Bredenbruch (Gummersbach)

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Bredenbruch
Koordinaten: 51° 3′ 24″ N, 7° 38′ 5″ O
Höhe: 308 m ü. NN
Einwohner: 316 (30. Jun. 2016)
Postleitzahl: 51647
Vorwahl: 02261
Bredenbruch (Gummersbach)
Bredenbruch

Lage von Bredenbruch in Gummersbach

Weversches Haus von NO
Weversches Haus von NW

Bredenbruch ist ein Ortsteil von Gummersbach im Oberbergischen Kreis im südlichen Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt etwa 8 km vom Stadtzentrum entfernt an der Aggertalsperre zu Füßen der so genannten Burg Zinne, einer von den Talsperrenarmen Genkel und Agger gebildeten Halbinsel. Die Landstraße 323, Hauptverbindungsweg zwischen Gummersbach und Meinerzhagen, tangiert das Dörfchen zwar unmittelbar, führt aber nach dem Straßenneubau Anfang der 1980er Jahre nicht mehr hindurch. So blieb eine gute Verkehrsanbindung ohne allzu große Störungen erhalten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Richtschein von 1472 des Stilkinger Lehngerichts werden Wineke und Hans van Breenbrock (= Bredenbruch) als Lehnsmannen und Gerichtsbesitzer genannt. Der von einem Flurnamen abgeleitete Familien-, dann Ortsname bedeutet so viel wie „breiter Bruch“ (von altsächs. bred; Bruch = sumpfiges Gelände, vgl. eng. brook). Die Türkensteuerliste führt 1542/43 Claes tom breden broeck auf[1].

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Weversche Haus, benannt nach einer Meinerzhagener Richterfamilie, ist ein so genanntes Festes Haus oder „Kasteel“ (niederdeutsch für Kastell). Der Überlieferung nach erwarb Louis Gatien Lebreton Deschapelles (ein französischer adliger Revolutionsflüchtling) um 1793 den wohl wesentlich älteren Vorgängerbau und gestaltete ihn nach seinen Bedürfnissen um. Nachweislich lebte Deschapelles hier mit seinem Diener bis seiner Rückkehr in Frankreich, die im Jahre 1802 stattfand. [2]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Haltestelle von Bredenbruch wird über die Buslinie 318 (Gummersbach - (Niedernhagen -) Lieberhausen / Piene / Pernze) angeschlossen.

Literatur / Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klaus Pampus: Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte (= Beiträge zur Oberbergischen Geschichte. Sonderbd. 1). Oberbergische Abteilung 1924 e.V. des Bergischen Geschichtsvereins, Gummersbach 1998, ISBN 3-88265-206-3.
  2. Robert Czoelner: Das Kirchspiel Lieberhausen (Memento vom 29. Juni 2004 im Internet Archive)