Cineplexx

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Dieser Artikel beschreibt den österreichischen Kinoverbund Cineplexx. Für den deutschen Kinobetreiber, siehe Cineplex.
CINEPLEXX Kinobetriebe Gesellschaft m.b.H.
Rechtsform GmbH
Gründung 1993
Sitz Wien, Österreich
Leitung Christian Langhammer
Branche Kinobetreiber
Website Offizielle Webseite

Die Cineplexx Kinobetriebe Ges.m.b.H. ist der größte Kinobetreiber in Österreich und ein Tochterunternehmen der Constantin Film-Holding mit Sitz in Wien. Sie wurde 1993 gegründet und betreibt unter dem Namen Cineplexx 21 Multiplex-Kinocenter (eines davon in Südtirol) sowie 13 weitere Ein- oder Mehrsaal-Kinos.[1][2] Größte Kinobetreiber Österreichs nach Constantin sind United Cinemas International und Hollywood Megaplex.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Cineplexx Zagreb

Das erste Cineplexx-Kino wurde am 31. Oktober 1996 in Graz eröffnet.[4] Es war nach dem Apollo Kino im Dezember 1993, das damals noch von der Cineinvest, einer Tochter der Constantin Film-Holding und der Kiba, errichtet wurde, das zweite Kinocenter der Constantin Film-Holding. Das größte Cineplexx wurde im November 1999 auf der sogenannten Donauplatte errichtet, das Cineplexx Reichsbrücke mit 13 Sälen und 3.400 Plätzen. Dieses wurde jedoch 2011 wieder geschlossen.[5][6] Seit dem Konkurs der Kiba im Jahr 1999 ist die Cineplexx-Kinokette der größte Kinobetreiber Österreichs.[7]

Im März 2001 übernimmt die Cineplexx-Mutter Constantin das 1999 vom Loews-Konzern eröffnete Multiplex-Kino in Auhof[5] (nun: Cineplexx Wien-Auhof) und im Dezember 2002 das Kino in den Vienna Twin Towers[5] von der deutschen Cinestar-Gruppe, das seither Cineplexx Wienerberg heißt. 2004 übernimmt Constantin auch das 1999 eröffnete Multiplex-Kino im Donauzentrum, das Donauplex.[8]

Die Marktanteile der Cineplexx-Kinos an den österreichischen Kinobesuchen und Einspielergebnissen betrugen 2000 und 2001 zwischen 22 und 25 %, in den Jahren 2002 und 2003 jeweils ca. 12 %.[9]

2006 verfügte die Cineplexx-Kette über 24 Kinos mit 56 Sälen und knapp 33.000 Sitzplätzen von österreichweit insgesamt 176 Kinos mit 560 Sälen und 101.000 Plätzen.[3] Das ergibt für 2006 einen Anteil von 33 % an der Gesamtbesucherkapazität der österreichischen Kinos. Seither erhöhte (senkte) sich die Anzahl der Kinos auf 28, davon 21 Cineplexx-Kinocenter.[2]

Am 12. Mai 2009 wurde das erste Cineplexx Kino außerhalb Österreichs in Bozen (Südtirol), mit 7 Kinosälen und insgesamt 1.416 Sitzplätzen eröffnet. Es ist das erste Mehrsaalkino Italiens, das voll digitalisiert ist, verfügt aber auch über analoge Projektoren.

Kinos[Bearbeiten]

Die 21 Cineplexx-Kinocenter sind:[2]

Die weiteren 6 Kinos, die der Cineplexx Kinobetriebs GmbH unterstehen, sind:[2]

  • Actors Studio, Wien
  • Artis International, Wien
  • Filmtheater, Kitzbühel
  • Geidorf Kunstkino, Graz
  • Stadtkino, Villach
  • Urania Kino, Wien

Ehemalige Spielstätten waren:

  • Cineworld, Wels wurde Ende November 2013 geschlossen.
  • English Royal Cinema, Graz (bis 2009, dann Neuübernahme durch das ehemalige „Augarten Kiz“, welches aus dem Augarten weichen musste und als „Kiz Royal“ neu eröffnet wurde[10])
  • Tuchlauben Kino, Wien (bis 2009[11])
  • Auge Gottes Kino, Wien (bis 2011[12])
  • Cineplexx Reichsbrücke, Wien (bis 2011[5][6])
  • Beethoven Kino, Baden (bis 2013, wird neu übernommen vom Programmkinobetreiber Cinema Paradiso ab Oktober 2013[13])

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cineplexx bringt IMAX(R) nach Österreich zurück. OTS, 7. Oktober 2008 (abgerufen am 14. Jänner 2009)
  2. a b c d www.cineplexx.at – Cineplexx und Constantin-Kinos in Österreich (abgerufen am 14. Jänner 2009)
  3. a b Robert Patzak: Cineplexx. Wirtschaftsblatt, 3. Februar 2006 (abgerufen am 15. Jänner 2009)
  4. Karin Bock: In Graz wird Multiplex-Kino um 205 Millionen Schilling eröffnet. Wirtschaftsblatt, 4. Oktober 1996 (abgerufen am 15. Jänner 2009)
  5. a b c d Die späten Folgen des Großkino-Wildwuchses in der Wiener Zeitung (Onlineversion vom 1. Juni 2012, abgerufen am 15. August 2013)
  6. a b Artikel über den Umbau als Apartment Haus ein Jahr später auf derStandard.at vom 2. Oktober 2012 (Abgerufen am 14. August 2013)
  7. Zur Situation des österreichischen Films, Andreas Ungerböck, Österreichisches Filminstitut, ohne Datum, S. 8–9 (eingesehen am 16. Juni 2007)
  8. Irina Frühmann, Thomas Meickl: Grosskinos: Chronik. Wirtschaftsblatt, 23. Juli 2005 (abgerufen am 15. Jänner 2009)
  9. Gugerbauer & Partner, Wirtschaftsrecht: Aktuelle Urteile – Kartellrecht: OGH 16 Ok 3/06 26. Juni 2006 (abgerufen am 15. Jänner 2009)
  10. Photostrecke auf der Webseite der Kleinen Zeitung (Abgerufen am 15. August 2013)
  11. Wiener Tuchlauben-Kino schließt am 30. Dezember auf der Webseite der Kleinen Zeitung (Abgerufen am 15. August 2013)
  12. „Auge Gottes“-Kino sperrt zu auf derStandard.at (Abgerufen am 15. August 2013)
  13. Darling, wir sind im Kino! auf meinbezirk.at (Abgerufen am 14. August 2013)

Weblinks[Bearbeiten]