Bregaglia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bregaglia
Wappen von Bregaglia
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Region: Maloja
BFS-Nr.: 3792i1f3f4
Postleitzahl: 7603 Vicosoprano
7605 Casaccia
7605 Stampa
7606 Bondo
7608 Castasegna
7610 Soglio
7516 Maloja
Koordinaten: 765655 / 134717Koordinaten: 46° 20′ 36″ N, 9° 35′ 26″ O; CH1903: 765655 / 134717
Höhe: 994 m ü. M.
Fläche: 251,45 km²
Einwohner: 1537 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 6 Einw. pro km²
Website: www.comunedibregaglia.ch
Soglio

Soglio

Karte
AlbignaseeLej da ChampfèrLago BiancoLago di LeiLago di GeraLago di LivignoLago di S. Giacomo-di FraéleLago di PoschiavoLago di Monte SplugaLai da MarmoreraSilserseeSilvaplanerseeSt. MoritzerseeStazerseeSufnerseeItalienRegion AlbulaRegion BerninaRegion ViamalaRegion Engiadina Bassa/Val MüstairRegion PlessurRegion Prättigau/DavosBever GRBever GRBregagliaCelerina/SchlarignaMadulainMadulainPontresinaLa Punt-Chamues-chSamedanSamedanS-chanfSils im Engadin/SeglSilvaplanaSt. MoritzZuozZuozKarte von Bregaglia
Über dieses Bild
w

Bregaglia (rätoromanisch Audio-Datei / Hörbeispiel Bregaglia?/i) ist eine politische Gemeinde in der Region Maloja des Schweizer Kantons Graubünden.

Sie ist auf den 1. Januar 2010 entstanden und umfasst die zuvor selbständigen Gemeinden Bondo, Castasegna, Soglio, Stampa und Vicosoprano. Die Gemeinde Bregaglia und der ehemalige Kreis Bergell decken damit dasselbe Gebiet ab.

Die Gemeinde liegt zum grössten Teil im namensgebenden Tal Bergell. Zur Gemeinde gehört auch das Dorf Maloja am gleichnamigen Pass, das als einziger Gemeindeteil im Oberengadin ist.

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während Maloja zweisprachig deutsch und italienisch ist, weisen die anderen Orte italienischsprachige Mehrheiten auf, mit deutschsprachigen Minderheiten von zehn bis 20 Prozent. Im Bergell spricht man eine lombardische Mundart, zudem gibt es seit Jahrzehnten eine wachsende deutschsprachige Minderheit. Ursprünglich wurde auch rätoromanisch gesprochen, diese Sprache ist jedoch nahezu vollständig verdrängt worden. Zunehmend wird «Bargaiot» gesprochen; dieser Bergeller Dialekt verbindet italienische und rätoromanische Elemente mit deutschen Wörtern.[2] Die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zeigt folgende Tabelle:

Sprachen im Gebiet der heutigen Gemeinde Bregaglia
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Rätoromanisch 44 3,15 % 37 2,58 % 37 2,46 %
Deutsch 197 14,12 % 280 19,53 % 297 19,76 %
Italienisch 1117 80,07 % 1084 75,59 % 1127 74,98 %
Einwohner 1395 100 % 1434 100 % 1503 100 %

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat das Wappen des Kreises Bergell übernommen, dessen einzige Gemeinde sie ist.

Blasonierung: In Silber auf schwarzem Schildfuss im Zinnenschnitt aufrecht schreitender schwarzer Steinbock, rot bewehrt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Bemühungen, das baukulturellen Erbe in der Gemeinde zu erhalten, hat Bregaglia im Jahre 2015 den Wakkerpreis erhalten.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adolf Collenberg: Bergell. In: Historisches Lexikon der Schweiz..
  • Die Gemeinden des Kantons Graubünden. Chur/Zürich 2003, 2. Auflage, ISBN 3-7253-0741-5.
  • Erwin Poeschel: Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden, Band V. Die Täler am Vorderrhein, II. Teil. Die Talschaften Schams, Rheinwald, Avers, Münstertal, Bergell. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 14). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1943, ISBN 978-3-906131-20-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bregaglia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017; abgerufen am 20. September 2017.
  2. «Bargaiot» – das Amalgam der Bündner Sprachen SRF-Sendung «Schnabelweid» vom 25. Februar 2016
  3. Der Heimatschutz würdigt Bergell NZZ, Artikel vom 19. Januar 2015