Casaccia

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Casaccia (Begriffsklärung) aufgeführt.
GR ist das Kürzel für den Kanton Graubünden in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Bondoff zu vermeiden.
Casaccia
Wappen von Casaccia
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Region: Bezirk Malojaw
Kreis: Kreis Bergell
Politische Gemeinde: Bregagliai2w1
Postleitzahl: 7605
Koordinaten: 771336 / 140181Koordinaten: 46° 23′ 28″ N, 9° 39′ 59″ O; CH1903: 771336 / 140181
Höhe: 1458 m ü. M.
Casaccia, Blick talabwärts

Casaccia, Blick talabwärts

Karte
Casaccia (Schweiz)
Casaccia
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Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 1971

Das Strassendorf Casaccia liegt auf einer kleinen Ebene im Bergell im Kanton Graubünden. Es liegt am Fuss des Malojapasses und ist damit das oberste Dorf des Tales. In Casaccia beginnt der Panorama-Höhenweg nach Soglio.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Casaccia wurde 1160 erstmals als Cassache erwähnt. Das Dorf war bis 1971 eine eigene Gemeinde, anschliessend bildete es eine Fraktion der Gemeinde Vicosoprano. Seit Anfang 2010 ist Casaccia ein Teil der alle Dörfer des Tales umfassenden Gemeinde Bregaglia.

Durch seine Lage an der Verzweigung des Maloja- und Septimerpasses war Casaccia bis ins 19. Jahrhundert eine wichtige Transitstation. An diese Funktion erinnert die Ruine des mittelalterlichen Turmes Turraccia oberhalb des Dorfes.

Das ehemalige Hospiz stand nahe den Ruinen der ehemaligen Wallfahrtskirche San Gaudenzio oberhalb des Dorfes an der Passstrasse. Es wird 1336 urkundlich erwähnt, dürfte aber viel älter sein. Es wurde nach 1520 in das Cunvent Dorf verlegt und diente als Gasthaus für den Maloja- und Septimerpass.

Das Dorf wurde mehrmals durch die vom Malojapass herunterfliessende Orlegna verwüstet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: «In Schwarz ein gestürzten silbernen (weissen) Sparren, überhöht von einem silbernen Hufeisen

Der gestürzte Sparren verweist auf die Weggabelung zwischen Septimer und Maloja; das Hufeisen steht für den Saumverkehr über die Pässe. Die Farben sind die jenigen des Gotteshausbundes.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adolf Collenberg: Casaccia im Historischen Lexikon der Schweiz.
  • Erwin Poeschel: Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden. Band V. Die Täler am Vorderrhein, II. Teil. Die Talschaften Schams, Rheinwald, Avers, Münstertal, Bergell. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 14). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1943, ISBN 978-3-906131-20-7.
Dorfkern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. sogenannter Convento
  2. Ruine der Wallfahrtskirche S. Gaudenzio