Brunhilde Pomsel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen:
Kritik an den extrem unglaubwürdigen Aussagen im Film fehlt, Lothar Hartmann und Julius Jaenisch fehlen
Hilf der Wikipedia, indem du sie recherchierst und einfügst.

Brunhilde Pomsel (* 11. Januar 1911 in Berlin; † 27. Januar 2017 in München[1]) war eine deutsche Sekretärin, die von 1942 bis 1945 für Propagandaminister Joseph Goebbels tätig war.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pomsel erlernte ihren Beruf bei dem jüdischen Rechtsanwalt Hugo Goldberg. Als Goldberg 1933 emigrierte, erhielt sie mit Unterstützung Wulf Bleys eine Anstellung bei der Reichs-Rundfunk-Gesellschaft (RRG) als Sekretärin und Stenografin. Zu dieser Zeit trat sie auch der NSDAP bei. Sie erarbeitete sich den Ruf als zuverlässige und schnelle Stenografin.

1942 erhielt sie eine Stelle beim Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda. Pomsel arbeitete bis zum Kriegsende im Jahr 1945 im Ministerbüro von Joseph Goebbels. Bei den Bombardierungen von Berlin im Jahr 1943 verlor sie einen Großteil ihrer Habe. Im Mai 1945 wurde sie im Keller des Propagandaministeriums von sowjetischen Truppen verhaftet und bis 1950 vom NKWD in den Speziallagern Buchenwald, Hohenschönhausen und Sachsenhausen interniert.[2]

Danach arbeitete sie wieder als Sekretärin, beim Südwestfunk (SWF) in Baden-Baden und bei der ARD-Programmdirektion Deutsches Fernsehen in München. 1971, mit 60 Jahren, ging sie in den Ruhestand. Bis zu ihrem Tod lebte sie in einem Altersheim in München-Schwabing.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. April 2016 hatte Ein deutsches Leben, ein Dokumentarfilm über Pomsel, beim Visions du Réel in Nyon Weltpremiere[3] und wurde bald danach beim Filmfest München, beim Jerusalem Film Festival und bei der Diagonale in Graz gezeigt.[4][5][6][7] Der Film wurde von dem österreichischen Regisseur Christian Krönes zusammen mit Olaf S. Müller, Roland Schrotthofer und Florian Weigensamer gedreht.[8] Am 6. April 2017 kam er in die Kinos.[9]

Zum Film erschien das Begleitbuch von Thore D. Hansen Ein Deutsches Leben: Was uns die Geschichte von Goebbels’ Sekretärin für die Gegenwart lehrt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Emily Langer: Brunhilde Pomsel, secretary to Nazi propaganda minister Joseph Goebbels, dies at 106. The Washington Post, 29. Januar 2017, abgerufen am 30. Januar 2017 (englisch).
  2. Franziska von Mutius: Ich war die Sekretärin von Joseph Goebbels. bild.de, 23. August 2011, abgerufen am 30. Januar 2017.
  3. Ein deutsches Leben. Blackbox Film- und Medienproduktion, 2016 (pdf; 1,8 MB).
  4. Mourad Moussa: A German Life. In: Visions du Réel. Festival international de cinéma Nyon, April 2016, archiviert vom Original am 16. August 2016; abgerufen am 30. Januar 2017.
  5. Festivals – A German Life. In: a-german-life.com. www.a-german-life.com, abgerufen am 31. Januar 2017 (amerikanisches Englisch).
  6. Filmfest München 2016, Brunhilde Pomsel: Ein deutsches Leben. YouTube, 4:16 Min. Veröffentlicht am 14. Juli 2016, abgerufen am 30. Januar 2017.
  7. Susanne Hermanski: „Ich könnte keinen Widerstand leisten, ich bin zu feige“. Süddeutsche Zeitung, 1. Juli 2016, abgerufen am 30. Januar 2017.
  8. Dominik Kamalzadeh: „A German Life“: Erinnerungen von Goebbels’ Sekretärin. derStandard.at, 18. April 2016, abgerufen am 30. Januar 2017.
    Brunhilde Pomsel - Goebbels-Sekretärin stirbt mit 106 Jahren. AFP-Meldung bei T-online.de, 30. Januar 2017, abgerufen am 30. Januar 2017.
  9. Goebbels Sekretärin: Kino-Doku über die jetzt gestorbene Brunhilde Pomsel. dpa-Meldung in der Badischen Zeitung, 31. Januar 2017 abgerufen am 31. Januar 2017.