Oberwestrich

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Oberwestrich
Stadt Erkelenz
Koordinaten: 51° 4′ 43″ N, 6° 24′ 2″ O
Höhe: ca. 75 m
Einwohner: 20 (31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 41812
Vorwahl: 02431
Karte
Lage von Oberwestrich im Rheinischen Braunkohlerevier

Oberwestrich ist ein kleiner, ländlicher Stadtteil von Erkelenz im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Oberwestrich liegt im Abbaugebiet des Tagebaus Garzweiler II, deshalb soll der Ort in naher Zukunft abgebaggert und daher umgesiedelt werden.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Oberwestrich

Oberwestrich liegt am Rande der Erkelenzer Börde.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbarorte von Oberwestrich sind im Norden Unterwestrich, im Osten Keyenberg, im Süden Holzweiler und im Süd-Westen Berverath.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1377 wurde ein freiadeliger Hof, der Hoyve tot Westrich erstmals genannt. Die Benediktiner Abtei Gladbach besaß von 1285 bis 1794 Zinsgüter in Westrich. Das Kreuzherrenkloster von Wickrath hatte einen Erbpachthof, dieser wurde an die Erbpächter verpachtet.

Oberwestrich gehörte im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit zum benachbarten Ort Keyenberg. Während der französischen Zeit von 1794 bis 1814 gehörte Oberwestrich zur Mairie Kuckum und von 1816 bis 1935 zur Bürgermeisterei Keyenberg. 1935 wurde diese Bürgermeisterei aufgelöst und in das Amt Holzweiler eingegliedert. Am 1. Januar 1972 gelangte Oberwestrich zur Stadt Erkelenz.[2]

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1285 wurde erstmals der Ort Westrich urkundlich erwähnt. Der Name lässt sich von den zwei althochdeutschen Wörtern westar (= westlich) und richi (=Reich, Landstrich) ableiten und bezieht sich auf den Nachbarort Kuckum.

Westricher Mühle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich von Oberwestrich und östlich von Berverath liegt die Einzelsiedlung Westricher Mühle. Mit ihrem Namen erinnert sie an die Westricher Windmühle, eine Turmwindmühle, die um 1800 erbaut worden war. Um 1930 wurde der Mahlbetrieb eingestellt und die Mühle abgebrochen.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung ist mehrheitlich katholisch. Oberwestrich gehört schon immer zur Pfarre Keyenberg. Eine Kapelle ist nicht vorhanden. Da diese Pfarre seit 2010 aufgelöst und mit anderen ehemaligen Pfarren zur Pfarre St. Maria und Elisabeth Erkelenz fusioniert wurde, zählt nun auch Oberwestrich dazu.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die A 61 verläuft östlich von Oberwestrich und die nächste Anschlussstelle befindet sich bei Mönchengladbach-Wanlo.

Schiene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nächste Bahnhof befindet sich in Mönchengladbach-Herrath, circa 4 Kilometer nordwestlich von Westrich.

Bus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westrich wird von der Buslinie EK 1 (Erkelenz–Keyenberg) angefahren. Die Verbindungen nach Mönchengladbach, Köln und Aachen sind somit gut.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Neugotische Wegekreuz aus Holz. Es steht in der Nische eines Ziegelsteinhäuschens.
  • Zwei barocke Grabsteine aus dem 18. Jahrhundert stehen gegenüber dem Wegekreuz auf einem Privatgrundstück. Sie standen ursprünglich auf dem Friedhof in Bedburgdyck.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fortschreibung Bevölkerung[s]stand am 31.12.2016 (PDF). In: Internetseite der Stadt Erkelenz. Abgerufen am 25. Januar 2017.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 307.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl L. Mackes, Erkelenzer Börde und Niersquellgebiet, Schriftenreihe der Stadt Erkelenz Nr.6, Mönchengladbach 1985