Berverath

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Berverath
Stadt Erkelenz
Koordinaten: 51° 4′ 26″ N, 6° 23′ 23″ O
Höhe: ca. 80 m
Einwohner: 117 (31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 41812
Vorwahl: 02431
Karte
Lage von Berverath im Rheinischen Braunkohlerevier

Berverath ist ein kleiner ländlicher Ortsteil im östlichen Stadtgebiet von Erkelenz im Kreis Heinsberg. Das Dorf liegt im Plangebiet des Braunkohletagebaus Garzweiler und soll daher in Zukunft umgesiedelt werden. Berverath gehörte jahrhundertelang zur Gemeinde Keyenberg und besitzt daher auch heute noch enge Beziehungen zu diesem Ort. Berverath ist stark landwirtschaftlich geprägt. Da das Dorf abseits der überörtlichen Verkehrswege liegt, besitzt es eine ruhige Atmosphäre.

Berverath

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berverath liegt in der Erkelenzer Börde in 80 m Höhe über NN auf der Hauptterrasse. Im Norden und Osten fällt das Gelände zur Niers hin ab.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Dörfer liegen im Uhrzeigersinn um den Ort: Kuckum, Unterwestrich, Obwerwestrich, Keyenberg, Lützerath, Holzweiler, Kückhoven, Wockerath, Terheeg und Kaulhausen.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Untergrund liegen tertiäre Braunkohleflöze.

Siedlungsform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berverath ist ein Straßendorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf wurde nach dem Hof Berveldroide benannt. Dieser lag im Zentrum des Ortes.

Von 1466 bis 1802 besaß das Kölner Stift St. Maria im Kapitol einen großen Hof, ein freies und lehnsunabhängiges Rittergut, am nördlichen Dorfende.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Ortschaft zerstört. 1650 lebten hier nur noch drei Familien.

Der Ortsnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1170 wurde ein Berrelderot in der Gründungsurkunde des Kollegiatstiftes Heinsberg erwähnt. Nahm man früher an, dass es sich hierbei um Berverath handelte, wird dies in der neueren Literatur angezweifelt.

Unzweideutig ist die Erwähnung aus dem Jahr 1377 als Berveldroide. Verschiedene Schreibweisen sind überliefert: 1386 Bervelderade, 1398 Bervelroide, 1536 Bervelrait und 1566 Berverath.

Berveld ist auf den altdeutschen Personennamen Beroald (Bärwald) zurückzuführen. Der Ort ist also eine Rodung des Bärwald und gehört zur Gruppe der Rodungsnamen.

Kapelle

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung ist mehrheitlich römisch-katholisch und gehört seit dem Mittelalter zur Pfarre Keyenberg. 1909 errichtete Joseph Jansen auf eigenem Grundstück eine Kapelle und schenkte sie der Pfarre. Die Kapelle ist dem Hl. Josef geweiht. Seit dem 18. Mai 1913 dürfen Heilige Messen abgehalten werden.

Die evangelischen Einwohner gehören zur Gemeinde Wickrathberg.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die neubarocke St. Joseph Kapelle mit einem geschnitzten Holzaltar.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl L. Mackes: Erkelenzer Börde und Niersquellgebiet, Schriftenreihe der Stadt Erkelenz Nr.6, Mönchengladbach 1985
  • Barbara Karbig: Die Grundherrschaft des Aachener Marienstiftes in Erkelenz, Erkelenz 1991

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fortschreibung Bevölkerungstand am 31.12.2016 (PDF). In: Internetseite der Stadt Erkelenz. Abgerufen am 25. Januar 2017.