkenlaus), die Grüne Pfirsichblattlaus, die Grünfleckige und Grünstreifige Kartoffelblattlaus sowie allgemein Fransenflügler (Thripse), Mottenschildläuse (Weiße Fliegen), Minierfliegen, Raupen und die Wiesenwanzen.[19]

Verwendung[Bearbeiten]

Gurken werden überwiegend roh oder eingelegt gegessen, aber auch als Schmorgurke zubereitet, und auch u. a. in China, Indien, Indonesien, Malaysia werden die Gemüse gekocht. In Indien werden Gurken auch in Currys und Chutneys verwendet. In Asien werden auch die Samen gegessen, das Öl aus den Samen wird zum Kochen verwendet. In Südostasien werden auch junge Blätter und Sprosse gekocht als Gemüse gegessen. Die Salatgurken werden vorwiegend frisch als Salat verzehrt. Sie stammen überwiegend aus Treibhäusern. Einlege- und Schälgurken sind kleiner als Schlangengurken und kommen überwiegend aus dem Freilandanbau. Ihr Länge-zu-Breite-Verhältnis ist meist etwa 3:1. Sie werden durch Milchsäuregärung als Salzgurken, mit Essigsud eingekocht als Gewürzgurken oder Saure Gurke bezeichnet. Ausgewachsene Schälgurken können ebenfalls roh gegessen werden, oder sie werden zu Senf- oder Honiggurken verarbeitet[24] oder als Schmorgurke zubereitet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikiquote: Gurke – Zitate
 Commons: Gurke – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Gurke – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. München 1995, S. 487 f.; Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Berlin 2002, S. 378
  2. Heinrich Marzell: Wörterbuch der deutschen Pflanzennamen. Bd. 1, S. 1256, zitiert nach Friedhelm Sauerhoff: Etymologisches Wörterbuch der Pflanzennamen. Stuttgart 2003, S. 205
  3. Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Berlin 2002, S. 378 s. v. Gurke; Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Bd. 11, München 1999 (= Leipzig 1873), Sp. 2585 s. v. Kukumer
  4. Günter Bellmann: Slavoteutonica. Lexikalische Untersuchungen zum slawisch-deutschen Sprachkontakt im Ostmitteldeutschland. Berlin 1971, S. 99
  5. Andreas Lötscher: Schweizerdeutsch. Stuttgart 1983, S. 202
  6. Reiner Hildebrandt: Atlas Linguarum Europae (ALE). Europäische Wortgeschichte am Beispiel ‚concombre/cucumber/Gurke‘. In: Wolfgang Viereck: Verhandlungen des Internationalen Dialektologenkongresses, Teil 2. Historische Dialektologie und Sprachwandel. Bamberg 1990. Stuttgart 1993, S. 129
  7. Wolfgang Franke: Nutzpflanzenkunde. Thieme Verlag, Stuttgart 2007. S. 237
  8. a b Susanne S Renner, Hanno Schaefer, Alexander Kocyan: Phylogenetics of Cucumis (Cucurbitaceae): Cucumber (C. sativus) belongs in an Asian/Australian clade far from melon (C. melo) BMC Evolutionary Biology 2007, Band7, 58. doi:10.1186/1471-2148-7-58
  9. M.A. Fischer, K. Oswald, W. Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. Dritte Auflage, Land Oberösterreich, Biologiezentrum der OÖ Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9
  10. Michael Zohary: Pflanzen der Bibel. Calwer Verlag, Stuttgart 1995, S. 86. ISBN 3-7668-3397-9
  11. Plinius der Ältere: historia naturalis, Buch XIX, Kapitel. 23, zitiert nach: Die Naturgeschichte des Caius Plinius Secundus, S. 869. ISBN 978-3-86539-144-5
  12. Der Abschnitt Geschichte beruht auf: M. Pitrat, M. Chauvet, C. Foury: Diversity, history and production of cultivated cucurbits. In: K. Abak, S. Büyükalaca: Proceedings of the First International Symposium on Cucurbits. Acta Horticultae, Band 492, 1999, S. 21-29. ISSN 0567-7572
  13. Quelle Statistisches Bundesamt, zitiert nach Rheinische Post vom 28. Mai 2011, S. A3
  14. Hanno Schaefer: Cucumis (Cucurbitaceae) must include Cucumella, Dicoelospermum, Mukia, Myrmecosicyos, and Oreosyce: a recircumscription based on nuclear and plastid DNA data. Blumea, Band 52, 2007, S. 165–177
  15. http://www.nal.usda.gov/fnic/foodcomp/search/
  16. FAOSTAT, Daten für „cucumbers and gherkins“, abgerufen 4. August 2009.
  17. J. Schlaghecken et al.: Anbau und Sortenhinweise für den Gemüsebau, Neustadter Hefte, Nr. 5, 9. erweiterte Auflage, 1999, S. 82-85
  18. Chen Jinfeng, Zhang Shenglin und Zhang Xinguo: The Xishuangbanna Gourd (Cucumis sativus var. xishuangbannesis Qi et Yuan), a Traditionally Cultivated Plant 9of the Hanai people, Xishuangbanna, Yunan, China. In: Cucurbit Genetics Cooperative Report, Band 17, 1994. S. 18–20.
  19. a b c d e f E. Meyer et al.: Taschenbuch des Pflanzenarztes, 45. neu bearbeitete Folge, Landwirtschaftsverlag GmbH Münster-Hiltrup, 1996, S. 130-137
  20. G. Slack und D.W. Hand. The Effect of Winter and Summer CO2 Enrichment on the Growth and Fruit Yield of Glasshouse Cucumber., Journal of Horticultural Science Nr. 60, 1985, S. 507-516
  21. C.W. Jin: Elevated Carbon Dioxide Improves Plant Iron Nutrition through Enhancing the Iron-Deficiency-Induced Responses under Iron-Limited Conditions in Tomato, in: Plant Physiology, Vol. 150, Nr. 1, 2009, S. 272–280
  22. P.J. Kramer: Carbon Dioxide Concentration, Photosynthesis, and Dry Matter Production, in: Bio Science, Vol. 31, Nr. 1, 1981, S. 29-33
  23. G. Crüger: Pflanzenschutz im Gemüsebau, 3. neu bearbeitete Auflage, ISBN 3-8001-5135-9, 1991, S. 189-216.
  24. Lebensmittel-Lexikon Dr. Oetker, 4. Aufl. 2004, Artikel Gurken