Bundeswertpapierverwaltung

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Bundeswertpapierverwaltung
— BWpV —
Staatliche Ebene Bund
Stellung Obere Bundesbehörde
Aufsichtsbehörde Bundesministerium der Finanzen
Gründung 13. Dezember 1949
Auflösung 31. August 2006
Hauptsitz Bad Homburg vor der Höhe
Dienstgebäude in Bad Homburg

Die Bundeswertpapierverwaltung (BWpV), ehemals Bundesschuldenverwaltung (BSV), war eine deutsche Bundesbehörde, die im August 2006 in der Deutschen Finanzagentur aufgegangen ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Direkter Vorläufer der Behörde war die Schuldenverwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, die am 13. Juli 1948 eingerichtet wurde. Am 13. Dezember 1949 wurde diese in die Bundesschuldenverwaltung umgewandelt und gehörte fortan zur Verwaltung des Bundes.[1] Bis Ende 2001 hatte die Behörde die Bezeichnung Bundesschuldenverwaltung mit dem Sitz Bad Homburg vor der Höhe und war dem Geschäftsbereich des Bundesfinanzministeriums unterstellt. Vorläufer dieser Oberen Bundesbehörde war nach Gründung des Deutschen Reichs die Reichsschuldenverwaltung in Berlin.

Ab 2002 wurde die Behörde umbenannt in Bundeswertpapierverwaltung. Rechtsgrundlage für die Arbeit der Bundeswertpapierverwaltung war das Gesetz zur Neuordnung des Schuldbuchrechts des Bundes und der Rechtsgrundlagen der Bundesschuldenverwaltung (Bundeswertpapierverwaltungsgesetz – BWpVerwG)[2] vom 11. Dezember 2001.

Nach der Verabschiedung des Bundesschuldenwesenmodernisierungsgesetzes (BGBl. 2006 I S. 1466) wurde die Bundeswertpapierverwaltung am 31. Juli 2006 aufgelöst. Seit dem 1. August 2006 sind die verbliebenen Aufgaben und ein Teil des Personals der ehemaligen Bundeswertpapierverwaltung in die Deutsche Finanzagentur am Dienstort Frankfurt am Main integriert.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundeswertpapierverwaltung beurkundete und verwaltete die vom Bund aufgenommenen Kredite, Gewährleistungen und internationalen Beteiligungs- und Beitragsverpflichtungen.

Ferner bot sie als Dienstleistungsbehörde die kostenlose Depotverwaltung für Bundeswertpapiere und deren gebührenfreien Erwerb an.

Zudem oblagen ihr bestimmte Aufgaben auf dem Gebiet des Münzwesens, so war die Bundeswertpapierverwaltung zugleich „Verkaufsstelle für die Sammlermünzen der Bundesrepublik Deutschland“. So entstand im numismatischen Jargon die Bezeichnung „oBH“ für „Original Bad Homburg“ als Synonym für solche Sammelmünzen, die sich noch in ungeöffneter Originalverpackung (meist Kunststoff-Noppenfolie) befinden. Diese Stücke erzielen im Handel einen höheren Preis. Seit Anfang 2006 wird diese nichthoheitliche Aufgabe von der Deutsche Post wahrgenommen; diese handelt im Namen des Bundesministeriums der Finanzen, Referat VII A 4.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.deutsche-finanzagentur.de Über uns > Unternehmenschronik: „Chronik der staatlichen Schuldenverwaltung in Preußen und Deutschland“. Aufgerufen am 1. Januar 2011.
  2. Bundeswertpapierverwaltungsgesetz. Abgerufen am 19. Februar 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Bundeswertpapierverwaltung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen