Burdur

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Burdur
Wappen von Burdur
Burdur (Türkei)
Red pog.svg
Burdur manzara - panoramio.jpg
Basisdaten
Provinz (il): Burdur
Koordinaten: 37° 43′ N, 30° 17′ OKoordinaten: 37° 43′ 0″ N, 30° 17′ 0″ O
Einwohner: 90.303[1] (2018)
Telefonvorwahl: (+90) 248
Postleitzahl: 15 000
Kfz-Kennzeichen: 15
Struktur und Verwaltung (Stand: 2019)
Gliederung: 35 Mahalle
Bürgermeister: Ali Orkun Ercengiz (CHP)
Website:
Landkreis Burdur
Einwohner: 113.077[1] (2018)
Fläche: 1.567 km²
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km²
Kaymakam: Hasan Şıldak
Website (Kaymakam):
Vorlage:Infobox Ort in der Türkei/Wartung/Landkreis

Burdur ist die Kreisstadt eines türkischen Landkreises und die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Burdur. Burdur liegt in der Mittelmeerregion auf einer Höhe von 940 bis 1030 Meter über dem Meeresspiegel am südöstlichen Ufer des Burdur Gölü, eines der tiefsten Seen der Türkei und an der Einmündung des Baches Kurna.

Der Landkreis grenzt im Norden und Nordosten an die Provinz Isparta (die Landkreise Keçiborlu, Gönen und die Provinzhauptstadt selbst). Die übrigen Grenzen bilden (intern) die Kreise Yeşilova, Kemer, Çeltikçi und Ağlasun.

Der Landkreis ist der größte der Provinz (ca. 22 %) und hat auch die höchste Bevölkerungszahl aller Kreise (ca. 42 %). Mit seiner Bevölkerungsdichte von etwa 72 Einwohnern je km² hat er in etwa das Doppelte des Provinzdurchschnitts.

Der Landkreis besteht aus der Kreisstadt (Merkez) und 51 Dörfern (Köy). Sie haben eine Durchschnittsbevölkerung von 447 Einwohnern. Sieben der Dörfer haben mehr als tausend Einwohner: Büğdüz (1.623), Halıcılar (1.494), Askeriye (1.463), Çatağıl (1.283), Gökçebağ (1.251), Kozluca (1.153) und Kayış (1.110 Einw.). Der Bevölkerungsanteil der Dörfer an der Provinzbevölkerung beträgt 20,14 Prozent.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In nächster Umgebung der Stadt finden sich Zeugnisse frühester Besiedlung, die in die Zeit um 6.500 vor Chr. zurückreicht. Der Name der Stadt geht auf das lateinische Praetoria zurück und wurde 1483 erstmals nachgewiesen.

Im 19. Jahrhundert wurde Burdur Hauptstadt eines Sandschaks von Konya. Bei einem Großbrand wurden 1884 ca. 150 Häuser zerstört. Bei einem schweren Erdbeben am 3. Oktober 1914 kamen schätzungsweise mehr als 1.500 Menschen ums Leben. Zwei Drittel aller Häuser wurden zerstört. Von 1919 bis 1921 stand Burdur unter italienischer Besatzung. 1923 gab es einen weiteren Großbrand im Händlerviertel, bei dem 250 Läden zerstört wurden.

Nach Gründung der Republik wurde Burdur Hauptstadt der neugebildeten gleichnamigen Provinz. Laut der ersten Volkszählung hatte Burdur damals 12.848 Einwohner. 1936 wurde Burdur an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Bis 1955 stagnierte die Bevölkerungsentwicklung. Im Jahr 1955 nahm eine Zuckerfabrik ihre Produktion auf. Dies führte zu einem raschen Bevölkerungswachstum.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partei / Liste Wahl 2019
Stimmenanteil[2] Sitze[3]
Cumhuriyet Halk Partisi (CHP) 51,1 %
Adalet ve Kalkınma Partisi (AKP) 44,2 %
Saadet Partisi (SAADET) 2,5 %

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachfolgende Tabelle zeigt den vergleichenden Bevölkerungsstand am Jahresende für die Provinz, den zentralen Landkreis und die Stadt Burdur sowie den jeweiligen Anteil an der übergeordneten Verwaltungsebene. Die Zahlen basieren auf dem 2007 eingeführten adressbasierten Einwohnerregister (ADNKS).[4]

Jahr Provinz Landkreis Stadt
real % real % real
2018 269.926 41,89 113.077 79,86 90.303
2017 264.779 40,90 108.297 78,78 85.312
2016 261.401 40,12 104.875 77,77 81.559
2015 258.339 39,45 101.912 76,86 78.331
2014 256.898 38,67 99.333 75,97 75.460
2013 257.267 38,38 98.743 75,63 74.680
2012 254.341 38,07 96.816 74,76 72.377
2011 250.527 37,86 94.842 74,15 70.326
2010 258.868 39,84 103.135 76,01 78.389
2009 251.550 38,33 96.422 74,27 71.611
2008 247.437 36,81 91.086 72,66 66.182
2007 251.181 37,93 95.274 73,64 70.157

Klimatabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burdur (957 m)
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
47
 
7
-1
 
 
39
 
9
-1
 
 
46
 
13
2
 
 
52
 
18
6
 
 
38
 
23
10
 
 
25
 
28
14
 
 
17
 
32
17
 
 
8.5
 
32
17
 
 
15
 
28
13
 
 
33
 
22
8
 
 
44
 
14
3
 
 
59
 
8
1
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: Staatliches Meteorologisches Amt der Türkischen Republik, Normalperiode 1981-2010
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Burdur (957 m)
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 7,1 8,5 12,8 17,7 23,3 28,4 32,1 32,4 28,0 21,5 13,9 8,3 Ø 19,6
Min. Temperatur (°C) -1,1 -0,9 1,8 5,9 10,0 14,0 17,1 17,1 12,8 8,3 3,4 0,6 Ø 7,5
Temperatur (°C) 2,6 3,4 6,9 11,6 16,7 21,5 24,9 24,7 20,0 14,3 8,2 4,2 Ø 13,3
Niederschlag (mm) 47,1 39,3 45,9 51,7 38,0 25,1 17,4 8,5 15,3 32,6 44,3 59,4 Σ 424,6
Sonnenstunden (h/d) 3,5 4,7 5,5 6,3 8,3 10,3 10,8 10,2 8,5 6,7 4,9 2,8 Ø 6,9
Regentage (d) 9,6 9,6 9,8 10,9 8,5 5,5 3,2 2,3 3,3 5,8 8,0 10,6 Σ 87,1
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
7,1
-1,1
8,5
-0,9
12,8
1,8
17,7
5,9
23,3
10,0
28,4
14,0
32,1
17,1
32,4
17,1
28,0
12,8
21,5
8,3
13,9
3,4
8,3
0,6
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
47,1
39,3
45,9
51,7
38,0
25,1
17,4
8,5
15,3
32,6
44,3
59,4
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Refik Duru: From 8000 BC to 2000 BC. Six thousand years of the Burdur-Antalya region. Suna-İnan Kıraç Akdeniz Medeniyetleri Araştırma Enstitüsü, Antalya 2008. ISBN 978-605-0027-02-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burdur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Türkiye Nüfusu İl ilçe Mahalle Köy Nüfusları, abgerufen am 18. Mai 2019
  2. Yeni Şafak: Burdur Merkez İlçe Belediye Meclis Üyeliği Seçim Sonuçları - 2019 Yerel Seçim Sonuçları. 29. Mai 2019, abgerufen am 29. Mai 2019 (tr-TR).
  3. Belediye Meclisi – T.C. Burdur Belediye Başkanlığı. Abgerufen am 29. Mai 2019 (türkisch).
  4. Central Dissemination System/Merkezi Dağıtım Sistemi (MEDAS) des TÜIK, abgerufen am 18. Mai 2019