Burg Caldern

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Burg Caldern
Ringmauer der Burg

Ringmauer der Burg

Entstehungszeit: 9./11. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand: Fundamente, Grabenreste
Ort: Lahntal
Geographische Lage 50° 50′ 20,8″ N, 8° 39′ 17,6″ OKoordinaten: 50° 50′ 20,8″ N, 8° 39′ 17,6″ O
Höhe: 315 m ü. NHN
Burg Caldern (Hessen)
Burg Caldern

Die Burg Caldern ist die Ruine einer mittelalterlichen Spornburg auf 315 m ü. NN bei dem Ortsteil Caldern der Gemeinde Lahntal im Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen. Von der Burg sind weder Bauzeit noch Besitzer bekannt. Wahrscheinlich wurde die Burg im 11. Jahrhundert über einem Vorgängerbau errichtet.[1]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansicht der Bergkuppe von Südosten
Grundriss der Anlage
Infotafel zur Burgruine

Auf einer vorspringenden bewaldeten Kuppe etwa 500 Meter südwestlich von Caldern und ostsüdöstlich des Rimbergs befinden sich die Reste der Turmburg. Die fast kreisrunde Bergkuppe fällt nach allen Seiten steil ab, nur im Süden ist die Bergkuppe durch einen flachen Sattel mit einer zweiten Hügelkuppe verknüpft. Die Mauerreste liegen westlich der Landesstraße L 3288, von der ein kleiner Waldweg zur bewaldeten Doppelkuppe führt. Ringsum von landwirtschaftlichen Flächen umgeben, nimmt nur wenige Dutzend Meter südwestlich ein größeres Waldgebiet seinen Anfang, das nordwestlich bis zum Rimberg reicht.

Anlage und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg soll um 800 erstmals erwähnt worden sein (vermutlich in Zusammenhang mit der Ersterwähnung des Ortes) und letztmals im 11. Jahrhundert.

Von der kleinen Burganlage sind nur noch Reste des nach Nordwest ausgerichteten Wohnturms, der oval verlaufenden und nördlich auf Fels anstehenden Ringmauer und eines Halsgrabens als Abtrennung zur südlichen Kuppe vorhanden. Der Bergfried hatte eine Grundfläche von 7,5 (NW-SO) mal 10 Metern (SW-NO) und eine Mauerstärke von circa 1,4 Metern. Die gesamte Burg hatte eine ovale Grundfläche mit Durchmessern von etwa 28 (SW-NO) auf 23 Meter (NW-SO).

Am 2. Dezember 1944 stürzte ein deutsches Jagdflugzeug in den Berg, nachdem es von einem amerikanischen Kampfflugzeug abgeschossen worden war. Der 19-jährige Pilot kam dabei ums Leben. An der Absturzstelle befindet sich seit 2007 ein Gedenkstein.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Losse: Die Lahn Burgen und Schlösser. Imhof Verlag, Petersberg 2007, ISBN 978-3-86568-070-9.
  • Georg Landau: Historisch-topographische Beschreibung der wüsten Ortschaften im Kurfürstenthum Hessen und in den großherzoglich-hessischen Antheilen am Hessengaue, am Oberlahngaue und am Ittergaue. 1858.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Norbert Buthmann, Norbert Goßler, Axel Posluschny, Helmut Valand, Benno Zickgraf: Moderne Prospektionsmethoden in der Burgenforschung – Archäologische Untersuchungen an der mittelalterlichen Burganlage von Lahntal-Brungershausen/Hessen. In: Burgen und Schlösser. 38, Heft 1998 II. Braubach/Rhein 1998, S. 80–87.
  2. fliegerschicksale.de.tl

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Burg Caldern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien