Cunter

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Cunter
Wappen von Cunter
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Region: Albulaw
Politische Gemeinde: Sursesi2
Postleitzahl: 7452
Koordinaten: 764956 / 16401246.6079.5921182Koordinaten: 46° 36′ 25″ N, 9° 35′ 31″ O; CH1903: 764956 / 164012
Höhe: 1'182 m ü. M.
Fläche: 7.12 km²
Einwohner: 256 (31. Dezember 2014)
Einwohnerdichte: 36 Einw. pro km²
Cunter

Cunter

Karte
Cunter (Schweiz)
Cunter
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Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2016

Cunter (deutsch und bis 1943 Conters im Oberhalbstein) war bis am 31. Dezember 2015 eine politische Gemeinde im Kreis Surses im Bezirk Albula des Kantons Graubünden in der Schweiz. Am 1. Januar 2016 fusionierte Cunter mit den Gemeinden Bivio, Marmorera, Mulegns, Riom-Parsonz, Salouf, Savognin, Sur und Tinizong-Rona zur neuen Gemeinde Surses.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Gold (Gelb) das rote Brustbild des Heiligen Karl Borromäus

Das Motiv des Wappens ist der Patron der örtlichen Pfarrkirche.

Geographie[Bearbeiten]

Cunter ist eine ehemalige Gemeinde in der Region Oberhalbstein und liegt am rechten Ufer der Julia an der Strasse von Tiefencastel nach Silvaplana (der Julier-Passstrasse). Nebst dem Dorf gehören noch der Weiler Burvagn und die Mäiensässen Muntschect und Promastgel zum Ort. Vom gesamten ehemaligen Gemeindeareal von 711 ha sind 355 ha von Wald und Gehölz bedeckt. Immerhin 230 ha können landwirtschaftlich genutzt werden - der Grossteil davon sind allerdings Alpwirtschaften. Weitere 108 ha sind unproduktive Fläche (meist Gebirge) und 18 ha sind Siedlungsfläche. Cunter grenzt an Riom-Parsonz, Salouf, Savognin und Albula/Alvra.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Sprachen[Bearbeiten]

Die ursprüngliche Sprache ist Surmeirisch, eine regionale Mundart des Rätoromanischen. Die ehemalige Gemeinde blieb bis 1970 beinahe einsprachig romanisch. Während 1880 86,4 % diese Sprache als Muttersprache angaben, war der Wert 1910 sogar auf 95,39 % gestiegen. 1941 betrug er noch 86,4 % und 1970 87,93 %. Seither findet ein verstärkter Sprachwechsel zum Deutschen statt, der auf Zuwanderung zurückgeführt werden kann. Dies belegt untenstehende Tabelle:

Sprachen in Cunter
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 27 19,15 % 54 30,86 % 72 36,36 %
Rätoromanisch 105 74,47 % 95 54,29 % 101 51,01 %
Italienisch 8 5,67 % 9 5,14 % 11 5,56 %
Einwohner 141 100 % 175 100 % 198 100 %

Rätoromanisch ist bisher die einzige Behördensprache.

Herkunft und Nationalität[Bearbeiten]

Von den Ende 2005 215 Bewohnern sind 184 (= 85,58 %) Schweizer Bürger.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Pfarrkirche St. Karl Borromeo

Katholische Pfarrkirche St. Karl Borromeo[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Erwin Poeschel:Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden III. Die Talschaften Räzünser Boden, Domleschg, Heinzenberg, Oberhalbstein, Ober- und Unterengadin. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 11). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1940. DNB 760079625.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cunter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Katholische Pfarrkirche St. Karl Borromeo