Berlin (Band)

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Berlin
Allgemeine Informationen
Genre(s) New Wave
Gründung 1979[1]
Auflösung 1988
Neugründung 1999
Website www.berlinpage.com
Gründungsmitglieder
Terri Nunn (1979, 1981–1988)
John Crawford (1979–1987)
Keyboard, Gitarre
David Diamond (1982–1984)
Aktuelle Besetzung
Gesang
Terri Nunn (seit 1999)
Gitarre
Carlton Bost (seit 2004)
Schlagzeug
Chris Olivas (seit 2000)
Keyboard
Dave Schulz (seit 2009)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Toni Childs (1979)
Gesang
Virginia Macolino (1980)
Rod Learned (1979–1982)
Schlagzeug
Rob Brill (1982–1987)
Gitarre
Ric Olsen (1982–1984)
Keyboard
Matt Reid (1982–1985)
Keyboard
Mitchell Sigman (2002–2009)

Berlin ist eine kalifornische Popband, die 1979 unter dem Einfluss der Gruppe Blondie sowie der Synthesizer-Pioniere Kraftwerk und Ultravox von John Crawford und Terri Nunn gegründet wurde.

Ihren größten kommerziellen Erfolg feierte Berlin im Jahr 1986 mit dem Lied Take My Breath Away aus dem Soundtrack des Kinofilms Top Gun. Weitere Hits waren The Metro, später gecovert von +44, System of a Down und dem Alkaline Trio, sowie No More Words.

1988 trennte sich Gruppe. Erst 1999 formierte Terri Nunn die Band mit anderen Musikern neu.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

1979–1980: Anfänge[Bearbeiten]

Berlin wurde 1979 als New-Wave-Band gegründet, als sich John Crawford auf eine Anzeige der Sängerin Terri Nunn meldete. Bereits im Gründungsjahr stieg Nunn aus, da sie sich ihrer Schauspielkarriere widmen wollte. Ersetzt wurde sie zunächst durch Toni Childs, nach nur einem Monat räumte Childs allerdings den Platz für Virginia Macolino. Die erste Single der Band, A Matter of Time, erschien 1980 auf dem bandeigenen Label Zone H Records.

1981–1985: Kurzzeitige Trennung und erste Charterfolge[Bearbeiten]

1981 trennte sich die Band, nur um wenige Monate später mit der zurückgekehrten Nunn wiederzuvereinigen. Berlin war neben Mötley Crüe die erste von Enigma Records unter Vertrag genommene Band. Dort erschien – nachdem das Label Geffen Records einen Vertrag mit der Gruppe abgelehnt hatte – 1982 die EP Pleasure Victim, die sich innerhalb eines Monats 25.000 Mal verkaufte. Geffen Records kaufte die Rechte am Werk daraufhin auf und veröffentlichte es 1983 neu. Eine Goldene Schallplatte war die Folge. Auf diesem Werk sind die frühen Hits Sex (I’m a …) und The Metro enthalten.

1984 wurde das von Giorgio Moroder produzierte Album Love Life veröffentlicht. Das Album erreichte Platz 28 der US-amerikanischen Charts, die Single No More Words kam auf Rang 23.

1986–1987: Durchbruch[Bearbeiten]

Im Sommer 1986 erreichten Berlin mit dem Oscar-prämierten, ebenfalls von Moroder produzierten Top-Gun-Love-Theme Take My Breath Away ihren größten kommerziellen Erfolg: Der Song platzierte sich in mehreren wichtigen Musikmärkten an der Spitze der Charts. Wider Erwarten erwies sich das folgende Album Count Three and Pray als deutlich weniger erfolgreich. 1988 trennte sich die Gruppe.

1988–1998: Auflösung und Soloprojekte[Bearbeiten]

Bandleader Crawford und Schlagzeuger Brill formierten die Gruppe The Big F, die 1993 das Album Is herausbrachte. Crawford spielte darüber hinaus zwei Soloalben ein. Terri Nunn veröffentlichte 1991 das Soloalbum Moment of Truth.

seit 1999: Diverse Comebackversuche[Bearbeiten]

1999 stellte Terri Nunn ein neues Line-up zusammen, mit dem sie seitdem neben zwei Studioalben mehrere Liveplatten veröffentlichte. Am ersten der Studioalben, Voyeur, war Billy Corgan bei dem Lied Sacred and Profane am Songwriting beteiligt.

Zu einer Reunion kam es 2004, als der Sender VH1 die Mitglieder aus den 1980er Jahren im Rahmen der Sendereihe Bands Reunited für ein Konzert wiedervereinigte. Im September 2013 wurde das Album Animal mit dem neuen Keyboarder Dave Schulz veröffentlicht.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2][3][4] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1983 Pleasure Victim 30 Platin
(34 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1982
1984 Love Life 28 Gold
(30 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1984
1986 Count Three & Pray 61
(3 Wo.)
32 Silber
(11 Wo.)
61
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1986

Weitere Alben

  • 1980: Information
  • 2000: Live: Sacred and Profane
  • 2002: Voyeur
  • 2005: 4play
  • 2009: All the Way In (mit Terri Nunn)
  • 2013: Animal

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 1987: Dancing in Berlin
  • 1988: Best of Berlin 1979-1988 (Gold in den USA)[3]
  • 1997: Master Series
  • 2000: The Greatest Hits Remixed
  • 2004: Metro Greatest Hits
  • 2009: Greatest Hits

EPs[Bearbeiten]

  • 1999: Fall into Heaven
  • 1999: Fall into Heaven 2

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1983 Sex (I’m a …)
Pleasure Victim
62
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 1983
1983 The Metro
Pleasure Victim
58
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1983
1983 Masquerade
Pleasure Victim
82
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1983
1984 No More Words
Love Life
23
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 1984
1984 Now It’s My Turn
Love Life
74
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1984
1986 Take My Breath Away
Count Three & Pray
3
(18 Wo.)
4
(14 Wo.)
2
(14 Wo.)
1 Silber
(30 Wo.)
1
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1986
1986 Like Flames
Count Three & Pray
36
(12 Wo.)
47
(3 Wo.)
82
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1986
1987 You Don’t Know
Count Three & Pray
39
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1986

Weitere Singles

  • 1979: A Matter of Time
  • 1980: Fascination
  • 1982: Pleasure Victim
  • 1984: Dancing in Berlin
  • 1984: Selections from Love Life
  • 1986: Pink and Velvet
  • 2003: With a Touch

Videos[Bearbeiten]

  • 1984: Berlin (VHS)
  • 1987: Wam Bam, Live in Japan (Laserdisc)
  • 2003: Intimate (DVD)

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten]

Land Silver.png Silber Gold record icon.svg Gold Platinum.png Platin Quellen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 0 2 1 riaa.com
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 2 0 0 bpi.co.uk
Insgesamt 2 2 1

Quellen[Bearbeiten]

  1. Fakten und Werke
  2. a b Chartquellen: Singles Alben Billboard 200
  3. a b c Gold-/Platin-Datenbank UK US
  4. The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7

Weblinks[Bearbeiten]