Bommers Mühle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bommers Mühle
An diesem Platz stand einst die Bommers Mühle

An diesem Platz stand einst die Bommers Mühle

Lage und Geschichte
Bommers Mühle (Nordrhein-Westfalen)
Bommers Mühle
Koordinaten 51° 0′ 56,4″ N, 6° 10′ 48,5″ OKoordinaten: 51° 0′ 56,4″ N, 6° 10′ 48,5″ O
Standort Deutschland
Nordrhein-Westfalen
Kreis Heinsberg
Heinsberg
Gewässer Wurm
Erbaut 1609
Stillgelegt 1945
Technik
Nutzung Mahlmühle
Mahlwerk 1 Mahlgang
Antrieb 1 Wasserrad
Wasserrad unterschlächtig

Die Bommers Mühle war eine Wassermühle mit einem unterschlächtigen Wasserrad an der Wurm in der Stadt Heinsberg im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg im Regierungsbezirk Köln.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bommers Mühle hatte ihren Standort an der linken Seite der Wurm, an der Buschstraße, im Stadtteil Randerath, in der Stadt Heinsberg. Das Grundstück, auf dem das Mühlengebäude stand, hat eine Höhe von ca. 53 m über NN[1]. Die Mühle stand in direkter Nachbarschaft mit der Randerather Ölmühle. Oberhalb stand die Müllendorfer Mühle, unterhalb stand seit 1799 die Porselener Mühle.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wurm versorgte auf einer Flusslänge von 53 km [2]zahlreiche Mühlen mit Wasser. Die Quelle der Wurm liegt südlich von Aachen bei 265 m über NN. Die Mündung in die Rur ist bei der Ortschaft Kempen in der Stadt Heinsberg bei 32 m über NN. Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre wurde eine Wurmbegradigung durchgeführt. Der geschwungene, ab und an mäandrierende Flusslauf verschwand zu Gunsten einer einfachen Trassenführung. Die Flusslänge verkürzte sich und die Strömungsgeschwindigkeit nahm zu. Für viele Menschen verbesserte sich der Hochwasserschutz, für die Mühlen war es das Ende. Die Pflege und Unterhaltung des Gewässers mit einem Einzugsgebiet von 355,518 km²[3] obliegt dem Wasserverband Eifel-Rur (WVER).[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1608 wurde in Kleinsiersdorf die landesherrliche Mühle durch einen Blitzschlag zerstört. Das war der Anlass, im Jahre 1609 gegenüber der Randerather Ölmühle eine neue Mühle als Fruchtmühle zu erbauen. Beide Mühlen waren vom gleichen Stauwehr abhängig und waren aufeinander angewiesen. Trotzdem wurden die Mühlen getrennt verpachtet und mussten den Mahlzwang der Stadt und dem Kirspel Randerath teilen. Später verfügte die Mühle auch über eine zusätzliche Ölpresse. Das Mühlengebäude trug die Jahreszahl 1754. Im 19. Jahrhundert wurde zur Produktion von Dünger nordischer Feldspat in der Mineralmühle gemahlen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Mühle zerstört. Heute befindet sich am damaligen Standort ein Parkplatz.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Vogt: Niederrheinischer Wassermühlen-Führer 2. Auflage. Verein Niederrhein, Krefeld 1998, ISBN 3-00-002906-0, Seiten 295-296.
  • Fr. Haubrock: Die Mühlen des ehem. Amtes Randerath Heimatkalender des Selfkantkreises Geilenkirchen-Heinsberg 1961, Seite 25-29.

→ Siehe auch Liste der Mühlen an der Wurm

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bommers Mühle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsche Grundkarte 1:5000
  2. Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  3. http://www.lanuv.nrw.de/wasser/pdf/GSK3B_Gebietsverzeichnis.pdf
  4. http://www.wver.de/