Albula/Alvra

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Albula/Alvra
Wappen von Albula/Alvra
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Region: Albula
BFS-Nr.: 3542i1f3f4
Postleitzahl: 7084 Brienz/Brinzauls
7450 Tiefencastel
7451 Alvaschein
7458 Mon
7459 Stierva
7472 Surava
7492 Alvaneu
Koordinaten: 763249 / 170416Koordinaten: 46° 39′ 54″ N, 9° 34′ 19″ O; CH1903: 763249 / 170416
Höhe: 859 m ü. M.
Fläche: 93.63 km²
Einwohner: 1324 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 14 Einw. pro km²
Website: www.albula-alvra.ch
Tiefencastel

Tiefencastel

Karte
Igl LaiLago di LeiLai da MarmoreraLago di MontesplugaSilserseeSt. MoritzerseeSufnerseeItalienRegion ViamalaRegion ImbodenRegion MalojaRegion Engiadina Bassa/Val MüstairRegion PlessurRegion Prättigau/DavosRegion SurselvaAlbula/AlvraBergün FilisurLantsch/LenzSchmitten GRSursesVaz/ObervazKarte von Albula/Alvra
Über dieses Bild
w

Albula/Alvra ist eine politische Gemeinde in der Region Albula des Schweizer Kantons Graubünden.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albula/Alvra entstand am 1. Januar 2015 aus der Fusion der bis dahin selbständigen Gemeinden Alvaneu, Alvaschein, Brienz/Brinzauls, Mon, Stierva, Surava und Tiefencastel. Die sieben Gemeinden stimmten am 28. Februar 2014 dem Fusionsvertrag zu.[2]

Die neue Gemeinde zählt rund 1370 Einwohner. Der Verwaltungssitz befindet sich in Tiefencastel.

Teile der Gemeinde
Name Fläche km² Einwohner
31. Dezember 2013
Dichte pro km²
Alvaneu 35,63 403 11
Alvaschein 4,08 142 35
Brienz/Brinzauls 13,37 128 10
Mon 8,46 90 11
Stierva 10,56 134 13
Surava 6,68 196 29
Tiefencastel 14,85 254 17
Total 93,63 1347 14

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Albulatal. Die Ortschaften liegen mit Ausnahme von Mon und Stierva im Talgrund an der Kantonsstrasse, die von der Schinschlucht nach Alvaschein kommt und von Alvaneu aus nach Bergün und Davos führt. Mon und Stierva liegen am nordöstlichen Abhang des Piz Curver. Bei Tiefencastel mündet die Julia in die Albula. Die Gemeindefläche erstreckt sich über 9363 Hektaren.

Der tiefste Punkt des Gemeindegebiets liegt in der Albulaschlucht bei Solis auf 824 m, die höchste Erhebung 200 Meter nordwestlich des Piz Mitgel auf 3098 m.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Einwohner 1363 1346 1369 1347 1322 1331 1331

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben in den damaligen sieben Gemeinden 64 % der Einwohner Deutsch und 30 % Romanisch als ihre Hauptsprache an. Ursprünglich sprach die Bevölkerung aller sieben Fraktionen den romanischen Dialekt Surmiran. Im Verlaufe des 20. Jahrhunderts nahm die deutsche Sprache wie in allen romanischsprachigen Gebieten Einzug und verdrängte das Romanische teils mehr und teils weniger. In den beiden Dörfern Alvaneu und Surava fand die Germanisierung schon in den Anfängen des 20. Jahrhunderts statt, wodurch das Romanische weitgehend verdrängt wurde. In den anderen Dörfern blieb die romanische Sprache indes erhalten. Der Anteil der romanischsprachigen Bevölkerung in den Dörfern variiert jedoch sehr stark. Während Surava und Alvaneu gemäss Zensus 2000 Romanischanteile von 11 % resp. 17 % haben, sprechen in Stierva und Mon noch 66 % resp. 52 % romanisch.

In der Gemeinde Albula/Alvra sind Deutsch und Romanisch ebenbürtige Amtssprachen.[3]

Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den Bewohnern waren Ende 2015 1147 Schweizer Staatsangehörige. 184 Einwohner haben ausländische Herkunft. Der Ausländeranteil beträgt somit 13,8 %.

Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle sieben Ortschaften der Gemeinde sind traditionell katholisch geprägt. Im Jahr 2000 waren 1027 Personen römisch-katholisch, was einem Bevölkerungsanteil von 75,1 % entspricht. Daneben gab es 14,4 % evangelisch-reformierte Christen, 1,5 % Muslime und 3,4 % Konfessionslose. Die restliche Bevölkerung gehörte anderen Glaubensgemeinschaften an oder machte keine Angaben zu ihrem Glaubensbekenntnis.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Albula/Alvra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Fusion im Albulatal ist geglückt In: Südostschweiz.ch. 28. Februar 2014, abgerufen am 8. März 2014.
  3. Gemeindeverfassung Albula/Alvra genehmigt. In: Rhätische Zeitung, Artikel vom 18. September 2014.