Riparbella

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Riparbella
Wappen
Riparbella (Italien)
Riparbella
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Pisa (PI)
Koordinaten: 43° 22′ N, 10° 36′ OKoordinaten: 43° 22′ 0″ N, 10° 36′ 0″ O
Höhe: 216 m s.l.m.
Fläche: 58 km²
Einwohner: 1.603 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 28 Einw./km²
Postleitzahl: 56046
Vorwahl: 0586
ISTAT-Nummer: 050030
Website: Riparbella
Panorama von Riparbella
Panorama von Riparbella

Riparbella ist eine Gemeinde der Provinz Pisa in der Region Toskana in Italien mit 1603 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015).

Lage und Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage von Riparbella in der Provinz Pisa

Das Dorf liegt auf einem Hügel am Südhang der Colline Pisane, auf einem Bergrücken aus Tuffgestein, etwa 14 km von der Stadt Cecina und vom Meer entfernt. Die Provinzhauptstadt Pisa liegt ca. 40 km nordwestlich, die Regionalhauptstadt Florenz liegt ca. 50 km östlich. Der Ort liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 1 845 GR/G[2].

Riparbella ist von Macchia, Wald, Weinbergen und Olivenhainen umgeben, und bekannt für seine gute toskanische Küche (Wild, Pilze und Wein - der Ort gehört zum Anbaugebiet Montescudaio).

Die Nachbargemeinden sind Castellina Marittima, Cecina (LI), Chianni, Lajatico, Montecatini Val di Cecina und Montescudaio.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgrabungen im Ortsteil Belora bestätigten, dass Riparbella schon von den Etruskern besiedelt war. Wahrscheinlich leitet sich der Name von lat. Ripa Albella (weißer Abhang) ab, was auf den hellen Tuffstein anspielt. Der mittelalterliche Ortskern entstand um das Jahr 1000, und der Ort wird 1125 zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Bis 1406 gehörte Riparbella zum Herrschaftsbereich von Pisa und der Pisaner Familie della Gherardesca, danach zu Florenz. 1635 wurde der Ort von den Medici zur Markgrafschaft erhoben, und es begann ein wirtschaftlicher Abstieg. 1737 kam es zum Lehen des florentinischen Senators Carlo Ginori, der es mit seinen Besitztümern in Cecina vereinte. Unter Großherzog Leopold I. wurde Riparbella 1780 eigenständige Gemeinde.

Der Ort hatte Anfang der 1950er Jahre noch etwa 3000 Einwohner, schrumpfte dann aber durch die Abwanderung der Bevölkerung. Heute lebt Riparbella vor allem von der Landwirtschaft (Weinbau, Oliven) und vom Tourismus; auf dem Gebiet der Gemeinde liegen zahlreiche Ferienhäuser, Pensionen und agrotouristische Betriebe.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Zentrum des Dorfes ist von Gebäuden aus dem 15. und 16. Jahrhundert geprägt.

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oratorio della Madonna delle Grazie
  • Chiesa San Giovanni Evangelista - Die dem Apostel Johannes geweihte Kirche wurde zwischen 1841 und 1845 erbaut. Der Turm stammt von einer älteren Kirche (15. Jahrhundert)
  • Oratorio della Madonna delle Grazie - Kapelle, erbaut im 16. Jahrhundert

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Azienda Faunistica „Il Giardino“ - Von der Gemeinde eingerichtetes Zentrum für Umweltschutz (600 Hektar Macchia und Waldfläche); didaktische Angebote.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sagra del cinghiale (dritter Novembersonntag) - Fest des Wildschweins mit gastronomischen Spezialitäten
  • Agrifiera (erster Sonntag und Montag im August) - Landwirtschaftsausstellung, Pferdemarkt

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emanuele Repetti: RIPARBELLA, o RIPALBELLA in Val di Cecina. In: Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846). Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, italienisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Riparbella – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 20. Oktober 2016 (ital.) (PDF; 330 kB)