Biel-Benken

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Biel-Benken
Wappen von Biel-Benken
Staat: Schweiz
Kanton: Basel-Landschaft (BL)
Bezirk: Arlesheim
BFS-Nr.: 2764i1f3f4
Postleitzahl: 4105
Koordinaten: 606540 / 261725Koordinaten: 47° 30′ 22″ N, 7° 31′ 32″ O; CH1903: 606540 / 261725
Höhe: 317 m ü. M.
Fläche: 4,12 km²
Einwohner: 3408 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 827 Einw. pro km²
Website: www.biel-benken.ch
Karte
Deutschland Deutschland Frankreich Kanton Aargau Kanton Basel-Stadt Kanton Solothurn Kanton Solothurn Bezirk Laufen Bezirk Liestal Aesch BL Allschwil Arlesheim Biel-Benken Binningen Birsfelden Bottmingen Ettingen Münchenstein Muttenz Oberwil BL Pfeffingen BL Reinach BL Schönenbuch TherwilKarte von Biel-Benken
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Biel-Benken (Baseldeutsch: Biel-Bängge) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Arlesheim des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biel-Benken liegt im Leimental auf 317 m ü. M. am Eintritt des Birsigs auf Schweizergebiet. Es grenzt an Frankreich mit den Gemeinden Leymen beziehungsweise Neuwiller, an den Kanton Solothurn mit Bättwil und Witterswil sowie an seine Basel-Landschaftliche Nachbargemeinden Oberwil und Therwil. Die Fläche des Gemeindegebiets beträgt 4,12 km², davon sind 58 % Landwirtschaftszonen, 20 % Wald, 21 % Siedlungen und 1 % unproduktive Fläche.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde bestand früher aus den zwei alemannischen Siedlungen Biel (Benken minor) und Benken (Benken maior, auch Benchon) und waren seit dem 13. Jahrhundert im Besitz des Basler Rittergeschlechts der Schaler. 1526 wurden sie an die Stadt Basel verkauft. Nach der Reformation im Jahr 1529 schlossen sich Biel und Benken zu einer einzigen Pfarrei zusammen und anstelle der beiden Dorfkapellen baute man 1621 in Benken eine neue Kirche. Im Dreissigjährigen Krieg erging es den beiden Dörfern nicht besser, wie fast allen umliegenden Gemeinden, sie wurden geplündert und in Brand gesteckt. Beim Ausbruch der Französischen Revolution war das Dorf Zufluchtsort für die Juden aus dem benachbarten Sundgau.

Am 1. Januar 1972 schlossen sich die beiden Gemeinden Biel und Benken zusammen und sind seither eine politische Gemeinde.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen von Biel-Benken hat auf rotem Untergrund fünf silberne Wecken. Dies war auch das ehemalige Wappen von Benken und das Familienwappen der Schaler. Biel hatte bis 1971 das gleiche Wappen, aber mit umgekehrten Farben.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

48 % der Bevölkerung sind reformiert und 25 % römisch-katholisch. Der Ausländeranteil beträgt 11,3 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeverwaltung
Pfarrkirche St. Antonius

Die Exekutive, der Gemeinderat für die Legislatur 2016–2020 besteht aus sieben nebenamtlichen Gemeinderäten (Stand 1. September 2017):[2]

  • Peter Burch, Gemeindepräsident
  • Irène Fiechter, Vizepräsidentin, Ressort Finanzen
  • Daniel Kaderli, Ressort Verkehr und Umwelt
  • Karin Lier, Ressort Soziales
  • Jean-Daniel Schlegel, Ressort Bildung
  • Stephan Wüthrich, Ressort Hochbau
  • Stefan Felber, Ressort Tiefbau

Biel-Benken setzt sich zum Ziel, primär nicht Parteimitglieder in den Gemeinderat zu wählen, sondern diese sollen "aufgrund ihrer Sachpositionen und ihrer Persönlichkeit in den Gemeinderat gewählt" werden und nicht aufgrund einer allfälligen Parteizugehörigkeit. Derzeit seien nur drei Gemeinderatsmitglieder Mitglied in einer Partei.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfkern
  • Pfarrkirche St. Antonius aus dem Jahr 1621.
  • Oser-Denkmal zur Erinnerung an den Dichter-Pfarrer Friedrich Oser

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Dezember 1991 gibt es in der Gemeinde Biel-Benken neben diversen anderen Vereinen auch den Fussballclub Biel-Benken 1991.

Der Fussballspieler Alexander Frei stammt aus Biel-Benken. Seit dem Jahr 2003 ist er der Namensgeber und Patron des jährlichen Fussball-Juniorenturniers Alex Frei Cup.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Rudolf Heyer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Landschaft. Band I: Der Bezirk Arlesheim, mit Kantonseinleitung. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 57). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1969, DNB 457321989.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Biel-Benken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017, abgerufen am 20. September 2017.
  2. a b Eintrag zum Gemeinderat auf der offiziellen Webseite der Gemeinde
  3. motorsport-magazin.com: WRC Fahrer und Teams 2009