Clash of Clans

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Clash of Clans
Clash of Clans Logo 2013.png
Studio FinnlandFinnland Supercell
Publisher FinnlandFinnland Supercell
Erstveröffent-
lichung
iOS
WeltWelt August 2012
Android
WeltWelt Oktober 2013
Plattform
Genre MMO-Strategiespiel mit Fantasy-Thema
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Touchscreen
Systemvor-
aussetzungen
Medium Download
Sprache diverse
Aktuelle Version 8.332.16
Altersfreigabe
USK ab 6 freigegeben

Clash of Clans (engl., übersetzt Zusammenstoß der Clans, abgekürzt CoC) ist ein Mehrspieler-Online-Computer-Strategiespiel des finnischen Spieleentwicklers Supercell[1] für Mobilgeräte (Smartphones, Tablet-PCs).

Das Spiel ist als App seit August 2012[2] für Apples iOS-Betriebssystem[3] und seit Oktober 2013[4] auch für das Android-Betriebssystem[5] verfügbar.

Geschäftsmodell und Erfolg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Herunterladen der App und auch der Zugang zu den Online-Servern ist kostenlos („Free-to-play“). Das Spiel finanziert sich aus In-App-Verkäufen von „Juwelen“, die im Spiel eingesetzt werden können, um den Entwicklungsfortschritt erheblich zu beschleunigen. Juwelen sind aber auch innerhalb des Spiels verfügbar, d. h. alle Spielinhalte sind grundsätzlich, anders als beim „Freemium“-Geschäftsmodell, vollständig kostenlos zugänglich, wenn der Spieler entsprechend mehr Zeit investiert.

Clash of Clans belegte 2012 und 2013 regelmäßig Spitzenplätze in den Download-Charts der App Stores von Apple, Google und anderen Anbietern. Bereits Ende 2012 nahm Supercell mit seinen zwei Erfolgstiteln, wovon Clash of Clans der bedeutendere ist, im iOS-App-Store mehr Geld ein, als Electronic Arts, das größte Unternehmen der Branche, mit fast 1000 Titeln zusammen.[6] Allein im ersten Quartal 2013 (also als Clash of Clans noch nicht für Android verfügbar war) erzielte Supercell einen Nettoumsatz von 178 Millionen US-Dollar und einen operativen Gewinn von 106 Millionen US-Dollar.[7][2] Ende des ersten Quartals 2013 nahm Supercell täglich 2,4 Millionen US-Dollar ein.[8] In Summe war Clash of Clans die wirtschaftlich erfolgreichste Spiele-App des Jahres 2013.[9] Der Erfolg von Clash of Clans trug entscheidend dazu bei, dass die Anteilsmehrheit an Supercell im Oktober 2013 in einer der größten Übernahmen aller Zeiten in der Spielebranche für 1,5 Milliarden US-Dollar an das japanische Medienunternehmen Softbank und dessen Tochter GungHo verkauft wurde.[10][11][12][13]

Der Erfolg von Clash of Clans trug dem Spiel und seinem Entwickler auch diverse Auszeichnungen ein. So gewann das Spiel beispielsweise 2013 die renommierte Auszeichnung der Fachzeitschrift Develop in der Kategorie „Best New IP“.

2016 kam das Spiel Clash Royale auf dem Markt, welches ein Ableger von Clash of Clans ist.

Spielinhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clash of Clans ist in einer Fantasy-Welt angesiedelt; zu den Spielfiguren gehören Schwertkämpfer („Barbaren“), Bogenschützen, Magier und eine Reihe weiterer mythischer Wesen wie z. B. Riesen, Kobolde, Walküren, Golems, Lavahunde, Hexen, untote Skelette und fliegende, feuerspeiende Drachen.

Das Spiel kombiniert Aspekte eines Aufbaustrategiespiels mit denen eines Echtzeit-Kampfstrategiespiels und eines Tower-Defense-Spiels. Der Spieler muss, basierend auf einem einfachen Wirtschaftssystem mit drei Arten von Ressourcen (Gold, Elixier und Dunkles Elixier) und dazugehörigen Infrastrukturgebäuden eine Basis aufbauen und diese mit Hilfe von Verteidigungswaffen und Mauern gegen Angriffe befestigen. Gleichzeitig kann er selbst eine Armee für Angriffe aufstellen, wofür ihm 19 verschiedene Arten von Kampftruppen, 10 verschiedene Arten von Zaubersprüchen und 3 Helden (der Barbarenkönig, die Bogenschützenkönigin und der Große Wächter, die im Laufe des Spiels frei geschaltet werden können) zur Verfügung stehen. Gewöhnliche Truppen (Barbaren, Kobolde, Bogenschützen, Drache, Riesen, P.E.K.K.A, Tunnelgräber, Baby-Drache und Magier) werden in der normalen Kaserne ausgebildet. Ihre Ausbildung muss mit Elixier bezahlt werden, auf der 1. Stufe kosten z. B. Barbaren 25 Elixier, Bogenschützen 50 Elixier, Drachen 25000 Elixier, Riesen 250 Elixier, Mauerbrecher 1000 Elixier und Magier 1500 Elixier. Besondere Truppen wie Walküren, Schweinereiter und Golems werden in der besonderen Dunklen Kaserne ausgebildet, die man ab einem bestimmten Rathauslevel erhalten kann. Ihre Ausbildung ist mit Dunklem Elixier zu bezahlen. Seine Truppen kann der Spieler für Elixier im Labor verbessern. Je besser eine Einheit ist, desto teurer wird ihre Ausbildung. Die Armee kommt nach der Ausbildung in das Armeelager, wo sie bis zum nächsten Angriff bleibt. Seine Ressourcen erhält der Spieler bei Gold zum Beispiel aus Minen, bei Elixier aus Elixiersammlern und bei Dunklem Elixier aus Bohrern für Dunkles Elixier. Die Ressourcen werden in Lagern aufbewahrt und können jederzeit genutzt werden. Die Basis des Spielers ist persistent, d. h. er kann seine Basis kontinuierlich weiterentwickeln.

Angriffe kann der Spieler in einer Einzelspieler-Kampagne mit 50 Leveln spielen, oder im Online-Multiplayer-Modus gegen andere menschliche Spieler ausführen. Im Mehrspieler-Modus kann der Spieler in einem Liga-System antreten und sich – wie schon der Name des Spiels andeutet – mit anderen Spielern in Clans zusammenschließen. Clanmitglieder können einander durch Entsendung von Truppen und (ab einem bestimmten Level) auch mit Zaubersprüchen unterstützen. Außerdem können Clans gegeneinander in „Clankriegen“ antreten und Preise in Form von Gold, Elixier und Dunklem Elixier gewinnen. Außerdem ist es möglich durch Clankriege Clan-Erfahrungspunkte zu sammeln, mit denen der Clan im Level aufsteigen kann. Höhere Clanlevel bedeuten bestimmte Vorteile und eine Art „Ansehen“ von anderen Clans. Bis zu Clanlevel 10 kann man neue Vorteile dazu bekommen, aber es ist auch möglich höhere Level als 10 zu erreichen. So gibt es mittlerweile einige Level 12 Clans (Stand: 20. Juli 2016). Dass dies möglich ist, sorgte für Verwirrung in der Spielergemeinde.

Seit dem 24. Mai 2016 gibt es auch ein sogenanntes Freundschaftsspiel, bei dem man andere Clanmitglieder herausfordert und ihr Dorf angreift, ohne dabei seine Truppen zu verlieren.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Clash of Clans. Supercell, abgerufen am 7. Januar 2014 (englisch).
  2. a b Clash of Clans maker Supercell: 'You can’t design fun on a spreadsheet'. The Guardian Online (theguardian.com), 23. Juli 2013, abgerufen am 7. Januar 2014 (englisch).
  3. Clash of Clans. iTunes, abgerufen am 7. Januar 2014.
  4. Supercell’s hugely successful free-to-play game Clash of Clans is now available on Android. The Next Web, 7. Oktober 2013, abgerufen am 8. Januar 2014 (englisch).
  5. Clash of Clans. Google Play, abgerufen am 7. Januar 2014.
  6. Supercell is bigger than Electronic Arts in terms of monthly iOS revenue. Arctic Startup, 21. Dezember 2012, abgerufen am 7. Januar 2014 (englisch).
  7. Mit Barbaren zum Millionenerfolg. Schweizer Radio und Fernsehen (srf.ch), 18. April 2013, abgerufen am 7. Januar 2014.
  8. The $2.4 Million-Per-Day Company: Supercell. Forbes Magazine (forbes.com), 18. April 2013, abgerufen am 7. Januar 2014 (englisch).
  9. Clash of Clans is 2013’s most lucrative gaming app, data shows. The Guardian Online (theguardian.com), 18. Dezember 2013, abgerufen am 7. Januar 2014 (englisch).
  10. 1,5 Milliarden US-Dollar für das halbe Clash-of-Clans-Studio. golem.de, 15. Oktober 2013, abgerufen am 7. Januar 2014.
  11. Hersteller von „Clash of Clans“ für 1,1 Milliarden Euro übernommen. Der Standard (derstandard.at), 16. Oktober 2013, abgerufen am 8. Januar 2014.
  12. Japanische Firmen steigen bei Hersteller von „Clash of Clans“ ein. Die Zeit (zeit.de), 15. Oktober 2013, abgerufen am 8. Januar 2014.
  13. Klaas Kersting: Supercell ist das funkelnde Kronjuwel der Spielebranche. Gründerszene, 11. November 2013, abgerufen am 8. Januar 2014.