Björn Thümler

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Björn Thümler, 2013

Björn Thümler (* 22. November 1970 in Brake) ist ein deutscher Politiker der CDU und seit 2010 Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Niedersächsischen Landtag. Mit dem Antritt der Regierung Weil am 19. Februar 2013 wurde er in dieser Funktion neuer Oppositionsführer im Landtag.

Thümler ist seit 2004 verheiratet mit Dr. Christina Debus und lebt in Berne. Beide sind Eltern einer Tochter.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Abitur in Brake leistete er seinen Grundwehrdienst bei der 11. Panzergrenadierdivision in Oldenburg und begann anschließend mit dem Studium der Politikwissenschaften und Geschichte in Hannover und Oldenburg. Das Studium schloss er mit dem Magister ab. 1996 ist er Geschäftsführer der Sozialstation Stedingen. Von 1994 bis 1998 war er für die Bundestagsabgeordnete Eva-Maria Kors tätig. Von 2000 bis 2002 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Büroleiter beim Bundestagsabgeordneten Erich Maaß.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1986 ist Thümler Mitglied der CDU und der Jungen Union. Von 1990 bis 1996 war er Vorsitzender der Jungen Union im Landkreis Wesermarsch und von 1995 bis 1999 stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes Oldenburg. 

Zudem war er von 1992 bis 2002 stellvertretender Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Wesermarsch. Seit 2002 ist er Vorsitzender des Kreisverbandes. Am 25. Januar 2003 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden des CDU-Landesverbandes Oldenburg gewählt. Von Juli 2003 bis Oktober 2008 war er außerdem Landesgeschäftsführer. 

1996 wurde Thümler in den Rat der Gemeinde Berne gewählt. 2013 gab er dieses Mandat ab.

Kreistagsabgeordneter des Landkreises Wesermarsch ist Björn Thümler ununterbrochen seit 1996. Bei der Kommunalwahl 2016 wurde er mit dem besten Ergebnis aller CDU-Kandidaten wieder gewählt.[1] 

Dem Niedersächsischen Landtag gehört Thümler seit der Landtagswahl 2003 an. Er gewann als erster CDU-Kandidat seit Gründung des Landes Niedersachsen das Direktmandat im Landtagswahlkreis Wesermarsch. 2008 und 2013 konnte er das Mandat verteidigen. Auch bei der Wahl zum 18. Niedersächsischen Landtag wird er wieder im Wahlkreis Wesermarsch antreten.

Derzeit ist er Mitglied im Unterausschuss für Häfen und Schifffahrt sowie Mitglied des Ältestenrates. Außerdem ist er im Ausschuss zur Vorbereitung der Wahl der Mitglieder des Staatsgerichtshofs und im Ausschuss zur Vorbereitung der Wahl und der Zustimmung nach Artikel 70 Abs. 2 der Verfassung.

Thümler war von 2008 bis 2010 stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion und von Juni 2009 bis Juni 2010 parlamentarischer Geschäftsführer. Am 1. Juli 2010 wurde er zum neuen Fraktionsvorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion gewählt.

Seit dem Amtsantritt der Regierung Weil am 19. Februar 2013 ist er damit Oppositionsführer im niedersächsischen Landtag.

Außerdem ist er kirchenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag.

Sonstige Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der parlamentarischen Arbeit ist Thümler im Herbst 2005 in den Verwaltungsrat des Staatstheaters Oldenburg berufen worden, dem er bis Sommer 2013 angehörte. Weiterhin war er von 2006 bis 2011 Vorsitzender der Verbandsversammlung des Ems-Weser-Elbe Versorgungs- und Entsorgungsverbandes sowie Mitglied im Verbandsausschuss. Zudem war Thümler Mitglied der Landessynode der ev.-luth. Kirche in Oldenburg.

Aktuell ist Thümler Vorsitzender der Gesellschafterversammlung von Zeit & Service, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wirtschaftsförderung Wesermarsch,  Mitglied im Konvent der Evangelischen Akademie Loccum (stellvertretender Vorsitzender) und Mitglied des Vorstands der Oldenburgischen Landschaft sowie Mitglied in zahlreichen Vereinen und Institutionen.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Björn Thümler (Hg.): Wofür braucht Niedersachsen einen Vertrag mit muslimischen  Verbänden? Geest-Verlag 2016;  ISBN 978-3-86685-580-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Björn Thümler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. KDO-Wahlpräsentation. In: wahlen.kdo.de. Abgerufen am 27. Oktober 2016.