Castellina Marittima

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Castellina Marittima
Wappen
Castellina Marittima (Italien)
Castellina Marittima
Staat Italien
Region Toskana
Provinz Pisa (PI)
Koordinaten 43° 25′ N, 10° 35′ OKoordinaten: 43° 24′ 46″ N, 10° 34′ 38″ O
Höhe 375 m s.l.m.
Fläche 45,71 km²
Einwohner 2.025 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte 44 Einw./km²
Postleitzahl 56040
Vorwahl 050
ISTAT-Nummer 050010
Volksbezeichnung Castellinesi
Schutzpatron San Giovanni Decollato (29. August)
Website Gemeinde Castellina Marittima
Panorama von Castellina Marittima
Panorama von Castellina Marittima

Castellina Marittima ist eine Gemeinde mit 2025 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) in der Provinz Pisa in der Region Toskana in Italien.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage von Castellina Marittima in der Provinz Pisa
Hauptkirche San Giovanni Decollato

Die Gemeinde erstreckt sich über ca. 46 km². Sie liegt ca. 70 km südwestlich der Regionalhauptstadt Florenz und 35 km südlich der Provinzhauptstadt Pisa im Weinbaugebiet Montescudaio. Der Ort liegt zwischen den Bergen Monte Passera und Monte Marmolaio im höhergelegenen Teil des Tales um den Fluss Fine im Valle del Fine[2], ohne an dem Fluss gelegen zu sein. Er liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 2 045 GR/G.[3] Die Kirchen des Ortes liegen im Erzbistum Pisa.

Zu den Ortsteilen zählen Le Badie, Malandrone und Terriccio.

Die Nachbargemeinden sind Cecina (LI), Chianni, Riparbella, Rosignano Marittimo (LI) und Santa Luce.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1200, als er seine Konstitution verfasste. Unter Ugo di Giovanni della Gherardesca (Graf von Montescudaio und Vikar von Pisa und für die Maremma), Bacarozzo genannt, rebellierte der Ort 1345 gegen die Herrschaft von Pisa. Der Aufstand wurde niedergeschlagen und der Ort verblieb bis 1406 unter der Herrschaft von Pisa. Am 25. Oktober 1406 wurde die Gemeinde von Florenz unterworfen. Am 17. März 1628 übergab Ferdinand II. den Ort zur Feudalherrschaft an Lorenzo de’ Medici (1599–1648)[4]. Durch die Abschaffung der Feudalherrschaft 1776 durch Leopold II. fiel der Ort wieder an das Herzogtum Toskana. Nach dem Ende der Napoleonischen Besetzung 1815 unterstand der Ort wieder dem Herzogtum Florenz bis zur Einigung Italiens, dann wurde er in die neue Provinz Pisa eingeteilt. Der Ortsteil Terriccio mit dem Schloss der Gaetani gehörte dieser Familie von 962 bis ins frühe 19. Jahrhundert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ehemalige Pieve und heutige Kapelle San Giovanni Battista
Das Museum Ecomuseo dell’Alabastro im Ortskern
  • Pieve di San Giovanni Decollato, in den ersten Jahren des 18. Jahrhunderts entstandene Pieve kurz außerhalb des historischen Ortskern, die den Titel von San Giovanni Battista (außerhalb des Ortes) übernahm. Die Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg erheblich beschädigt, enthält aber noch zwei Pfeiler aus Alabaster des alten Hochaltars und eine Holzstatue (Crocifisso) aus dem 17. Jahrhundert.[2]
  • Oratorio di San Giovanni Battista, ehemalige romanische Pieve und heutige Kapelle an der Straße nach Le Badie.[2]
  • Ecomuseo dell’Alabastro, Alabastermuseum im Ortskern.[5]
  • Le Badie, heutiger Ortsteil, der früher Moxi genannt wurde und zwei Abteien hatte. Von der Badia di San Quirico ist heute nichts mehr vorhanden, von der Badia di San Salvatore sind noch einige Mauerstücke erhalten geblieben. Beide entstanden um das Jahr Tausend.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emanuele Repetti: CASTELLINA MARITTIMA in Val di Fine. In: Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846). Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, italienisch)
  • Franco Lessi (a cura di): I Luoghi della Fede. Volterra e la Val di Cecina. Arnoldo Mondadori Editore, Mailand 1999, ISBN 88-04-46773-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Castellina Marittima – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. a b c d Lessi: I Luoghi della Fede.
  3. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 12. Juni 2017 (italienisch) (PDF; 330 kB)
  4. Offizielle Webseite der Gemeinde Castellina Marittima, abgerufen am 26. März 2010 (comunecastellina.it, nicht mehr abrufbar)
  5. Das Ecomuseo dell’Alabastro auf den Seiten der Gemeinde Castellina Marittima, abgerufen am 13. Juni 2017 (italienisch)