Vecchiano

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Vecchiano
Wappen
Vecchiano (Italien)
Vecchiano
Staat Italien
Region Toskana
Provinz Pisa (PI)
Koordinaten 43° 47′ N, 10° 23′ OKoordinaten: 43° 47′ 0″ N, 10° 23′ 0″ O
Höhe m s.l.m.
Fläche 67 km²
Einwohner 12.094 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 181 Einw./km²
Postleitzahl 56019
Vorwahl 050
ISTAT-Nummer 050037
Volksbezeichnung Vecchianesi
Schutzpatron Sant’Alessandro (3. Mai)[2]
Website Gemeinde Vecchiano
Panorama von Vecchiano (Piazza Garibaldi)
Panorama von Vecchiano (Piazza Garibaldi)

Vecchiano ist eine Gemeinde mit 12.094 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) in der Provinz Pisa in der Region Toskana in Italien.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage von Vecchiano in der Provinz Pisa

Die Gemeinde erstreckt sich über ca. 67 km². Sie liegt ca. 70 km westlich der Regionalhauptstadt Florenz und 8 km nördlich der Provinzhauptstadt Pisa. Der Ort liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 1 600 GR/G[3] und am Fluss Serchio (24 km im Gemeindegebiet)[4].

Zu den Ortsteilen zählen Avane (6 m), Filettole (10 m), Migliarino Pisano (3 m) und Nodica (5 m).[5]

Die Nachbargemeinden sind Lucca (LU), Massarosa (LU), San Giuliano Terme und Viareggio (LU).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort wurden Spuren einer Besiedelung durch die Etrusker gefunden. Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 762 in dem Schriftstück Memorie lucchesi des Peredeo, Bischof von Lucca.[6] Seit dem 10. Jahrhundert war der Ort unter dem Einfluss von Lucca unterstellt. Aufgrund seiner strategisch wichtigen Lage an der Grenze von Pisa und Lucca wurde Vecchiano bald darauf von Pisa eingenommen, die auch die Burgkirche Chiesa di Santa Maria in Castello errichteten[7]. Vom 13. bis 15. Jahrhundert war die Gemeinde und ihre Ortsteile mehrmals Schauplatz kriegerischer Handlungen zwischen Pisa und Lucca und wurde zudem vom Herzogtum Mailand attackiert. Mit der Niederlage Pisas gelang auch Vecchiano 1406 unter fiorentinische Herrschaft. Mit diesen gelang der Ort in das Herzogtum Toskana und unter die Herrschaft der Habsburg-Lothringer, die selbst unter der Besatzung Napoleons die Herrschaft in dem Gebiet aufrechterhalten konnten[7]. Der Ort wurde 1810 eigenständige Gemeinde, als er sich von San Giuliano ablöste.[8]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chiesa di San Frediano im Vecchiano minore
Chiesa di San Maurizio im Ortsteil Filettole
  • Chiesa di Sant’Alessandro, bereits 1104 erwähnte Kirche im Ortszentrum, die 1199 als Vechiano major dokumentiert wurde. Der Campanile stammt aus dem frühen 14. Jahrhundert und wurde 1385 fertiggestellt.[9]
  • Chiesa di San Frediano, Kirche am Ortsrand (Vecchiano minore[6]), die 762 erwähnt wurde. Wurde 1835 stark verändert.[9]
  • Chiesa di Santa Cristina, Kirche im Ortsteil Avane, die 1137 dokumentiert wurde.[9]
  • Chiesa di Santa Maria in Castello, bereits 1136 erwähnte Kirche, befindet sich im Castello di Vecchiano.[9]
  • Chiesa di San Maurizio, bereits 886 erwähnte Kirche im Ortsteil Filettole.[9]
  • Chiesa die Santi Simone e Giuda, Kirche in Nodica, die am Anfang des 19. Jahrhunderts über einer älteren Kirche errichtet wurde.[9]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emanuele Repetti: VECCHIANO (Veclanum) nella Valle inferiore del Serchio. In: Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846). Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, italienisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vecchiano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.
  2. Comuni Italiani zu Vecchiano, abgerufen am 26. Juli 2017 (italienisch)
  3. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 26. Juli 2017 (italienisch) (PDF; 330 kB)
  4. Offizielle Website des Sistema Informativo Ambientale della Regione Toscana (SIRA) zu den Flüssen in Vecchiano, abgerufen am 26. Juli 2017 (italienisch)
  5. Offizielle Website des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Ortsteilen 2001 in der Provinz Pisa, abgerufen am 26. Juli 2017 (italienisch)
  6. a b Emanuele Repetti: VECCHIANO (Veclanum) nella Valle inferiore del Serchio.
  7. a b Monti Pisani, abgerufen am 11. März 2010, nicht mehr abrufbar (VECCHIANO (Memento vom 1. April 2009 im Internet Archive), abgerufen am 6. Juni 2014)
  8. Itinerari Lorenesi in Toscana, abgerufen am 11. März 2010 (www.itinerarilorenesi.it/index.php?sezione=9&dettaglio=221, nicht mehr abrufbar)
  9. a b c d e f I Luoghi della Fede.