Burg Flamersheim

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Burg Flamersheim
Burg Flamersheim um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Burg Flamersheim um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Alternativname(n): Schloss Flamersheim
Entstehungszeit: Erste Erwähnung 1358
Burgentyp: Niederungsburg, Ortslage
Erhaltungszustand: Wesentliche Teile erhalten
Ständische Stellung: Adel
Ort: Euskirchen-Flamersheim
Geographische Lage 50° 37′ 22,6″ N, 6° 51′ 7,4″ OKoordinaten: 50° 37′ 22,6″ N, 6° 51′ 7,4″ O
Höhe: 200 m ü. NHN
Burg Flamersheim (Nordrhein-Westfalen)
Burg Flamersheim
Burg Flamersheim, Luftaufnahme (2015)

Die Burg Flamersheim, auch Schloss Flamersheim genannt, ist eine ehemalige Wasserburg am Flämmerbach im Euskirchener Stadtteil Flamersheim im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung der Burg geht auf adlige Vögte zurück, die den Kirchenbesitz, einen Fronhof des Kölner Stifts St. Maria ad Gradus, verwalteten und ihre Erbansprüche sichern wollten.

Am 1. Juni 1358 wurde die Burg bereits als zweiteiliger Adelssitz mit einer Vorburg erwähnt.

Später kam die Burg als Jülicher Lehen nacheinander an verschiedene Familien. In den 200 Jahren zwischen 1564 und 1774 wurde die Burg ein Stützpunkt der protestantischen Lehre, für die um 1770 am Markt eine evangelische Kirche gebaut wurde. Die Herren von Quadt, welche von 1564 bis ins Mitte des 18. Jahrhunderts in Flamersheim verweilten, bauten die Hauptburg im Jahre 1776 zu einem zweitürmigen Barockschloss um.

1861 erwarb die Fabrikantenwitwe Lina Bemberg geb. Wülfing die Burg, zusammen mit Burg Ringsheim. Sie baute das Barockschlösschen mit zwei Kavaliersflügeln im Zeitgeschmack um. Ihr Sohn Julius von Bemberg, der 1884 in den erblichen preußischen Adelsstand erhoben wurde, erbte die beiden Güter. Flamersheim übernahm dann sein Sohn Robert, dessen gleichnamiger Enkel Robert von Bemberg-Flamersheim (* 1944) heutiger Eigentümer ist.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An den Dorfplatz und die Kirche schließt sich die Schlossanlage und der große Schlosspark, ein romantischer Landschaftspark umgeben von einer hohen Mauer mit schmiedeeisernen Toren und weitläufigen Graben- und Teichanlagen und historischem Baumbestand an.

Der im 18. Jahrhundert entstandene Gutshof befindet sich an der heutigen Hauptzufahrt und beherbergt einen gastronomischen Betrieb.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burg Flamersheim – Sammlung von Bildern