Casaccia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Casaccia
Wappen von Casaccia
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Region: Maloja
Politische Gemeinde: Bregagliai2
Postleitzahl: 7605
Koordinaten: 771336 / 140181Koordinaten: 46° 23′ 28″ N, 9° 39′ 59″ O; CH1903: 771336 / 140181
Höhe: 1458 m ü. M.
Einwohner: 59 (31. Dezember 1970)
Website: www.comunedibregaglia.ch
Casaccia, Blick talabwärts

Casaccia, Blick talabwärts

Karte
Casaccia (Schweiz)
Casaccia
ww
Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 1971

Casaccia ist ein Dorf im bündnerischen Bergell.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Strassendorf Casaccia ist das oberste Dorf des Bergells. Es liegt 1458 m ü. M. auf einer kleinen Ebene am Fuss des Malojapasses an der Orlegna[1] und nahe deren Mündung in die Maïra. In Casaccia beginnt der Panorama-Höhenweg nach Soglio.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Casaccia wurde 1160 erstmals als Cassache erwähnt. Durch seine Lage an der Verzweigung des Maloja- und des Septimerpasses war Casaccia bis ins 19. Jahrhundert eine wichtige Transitstation. An diese Funktion erinnert die Ruine des mittelalterlichen Turmes Turraccia oberhalb des Dorfes.

Das ehemalige Hospiz stand nahe den Ruinen der ehemaligen Wallfahrtskirche San Gaudenzio oberhalb des Dorfes an der Passstrasse. Es wird 1336 urkundlich erwähnt, dürfte aber viel älter sein. Es wurde nach 1520 in das Cunvent Dorf verlegt und diente als Gasthaus für den Maloja- und Septimerpass.

Das Dorf wurde mehrmals durch die vom Malojapass herunterfliessende Orlegna verwüstet.

Casaccia bis 1971 eine eigene Gemeinde, anschliessend war es eine Fraktion der Gemeinde Vicosoprano. Seit Anfang 2010 ist Casaccia ein Teil der alle Dörfer des Tales umfassenden Gemeinde Bregaglia.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1850 1880 1900 1910 1950 1970 1980 1900 1910 1950 1970
Einwohner 96 70 77 96 88 59 70 77 96 88 59

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: «In Schwarz ein gestürzter silberner (weisser) Sparren, überhöht von einem silbernen Hufeisen

Der gestürzte Sparren verweist auf die Weggabelung zwischen Septimer und Maloja; das Hufeisen steht für den Saumverkehr über die Pässe. Die Farben sind die jenigen des Gotteshausbundes.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Orlegna auf ethorama.library.ethz.ch/de/node
  2. sogenannter Convento