Bever GR

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GR ist das Kürzel für den Kanton Graubünden in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Bever zu vermeiden.
Bever
Wappen von Bever
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Region: Maloja
Kreis: Oberengadin – bis 31. Dezember 2017
BFS-Nr.: 3781i1f3f4
Postleitzahl: 7502
Koordinaten: 787669 / 158339Koordinaten: 46° 33′ 0″ N, 9° 53′ 10″ O; CH1903: 787669 / 158339
Höhe: 1708 m ü. M.
Fläche: 45,75 km²
Einwohner: 616 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 13 Einw. pro km²
Website: www.bever.ch
Bever GR

Bever GR

Karte
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Bever (Audio-Datei / Hörbeispiel [ˈbevəɾ]?/i, bis 1943 offiziell Bevers genannt, italienisch Bevero) ist eine politische Gemeinde im Kreis Oberengadin, der Region Maloja des Kantons Graubünden in der Schweiz.

Das Dorf Bever liegt am Fusse des knapp 3000 Meter hohen Beverser Hausberges Crasta Mora. Zu Bever gehört der Weiler Spinas im Val Bever.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Gold (Gelb) der schreitende heilige Jakobus in blauem Gewand, mit einem Pilgerstab

Das Wappen zeigt den Patron der Reformierten Kirche Bever in den getauschten Farben des Kreises Oberengadin.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts sprach die gesamte Einwohnerschaft Puter, ein rätoromanisches Idiom. Durch den Fremdenverkehr bedingt ging der Anteil der Romanischsprachigen bereits früh zurück. Gaben 1880 noch 81 % Romanisch als Muttersprache an, waren es 1910 bloss noch 59 %. 1941 lag der Anteil letztmals über 50 % (50,4 %).

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte der Sprachwechsel zum Deutschen. In den 1990er-Jahren kam es wegen der starken Zuwanderung von Deutschsprachigen zu einem dramatischen Einbruch des Romanischen. Heute ist Deutsch Behördensprache. Allerdings konnten sich 1990 noch 47 % und im Jahr 2000 45 % auf Romanisch verständigen. Die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zeigt folgende Tabelle:

Sprachen in Bever GR
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 175 40,51 % 292 58,87 % 420 66,56 %
Rätoromanisch 156 36,11 % 120 24,19 % 119 18,86 %
Italienisch 87 20,14 % 73 14,72 % 74 11,73 %
Einwohner 432 100 % 496 100 % 631 100 %

Der Beverser Ortsdialekt hat manche Eigentümlichkeit bewahrt, so z. B. das im Engadin sonst unbekannte buma saira (anstatt buna saira = «guten Abend»).

Religionen und Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Reformation wurde im Jahr 1552 durchgeführt.

Herkunft und Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 704 Bewohnern (Stand: Mitte 2006) waren rund drei Viertel Schweizer Staatsangehörige. Den grössten Ausländeranteil stellen die Italiener mit 68 Personen, gefolgt von den Deutschen mit 33 Personen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Albulabahn und die Strecke Chur–Thusis, beides meterspurige Linien der Rhätischen Bahn (RhB), besteht eine Verbindung mit der im Nordwesten gelegenen Kantonshauptstadt Chur. Die Albulalinie endet südwestlich von Bever im Kur- und Wintersportort St. Moritz, von wo aus über die Berninabahn Tirano in der Lombardei (Italien) zu erreichen ist. Ab Bever verläuft Innabwärts die Engadinerlinie der RhB bis Scuol.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chesa Orlandi[2]
  • Salis-Häuser[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erwin Poeschel: Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden III. Die Talschaften Räzünser Boden, Domleschg, Heinzenberg, Oberhalbstein, Ober- und Unterengadin. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 11). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1940. DNB 760079625.
  • Silke Redolfi. Bever: Die Geschichte eines Engadiner Dorfes. Herausgegeben von der Bürgergemeinde Bever, Bever 2007.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bever GR – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017; abgerufen am 20. September 2017.
  2. Chesa Orlandi
  3. Salis-Häuser